Dienstag, 16. April 2013

Wie beruhige ich meinen Geist?

Es kommt oft vor, dass man eine gute Phase hat, in welcher die DR weniger stark ist oder sogar ganz ausbleibt. Wieso ist das so? Wenn DR durch pausenlose Selbstbeobachtung am Leben erhalten wird, scheinen die Momente, in welchen man abgelenkt war oder sich durch Konzentration auf anderes die Selbsbeobachtung UNTERBROCHEN WIRD "heller" zu sein. Die Scheibe ist weniger stark. Manchmal sogar ganz weg.

Zum einen also geht es darum, den Stress (und die Angst...welche ja stressfördernd ist) herunter zu fahren. Zum anderen aber auch, das Gedankenkreisen zu durchbrechen.

Dies ist eine Frage der Übung. Übrigens ist das Gedankenkreisen und die Selbstbeobachtung auch ein angelerntes Verhalten...das man ständig geübt hat in Stresssituationen. Man kann ein Verhalten nicht einfach stoppen. Sondern nur durch ein anderes, positiveres Verhalten ersetzen. Das braucht etwas Geduld. Oft stellt sich ein beruhigender Effekt -wenn auch noch so klein- schneller ein, als man denkt.

Hier ein paar Tipps:

1. Achtsamkeitsübungen.
Setzen Sie sich bequem hin. Die Füsse auf dem Boden, die Sitzhaltung aufrecht (damit man nicht noch einschläft), aber bequem. Schliessen Sie die Augen. Nun richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Atem. Einfach beobachten, wie es ein- und ausatmet. Vielleicht legen Sie die Hände auf den Bauch, dann spüren Sie, wie sich die Bauchdecke hebt und wieder legt. Verändern Sie nichts an der Atmung. Es gibt kein richtig oder falsch. Nur beobachten. Dann...kann es sein, dass Sie nach ein paar Atemzügen merken, Ihre Gedanken sind woanders. Dann nehmen Sie das einfach wahr. Ohne zu werten. "Aha...ich denke jetzt an dies...oder das."  Das ist in Ordnung. Lassen Sie den Gedanken oder das Gefühl, das Sie wahrnehmen, einfach wieder los und richten Ihre Aufmerksamkeit ganz sanft, liebevoll wieder zum Atem zurück.
Das ist eigentlich alles. Tun Sie das 10Min., später auch länger.  Sie werden merken, wie der Atem ganz von selbst ruhiger wird. Wenn Sie dann wollen, machen Sie die Augen auf, orientieren sich im Raum, recken und strecken Sie sich und beenden Sie die Übung.

Es ist sehr hilfreich, jemaden zu haben, der einen anleitet. Das kann sogar im Internet sein.
Hier ist ein guter LINK zu vier geführten Achtsamkeitsübungen. Beginnen Sie mit Teil 2 (im Sitzen).



2. Pflanzliche Hilfsmittel. Nebst dem Vermeiden von zuviel Kaffee, Alkohol, Süsses und Salziges (welche alle Einfluss auf das Nervenkostüm haben), können pflanzliches Mittel das Ganze unterstützen. Zu Omega3-Fischöl, Vitamin B-Komplexe und Johanniskraut habe ich ja bereits geschrieben. (Johanniskraut -wiewohl rezeptfrei erhätlich sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt genommen werden, da es mit anderen Medikamenten stark interagieren kann).
Auch Tee (Eisenkraut, Orangenblüten) können unseren Geist beruhigen. Das NEUESTE auf dem Markt scheint vielsprechend zu sein. Ein Lavendelölpräparat namens LASEA ist in Deutschland frei erhätlich und es gibt viele positive Berichte darüber. Den meisten hilft es, um gut zu schlafen.
Andere nehmen es tagsüber und berichten über eine beruhigende Wirkung. Die tritt in vollem Umfang erst ab ca. 2 Wochen ein. Also auch hier gilt, etwas Geduld haben.

3. Körperübungen: Leichter Sport tut immer gut. (Betonung auf LEICHT). Auch Yoga für ANFÄNGER kann entspannen. Mir halfen die simplen Anfängerübungen sehr!  Allerdings bin ich skeptisch, wenn es um die allzu spirituellen Aspekte des Yoga geht. Sie brauchen zur Zeit vor allem ERDUNG, d.h. handfestes KÖRPERGEFÜHL und weniger abstrakte Konzepte wie Chakren "Sonnengeflecht" etc., die "irreale" Ideen eher begünstigen. Das manchmal "Power-Yoga" genannte Anfängeryoga in den Fitnesscenters sind meist ganz in Ordnung. Keine abgehobene Konzepte und simple Übungen.
Ebenso gibt es im Buch "Gesund durch Mediation" von Jon Kabat Zinn  ein paar simple Körperübungen, die helfen vor allem morgens, etwas "auf Touren zu kommen."

4. Sich in etwas Positives, Freudiges vertiefen.  Hier kommen Sie persönlich ins Spiel. Gibt es etwas, in das Sie sich ganz besonders gut vertiefen können? Bei den einen ist es Musik, andere LESEN etwas Schönes, andere schaffen es in guten Gesprächen, ganz zu schweigen von Beziehung, Zärtlichkeit etc.   Sogar Computerspiele oder Gartenarbeiten ...was auch immer Sie innerlich SCHON NUR ETWAS beruhigt, sollten Sie bewusst anwenden und nicht zu knapp.  Ist man erstmals eine halbe Stunde in etwas vertieft, beruhigt sich der Gesamtzustand. UND...WICHTIG: jeder dieser ruhigeren Momente ist HEILSAM!  Er durchbricht nämlich diesen elenden Teufelskreis von Selbstbeobachtung-Angst-Stress-mehr Selbstbeobachtung etc.



Kommentare:

  1. Hallo Balz,

    ich bin froh, dass du diesen hilfreichen Beitrag verfasst hast und finde es toll wie du anderen Betroffenen damit hilfst. Mir persönlich hast Du mit all Deinen Ratschlägen schon sehr geholfen und ich sehe mich jetzt auch mehr als jemand, der das schlimmste überstanden hat und vielleicht anderen Betroffenen helfen kann.

    Vor allem würde ich Betroffenen gerne Mut machen, die erst vor kurzem feststellen mussten, dass "etwas mit ihnen nicht stimmt"...

    An dieser Stelle möchte ich nochmal das kleine deutschsprachige Buch zu dem Thema empfehlen. ("Depersonalisation und Derealisation" - Die Entfremdung überwinden....von Dr. Matthias Michal) ...Der Autor ist Oberarzt in einer Mainzer Uniklinik und bei ihm kann man sich auch zu einer SONDERSPRECHSTUNDE anmelden.

    und den Hollywood-Film: "NUMB - leicht daneben" kann ich auch empfehlen. Ist eine Komödie, aber behandelt "unser" Thema....

    Ansonsten habe ich in meiner Familie das oben erwähnte Buch zum lesen verteilt. Und meine Frau auch gebeten, es zu lesen. Es beruhigt mich jetzt, dass mir-nahestehende Menschen bescheid wissen.

    So war ich letzte Woche auf der Beerdigung von meinem Opa und war vorher schon sehr unruhig, weil ich nicht wusste, wie mich diese Stresssituation mitnehmen würde. Aber da meine eltern und geschwister bescheid wussten, war ich sehr entspannt und die ganze Beerdigung hat mich nicht beunruhigt.

    Also mein Tipp an alle Betroffenen:
    Befolgt die Ratschläge von Balz in diesem Blog (Ernährung, Bewegung, Medizin) und vertraut euch jemandem in eurem engen Umkreis an.
    Aber vor allem:

    LENKT EUCH AB! :)

    waldemar

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  2. hallo,
    ein Freund hat mich heute auf eine Therapieform aufmerksam gemacht, die ich hier mal erwähnt haben wollte. Es geht um LICHT. Ein Österreicher hat eine Therapieform entwickelt, mit der man Depressionen, Angststörungen und noch vieles anderes therapieren kann. Und es gibt wohl tolle Ergebnisse.

    mir wurde dieser Beitrag empfohlen:

    http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/clip/2248967-glueckslampe-1.3544094/

    und hier ist die Website von dem Erfinder/Entdecker:

    http://www.gesund-im-licht.at/die-hypnagoge-lichterfahrung/team.html


    ...mir persönlich geht es schon seit mehreren Wochen ganz gut. Die DR/DP ist wenn überhaupt, ganz schwach und wenn, dann morgens nach dem aufwachen. Mich würde aber SEHR interessieren, ob schon jemand von dieser Therapieform gehört hat, oder vor hat, es mal auszuprobieren.

    Sollte bei mir die DR/DP wieder stärker in Erscheinung treten, werde ich es ausprobieren und hier berichten.

    Gruß waldemar

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  3. depressionen sind stärker in der dunklen jahreszeit, das ist erwiesen.
    daher kann sonneneinstrahlung/licht tatsächlich sehr hilfreich sein.
    probiert habe ich es aber nicht.
    dave

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  4. Hallo Herr Balz ich habe in einem Buch gelesen das ein gesunder Schlaf-Wachryhtmus sehr wichtig bei DR/DP ist da Schlafmangel durch unregelmäßige Schlafgewohnheiten die DR/DP verstärken kann. Der Zeitpunkt des zu Bett gehens sollte täglich der selbe sein +/- 30 Minuten, sowie auch die Aufstehzeiten. Momentan versuche ich täglich um 0 Uhr ins Bett zu gehen und um 8 Uhr morgens wieder aufzustehen, davor bin ich öfter auch mal erst um 1-2 Uhr ins Bett gekommen und hatte dann nur 4-5 Stunden Schlaf. Trotz der Umstellung fühle ich mich morgens ziemlich belämmert und bin über den Tag immer noch sehr müde und träge. Wie lange dauert so eine Umstellungsphase des Körpers bzw. könnten Sie mir Tipps geben wie lange ein gesunder Schlaf dauern sollte oder wie man seine Aufsteh und zu Bett geh Zeiten legen sollte! mfg Basti

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  5. Wieviel Schlaf jemand braucht, ist sehr individuell und ändert sich mit zunehmendem Alter.
    Man sagt, 7 bis 8 Stunden seien so das Normale.
    Wichtig ist, die Einschlafphase gut vorzubereiten mit gewissen Ritualen, z.B. vor dem Zubettgehen beruhigenden Tee trinken, keine Zigaretten ein paar Stunden vor dem Schlafen (wer raucht), Alkohol meiden...und wenn, dann nicht übertreiben. Einfach alles, was beruhigt, ist schlaffördernd.

    Eine Umstellung kann länger dauern, ich weiss von Leuten, die chronisch übermüdet waren und erst nach ein, zwei Monaten merkten, dass sich mit besserem Schlafrhythmus auch tagsüber etwas verbessert punkto Energie und Wachsein.
    Mir halfen zum Einschlafen z.B. body-scan-übungen oder progressive Muskelentspannung.
    Und zum Aufstehen half, sofort aktiv zu werden, ev. leichten Sport treiben, da spürt man gleich den Körper.

    Also, alles Gute mit dem Schlaf-Wachrhythmus !
    Balz Ruch

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    1. Vielen Dank für ihre Antwort Herr Ruch. Ich hätte noch eine Frage. Gestern habe ich bis kurz vor dem einschlafen am Computer gespielt, als ich den PC ausmachte hatte ich das Gefühl das die DP 10x schlimmer war als sonst. Als ich mich ins Bett legte bekam ich eine Panikattacke mit schlimmer DR (Traumerleben, nicht wirklich sein). Ich glitt immer weiter hinein in die DR/DP, hatte Herzrasen. Schließlich beruhihgte ich mich indem ich eine Atemübung machte und versuchte mich nicht so auf die Gedanken zu fokussieren und an etwas anderes zu Denken, was mir nach paar minuten auch gelang! Ich wurde ruhiger und konnte schlafen. Ich habe jedes mal wenn ich am PC spiele danach das Gefühl das die DP schlimmer ist als vorher und bekomme oftsmals dann auch eine DR, also Traumerleben. Das paradoxe ist das mich das spielen am PC wirklich beruhigt, ich konzentriere mich auf das Spiel und die DR/DP rückt in den Hintergrund, manchmal vergesse ich die DR/DP sogar ganz. Danach jedoch kommt sie scheinbar verstärkt zurück. Außerdem würde mich noch Interessieren was sie vom Thema Alkohol und DR/DP halten. Seit dem ich unter DR/DP leide habe ich keinen einzigen Tropfen Alkohol getrunken was einem auch nicht immer leicht fällt wenn andere vor einem trinken. Kann man auch wenn man DR/DP hat Alkohol trinken oder raten sie davon ab weil es die Symptome verstärkt? Freue mich auf ihre antwort :-) Basti

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  6. Hallo, Basti

    dass das Spielen am PC beruhigt, zeigt, dass Sie die Scheibe jederzeit ganz vergessen können, wenn Sie sich auf etwas Positives fokussieren. Warum kommt die DR nachher zurück? Zum einen ist es logisch, dass lange am PC sein soviel heisst, wie, lange in der virtuellen Welt (d.h. in einer anderen "Welt") sich aufzuhalten. Man muss nachher ja wieder zurück in die normale Welt. Dieser Switch ist für ALLE immer speziell, auch für solche, die nie an DR litten.
    Zweitens: am Compi sein, das regt das Nervensystem sehr an, man weiss von Kindern, die -wenn sie zuviel gamen oder TV schauen, Mühe haben einzuschlafen, sich in der Schule zu konzentrieren etc. D.h. ich würde abends mich eher mit anderem ablenken, ein gutes Buch, eine seichte TV-Serie etc.
    Dass Sie trotz Angstanfall es geschafft haben, sich auf den Atem zu konzentrieren und sich so zu beruhigen, dass Sie einschlafen konnten, ist eine Meisterleistung!! Im Ernst, da kann man nur gratulieren. Sie haben erlebt, dass Sie das selber in den Griff bekommen. Das sollte Sie ermutigen.

    Alkohol...das ist ein spezielles Thema. DR hat ja mit Angst zu tun. Und klar, ein wenig Alkohol, beruhigt das zentrale Nervensystem, man wird gelassener....IM MOMENT.
    Nur: das dauert ja auch nicht lange an. Wenn man dann mehr oder zu viel trinkt, ist Alkohol für die DR total kontraproduktiv. Alkohol stört das Schlafverhalten und guter Schlaf ist enorm wichtig gegen die DR. Ein "Hangover" /Kater am Tag danach ist nicht nur körperlich übel, sondern fühlt sich ja genau so wie eine Scheibe an. Deshalb sage ich: grosse VORSICHT mit Alkohol. Wenn man darauf verzichten kann, umso besser. Wenn nicht, dann nicht mehr als ein, max. zwei Gläser Bier oder Wein. Vor allem aber, wenn Sie -wie ich damals- SSRI-Medikamente einnehmen sollten, dann ist klar, NULL Alkohol angesagt. Das fiel mir damals auch überhaupt nicht schwer, weil ich schon bald merkte, wie das SSRI meinen Serotoninspiegel und somit mein allgemeines seelisches Wohlbefinden positiv beeinflusste.
    Hoffe, Ihnen etwas weitergeholfen zu haben.
    Alles Gute weiterhin!
    Balz Ruch
    Ich würde also

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  7. Hallo....

    ich bin auf diese Seite gestossen und kann mich in einigen Dingen wieder finden.diese Scheibe von der hier geschrieben wird ist bei mir so gut wie weg.eigentlich tritt sie nur noch dann auf wenn ich mich stark darauf konzentriere.

    jetzt gerade habe ich wieder einen Rückfall und es nervt.weil ich merke das ich in alte Verhaltensmuster zurückfalle.

    ich erlebe die derealisation eher so das ich ein Gefühl von Fremdheit habe.ich betrachte z.b.ein Baum und dann läuft mein gedanklicher check ab und dann fühle ich die Fremdheit.und dann fang ich an das ganze analysieren.was wiederum.zu mehr Entfremdung und zu Angst bis hin zur Panik führt.

    auch wenn ich mich im Spiegel ansehen dann fühle ich mich fremd.dfiese fremde ist für mich das schlimmste und deswegen werd ich das auch nicht los.weil ich einfach Angst habe das zufühlen...aber wenn ich mich frage warum ich davor Angst habe,dann weiss ich es auch nicht...bekloppt oder.

    ich habe Dr/Dp im August 3 Jahre.mal geht es gut und mal schlecht.richtig schlecht aber so 1 mal im Jahr.ich höre einfach nicht auf diesen inneren Test durchzufuhren ...und deswegen erhalte ich es am leben.manchmal denke ich auch wie soll ich das los werden.ein.leben ohne das was mach ich dann.kann das jemand verstehen.es wäre es schon ein teil von mir von dem.ich mich nicht lösen kann obwohl och das nicht will.

    eine vethaltenstherapie habe ich schon gemacht.diese endete mit meiner Schwangerschaft.ich habe gelernt das msn die gedankenketten durch etwas positives ersetzen soll ...das geht ja noch.aber diese inne selbsttest,diese Kontrolle das wurde mir nicht erklärt, in meinem speziellen.Fall.

    nunja. jetzt bin ich am überlegen ob ich die Therapie wieder aufnehmen soll.ich will das nicht mehr ich möchte wieder ein normales leben und eine gute Mutter sein.

    LG

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  8. Hallo, Anonym

    dass die Scheibe bei Ihnen kommt und geht, ist eigentlich ein sehr gutes Zeichen. Dass Sie die Scheibe/DR durch Beobachtung selbst herbeiführen können, kann man auch umgekehrt verstehen: SIE haben die Scheibe im Griff und nicht umgekehrt. Mein Therapeut sagte damals zu genau diesem Phänomen, ich könne es ja genau positiv sehen.
    Kämpfen Sie also gar nicht dagegen an, betrachten Sie die DR nicht als Ihren Feind. Wenn Sie sie beobachten wollen und sie kommt, dann ist das so. Je weniger schlimm Sie das finden, umso eher verflüchtigt sie sich.
    Die Therapie wieder aufnehmen, kann durchaus sinnvoll sein. Ich weiss nicht, wie der Therapeut arbeitet, aber schaden kann es nicht. Übrigens halfen mir (wie in genau diesem Post beschrieben) regelmässige Achtsamkeitsübungen genau bei dieser Frage. Dabei nimmt man einfach wahr, was in einem vorgeht, ohne es zu bewerten. Dadurch merkt man, wie Gedanken (auch die der Selbstbeobachtung) kommen und gehen. Je gelassener man damit umgeht, desto besser. Dann kann man sie tatsächlich auch wieder gehen lassen.
    Diese innere Kontrolle, die Sie beschreiben, ist ja auch eine Art Gedankenkette oder Gedankenzwang. Den kann man in der Verhaltenstherapie auch unterbrechen lernen. Das braucht etwas Übung (wie jedes Lernen). Aber man ist erstaunt, wie schnell unser Gehirn lernen kann.
    In diesem Sinne
    alles Gute!
    Balz Ruch

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  9. hallo herr ruch

    erstmal vielen dank für die schnelle Antwort.es gab mal Zeiten da hab ich diese Scheibe so stark gefühlt das auf die merkwürdigsten Gedanken Käm aber als ich die Gedanken im griff hatte und leibe Angst vor den Gedanken hatte ging auch diese Scheibe weg.

    wiegesagt nicht plagt eher die fremde.weil dieses Gefühl mein sein komplett in frage stellt.ich sehe andere Menschen und der Mensch an sich ist mir fremd.ich weiss natürlich das es falsch und versuche mit grübeln dagegen anzukämpfen und das verstärkt das Gefühl logischer weise.

    ich habe nur viele berichte vin betroffenen durchlesen alle beschreiben das gleiche,aber das wovor man am meisten Angst hat,da beschäftigt man sich mit.bei einem die unwirklichkeit als Bilder...bin ich real oder nicht...und dann diese Scheibe...man sie spuren,dich sie ist nicht da.als hätte man eine wand vorm kopf.oder aber diese fremde....ist das komisch.

    schon verblüffend.die Ironie an dem ganzen ist das man es selbst in der hand hat.ich hatte bei meiner ersten Panik Attacke Todesangst gespürt.für mich war klar ich sterbe jetzt.mwn leben zog an mir vorbei.naja aufjedenfall hatte ich Angst vor mir weil ich total unsicher war und hab natürlich immer auf der lauer gelegen in ich um mich herum irgendwelche Auslöser finden kann.

    deswegen vermute ich das ich das bekommen habe.es hat au h lange gedauert bis ich einen guten Therapeuten fand.wäre ich gleich zu ihm gekommen dann wäre es vermutlich nicht ganz so schlimm ausgegangen.der weg ist so einfach aber doch so schwer.man kämpft gegen sich,aber genau das sollte ja wiederum einfach sein,weil ich ich bin und ich MEIN Problem lösen kann.

    man kennt es eigentlich immer so das Problem was handfestes sind und wenn ich sie bereinige ob das Problem nun ein anderer Mensch oder eine Sache an sich ist ....wir können es abstellen und weg ist es.hier irgendwie auch....aber man muss Ausdauer haben und darf nicht immer einknicken und zum Angst Hasen mutieren wenn es mal nicht so gut läuft:-)

    wie heisst es so schön ....gut ding will Weile haben.ich hoffe es gelingt......
    LG

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  10. Hallo Herr Ruch kann Einsamkeit bzw. die Angst vorm alleine sein ein möglicher Grund für DR/DP sein?

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  11. Das kann sie, ja. Jede Art von Angst kann -wenn sie zu lange andauert- DR/DP zur Folge haben. Denn die "Scheibe" ist ja eigentlich ein natürliches Schutzprogramm, das unser Geist einschaltet, wenn es ihm zu viel wird. Daher ist es wichtig, sich mit den möglichen Auslösern, d.h. Ängsten etc. auseinander zu setzen, am besten mit einem Profi.
    Alles Gute!
    B. Ruch

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  12. Danke Herr Ruch, abschließend würde ich Sie noch gerne Fragen was aus ihrem Hörbuch geworden ist das Sie mal in Planung hatten? Ich würde mich persönlich sehr darüber freuen wenn sie sich eines Tages dazu entschließen eines herauszubringen, ich würde es aufjedenfall kaufen und einige andere sicher auch!

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  13. Ich bin technisch/computermässig nicht so versiert (wie man wohl an der Gestaltung dieses Blogs sehen kann), daher wird das schwierig. Ich bin aber mit jemandem im Gespräch, der das besser versteht. Vielleicht klappt das ja irgendwann. Ich würde es natürlich posten.
    Viele Grüsse
    B. Ruch

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  14. Hallo ich will auch fragen... kann derealisation auch ganz weggehen das sie niewieder da ist weil sonst würde diese "natur" doch vielen zum verhängnis ich hatte das auch mal als ich13 war ist weggegangen jez bin ich 17 kurz vorm 18 werden hab es jetzt seit 4 monaten die mir wie jahre vorkommen und kann mir sowas eigendlich nicht leisten hab eh probleme mit der schule gehabt wollte sie nachholen und jez hab ich sowas wieder und da jez zum 2 mal inmeinem leben hab ich sorge das ich das nie losbekomm also so richtig los. So das es wegBLEIBT
    Und ich hab kein bock mein leben so zu verbringen das ich bei jedem bisschen stress sowas wieder auftaucht :( wenn sie mir helfen können wäre ich ihnen sehr dankbar

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  15. Oder kann ich sowas wie eine To-Do-Liste von ihnen bekommen das ich mich einfach dran halte?

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  16. Hallo Selina
    da es schon mal mit 13 von alleine wegging zeigt, dass Sie jederzeit wieder frei sein können. Im Moment scheint sie etwas zu belasten (vielleicht die Schule oder so), dann tritt das halt auf. Wichtig ist also, die Gesamtbelastun(den Stress) herunter zu fahren. Vielleicht hilft es, mit jemandem über die Situation zu reden (je nachdem sogar ein Profi).
    In der Zwischenzeit hilft die To-Do-Liste:
    -Die DR nicht bekämpfen, sondern sie zulassen.
    -Sie ist nur eine Schutzfunktion und ist nicht gefährlich, so seltsam sie sich auch anfühlt manchmal.
    -Sie werden feststellen, dass die DR nicht immer gleich stark ist. Wenn Sie relaxt sind oder gut drauf oder einen interessanten Film sehen etc. ist sie oft sehr schwach bis weg.
    -Deshalb hilft alles, was innerlich beruhigt:
    SPORT! (für die einen Schwimmen für die anderen etwas anderes)
    Gesund essen (siehe Blogpost mit den wichtigen Essenstipps)
    Gut und regelmässig schlafen
    Mit Leuten reden
    Musik hören auf dem Ipod
    Lesen...Schreiben
    d.h. alles, was einem hilft, sich auf ETWAS zu konzentrieren. Wenn man 15min. durchhält beginnt die Scheibe sich abzuschwächen. (Mir halfen Gartenarbeiten...z.B.)

    Mein Eindruck ist, dass DR viel mit Aufmerksamkeit und Konzentration zu tun hat. Man konzentriert sich dann darauf, sich selber zu beobachten ("Bin ich jetzt da oder träume ich?" etc.). Der Weg hinaus ist genau dasselbe umgekehrt (z.B. "Ob ich jetzt DR hab oder nicht, egal, ich WILL jetzt dieses Buch lesen und fertig. Ich spiele jetzt dieses Videogame, weil ich will...ich schwimme jetzt und konzentrier mich auf die Bewegungen)etc. etc.

    Was mir in ganz akuten Situationen extrem half, waren Gleichgewichtsübungen. Bitte nicht lachen...Mich auf einem Bein stehend zu rasieren oder die Zähne zu putzen oder sonst etwas zu tun. Mann kann nicht gleichzeitig derealisiert sein und das Gleichgewicht suchen, diese Übung ZWANG mich richtig ins hier und jetzt zurück.

    Was auch hilft, ist die Übung "sich orientieren". Man schaut sich um und benennt alles was man sieht. Am besten (wenn es geht) laut: "Ich sehe einen roten Teppich. Der Rand ist schwarz. etc."
    Man kriegt so ein Gefühl fürs HIER und JETZT zurück.

    Hoffe, das sind ein paar Tipps, die Sie brauchen können.
    Alles Gute!
    Balz Ruch

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  17. Herr Ruch, ist das normal, dass man sich beim ausdauersport mehr derealisiert fühlt?
    Mfg Hasan

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    1. Hallo, Hasan
      das ist unterschiedlich. Ich kenne beides. Beim Rennen draussen fühlte ich mich mehr derealisiert. Beim Steppen/Rennen im Fitnessstudio fühlte ich mich nachher viel mehr präsent und weniger derealisiert.
      Vielleicht hat es mit der Umgebung zu tun und wie wohl dass man sich fühlt.
      Gruss
      B. Ruch

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  18. Vielen Dank für die Tipps die helfen wirklich :)) aber das Problem ist immer noch ich muss nur einmal nix tun (was ich eigendlich sehr gerne mach einfach relaxen) und ich habs schon wieder am Hals ich kanns iwie einfach nicht als ein Teil von mir akzeptieren :( heißt das jetzt das ich mein ganzes leben damit kämpfen muss? Ich will ja nicht nur lösungen für den Moment sondern für immer auch das ich mal Stress haben kann weil ich mein das fühlt sich ja an als ob ich ein alter Mann bin ich mein alte Leute können ja auch kein Stress vertragen und brechen direkt zusammen (das soll nicht heißen das ich immer zusammenbrech bei Stress nur das der Mist stärker wird) :(

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  19. Ah und nochwas... ist das normal das man in so einer Phase nicht mehr zuordnen kann wann ´man was gemacht hat z.B Ich fahr heute Rad am nächsten Tag jogge ich und am dritten Tag sitz ich da und frage mich bin ich gestern Fahrrad gefahren und vorgestern gejoggt oder gestern gejoggt und vorgestern Fahrrad gefahren? Sowas.. ode nochwas härteres ich frage halt immer meine Freundin wann was war und einmal wars so das ich halt diese frage von oben ihr gestellt hab und sie sagte dann so: " Schatzii das mit dem Fahrrad war letzte Woche und gejoggt haben wir heute" also mal wirklich ?! ich mein das mit das wir letzte woche fahrad gefahren sind kann ich verstehen aber das ich sachen die ich heute gemacht hab nicht mehr auf die reihe bekomm dann weiß ich auch nicht mehr... Ok dann vielen Dank erstmal Ihnen ich hoffe sie sind und bleiben gesund :)

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  20. Hallo Selina

    zuerst zum zweiten: ja, in so einer Phase können Erinnerungen scheinbar leicht durcheinander geraten. Allerdings ist es so, dass viele Leute OHNE DR dies auch haben, nur bewerten sie es nicht, d.h. es fällt ihnen nicht so negativ auf. DR ist eine Folge der Angst, d.h. in dieser Phase bewertet man alles zu ängstlich und es scheint wichtiger, als es wirklich ist.

    Dann zur ersten Frage: Der Gedanke, dass Sie Ihr ganzes Leben mit DR kämpfen müssen, ist auch ein falscher Gedanke, d.h. ein Angst-Gedanke. Sie müssen und werden das nämlich nicht. Das ist eine Phase aus der Sie wieder heraus kommen werden. Es gelingt Ihnen ja jetzt schon phasenweise wieder sich besser zu fühlen. Diese positiven Momente können Sie weiter pflegen.
    Und mit dem nix-Tun ist es so eine Sache. Man tut im Geist ja immer etwas, d.h. man denkt an etwas. Hier gilt es, sich mit positiven Sachen zu beschäftigen, zu lesen, telefonieren, reden etc.
    Wenigstens vorübergehend.
    Alles Gute!
    Balz Ruch

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  21. Ah okay vielen dank jetzt verstehe ich das haben sie wirklich vielen dank und ich finde es echt toll von ihnen das sie sich diesem Thema zuwenden weil wie sie ja gesagt haben ist das einem der betroffen war sein gutes recht dem Thema abzuwenden sie sind toll doppel Daumen hoch ;)

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  22. Hallo Herr Ruch ich hab jetzt einen Termin bei meinem neuen Psychologen gehabt und es ist das alte Spiel, wieder nur 5 minuten drin gewesen und danach Überweisung zum MRT! Ich würde so gerne mal mit einem Arzt darüber sprechen was ich habe und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, aber in der kurzen Zeit ist das nicht möglich! :-( Ich kann verstehen das die Ärzte kaum Zeit haben, aber wie soll ich eine adequate Behandlung bekommen wenn das alles so schnell geht, ich bin verzweifelt! Ich hoffe das ich es dieses mal zumindest schaffe in eine Psychotherapie zu kommen.

    Wie lief das bei Ihnen ab mit den Ärzten, haben Sie sich Zeit für sie genommen oder hat es auch lange gedauert bis sie einen gute Arzt gefunden haben? Sollte ich mir selber einen Psychotherapie Platz suchen und wenn ja was für eine Therapie würden sie mir empfehlen?

    mfg Basti

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  23. Hallo, Basti

    in der Schweiz kann man ganz einfach einen Psychologen finden. Allerdings werden die nicht vn der Krankenkasse übernommen. Daher suchte ich (normal im Branchenbuch) einen Psychiater. Der ist auch immer auch Arzt, darf Medikamente verschreiben etc. Eine Sitzung ging immer eine Stunde.
    An Ihrer Stelle würde ich nach einem Psychiater Ausschau halten, der z.B. in Verhaltenstherapie oder kognitiver Therapie geschult ist, ebenso kann Existenzanalyse wirksam sein oder jemand, der sich in der Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen auskennt. Zuerst mal anrufen und fragen, welche Therapieform er durchführt. Und abklären, ob die Krankenkasse das übernimmt.

    Was ich absolut nicht empfehle, ist alles was esoterisch daher kommt, Cranio-sacral-Dinger, asiatische Medizin etc. Hab damit nur mein Geld zum Fenster rausgeschmissen. Es soll wirklich ein Dr. med. Psychiater sein.

    Also, viel Glück beim Suchen!

    Viele Grüsse
    B. Ruch

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  24. Hallo Basti,

    ich würde Dir empfehlen den Dr. Matthias Michal anzurufen. Er bietet eine SONDERSPRECHSTUNDE an. Ich persönlich war noch nicht bei ihm, aber kurz telefoniert hatte ich mit ihm.
    Er ist Chefarzt an der Mainzer Uniklinik, sehr nett und ist der einzige der diese Sondersprechstunde anbietet. Am Telefon wird er dir kurz erklären wie du am besten vorgehst...

    Er hat auch ein Buch geschrieben: "Depersonalisation und Derealisation" - Die Entfremdung überwinden....von Dr. Matthias Michal

    google einfach mal nach ihm...


    Ich wünschte, ich hätte diesen Dr. und sein Buch schon vor 2 Jahren kennengelernt. Denn die ersten Monate bin ich von Arzt zu Arzt und Notaufnahme zu Notaufnahme gelaufen...

    Solltest du in Berlin wohnen, kann ich dir auch eine gute Therapeutin empfehlen. Sie arbeitet auch nicht mit Wartelisten, so dass du kurzfristig einen Termin bekommst. Ich hatte bei ihr 25 Stunden. Sie ist keine Spezialistin für DR/DP aber für Angstststörungen.
    Diese Dame hat mir sehr geholfen!!!!

    Viele Grüße und alles Gute

    waldemar

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    1. Hallo Waldemar, vielen dank das du dich bei mir meldest. Das Buch von Herrn Dr. Michal kenne ich, hab es selber zu hause liegen und durchgelesen, leider etwas kurz aber super, er gibt dort gute Tipps und man lernt viel über die Krankheit, es ist sehr lesenswert für jeden der an DR/DP leidet kann man es nur empfehlen. Das Buch & diese Seite von Herrn Ruch haben mir bisher am meisten gegen die DR/DP geholfen, daher auch nochmals ein dank an Sie Herr Ruch!

      Ich habe auch schon überlegt mit Herrn Dr. Michal Kontakt aufzunehmen, ich hatte aber gehofft das ich in meiner Stadt Hilfe finden werde. Leider lief es bisher sehr ernüchternd ab wie du sicherlich gelesen hast. Du hast ja auch eine lange Suche hinter dir, aber es freut mich zu hören das du eine gute Therapeutin gefunden hast. Ich komme leider nicht aus Berlin sonst hätte ich dein Angebot sofort wahrgenommen. Ich werde so wie ich es geschrieben habe jetzt erstmal abwarten was der Psychologe mit mir vorhat da die Termine in naher Zukunft anstehen, sollte das ganze wieder im Sande verlaufen werde ich unverzüglich mit Herrn Dr. Michal Kontakt aufnehmen. Ich wäre auch bereit für eine Sprechstunde nach Mainz zu fahren. Er ist leider der einzigste Arzt in Deutschland der sich wirklich mit DR/DP auskennt und damit Beschäfftigt. Da du so eine gute Erfahrung mit dem telefonat mit ihm gemacht hast werde ich diesen Schritt auch machen. Kannst du mir sagen wann er am besten zu erreichen ist und hat er dir vielleicht auch gesagt wann man eine Sprechstunde bei ihm nehmen kann?

      Ich würde mich sehr freuen wenn du mir noch einmal schreibst vielen dank Waldemar, mfg Basti

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    2. Servus Basti...

      er hat eine Sekretärin oder Ähnliches... die dich dann mit ihm verbindet... Du kannst also nicht stören. Ruf einfach an...

      Er hatte mir einen Termin in ca. 6 Wochen angeboten gehabt. Ich wollte auch unbedingt hin, aber musste dann selber absagen, da ich vor kurzem Papa geworden bin und der Termin wäre in der Zeit gewesen, als meine Tochter zur Welt kam. Da wollte ich kein Risiko eingehen... und so lange meine hochschwangere Frau alleine lassen. :)

      Er war freundlich und bat mich wieder anzurufen, wenn die Kleine geboren und wohl auf ist... Das ist nun der Fall! ...jetzt geht's mir aber gerade so gut, dass ich kaum an die DR/DP denke... Deswegen werde ich sicher erst beim nächsten Schub einen Termin ausmachen. :)

      Viele Grüße

      Waldemar

      p.s. : hast du dir schon den Film "Numb" angeschaut? Wird dir gefallen...

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    3. Vielen Dank Waldemar, ich werde in nächster Zeit mal ein Telefonat mit ihm führen, den Film Numb habe ich übrigens schon gesehen sehr unterhaltsam. Der Regiseur (Harris Goldberg) hat auch an DR/DP gelitten und seine Erfahrungen im Film eingebracht. Heute ist er geheilt!!!!

      Basti

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    4. Hallo an alle hier. Dieser Blog hat mir sehr geholfen. Ich lese seit geraumer Zeit hier mit und fühle mich im Anschluss meist deutlich besser.
      @Waldemar: Könntest du mir die Kontaktdaten der Therapeutin zukommen lassen. Ich bin auf der Suche nach einem Therapieplatz im Großraum Berlin. Habe es schon bei "therapeut-berlin.de" versucht. Die nehmen aber scheinbar niemanden mehr auf.
      Gruß Markus

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  25. Hallo Herr Ruch, danke für die super schnelle Antwort!

    Ich werde jetzt erstmal den MRT Termin wahrnehmen und danach den Termin beim Psychologen, die zum Glück sehr zeitnah anliegen, und schauen was er beim nächsten Termin mit mir vorhat. Als nachtrag möchte ich noch sagen das auch dieser scheinbar noch nie etwas von DR/DP gehört hat. Ich werde ihm sagen das ich gerne in eine Psychotherapie möchte, aber ich vermute mal das er wie der andere Arzt auch nur irgend ein Medikament verschreibt und mich dann wieder ins ungewisse entlässt. Die Erfahrung hab ich schonmal gemacht und ich war echt enttäuscht.

    Sollte das der Fall sein werde ich mich selber um einen Psychiater und einen Therapieplatz kümmern und dabei berücksichtigen was sie mir Empfohlen haben. So wie ich das verstanden habe ist der Psychiater ja derjenige der einen wirklich Therapiert und der Psychologe nur jemand der die Erkrankung feststellt. Letzens habe ich mich bei einer Psychaterin gemeldet um dort einen Termin zu machen, aber die Wartezeit betrug 1 Jahr! so das daraus leider nichts wurde. Ich hoffe das keine endlose Odyssee beginnt auf der Suche nach einem Therapieplatz. Das schlimmste an der ganzen Situation ist das sich meine DR/DP dadurch verschlimmert hat, dabei würde mir eine Therapie bei der ich über meine Probleme sprechen kann wirklich helfen.

    Ich hoffe das alles gut geht. mfg Basti

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  26. Antworten
    1. Hallo Wadim, ich weiß genau wie du dich fühlst! Mir geht es momentan auch echt bescheiden und so wie uns beiden geht es einigen, du bist nicht alleine vielleicht hilft dir das ja ein wenig. Gib die Hoffnung nicht auf es wird wieder Berg auf gehen.

      Wünsche dir das es dir bald wieder besser geht, mfg Basti

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    2. Hallo Vadim,

      deinem Namen nach zu urteilen haben wir beide dieselbe Geschichte... In Russland geboren und hier aufgewachsen... stimmt?

      Deine 5 Worte erinnern mich sehr stark an einige Momente in den letzten 2 Jahren, wo ich einfach dachte: DASS NUN JEDEN MOMENT ALLES VORBEI IST!! UND ICH DIESE WELT VERLASSE!! EINFACH NUR VERRÜCKT WERDE !!!! ...am Anfang war es SEHR schlimm... Später dann, als ich schon so langsam rausgefunden hatte was mit mir los ist (auch dank dieses Forums hier) war es auch noch schlimm, aber nun hatte ich wenigstens immer im Hinterkopf, "Du bist nicht alleine! Viele haben das auch! und alle leben noch!"

      ehrlicher weise muss ich auch sagen, dass meine Gedanken manchmal waren: "Vielleicht irren sich alle und ich habe doch etwas ganz anderes und werde nun tatsächlich sterben oder verrückt werden" mit solchen Gedanken habe ich mich OFT beschäftigt...

      Nach nun 2 Jahren seit meine ersten Attacke kann aber sagen: " ich bin immer noch da! physisch bin ich kerngesund! und an den meißten Tagen geht es mir gut!" ... rückwirkend sind meine letzten 2 Jahre (abgesehen von DR/DP) gut gelaufen. Ich habe geheiratet, bin zum ersten mal papa geworden und habe ein Unternehmen gegründet. Also trotz aller meiner Befürchtungen, bin ich nicht verrückt geworden!!!

      Das soll dir zeigen, dass du nicht alleine bist, dass es einen Weg gibt und dass bessere Zeiten kommen werden!!!!

      Dieses Forum ist SUPER, hier stehen sehr viele hilfreich Tipps! Es sind mittlerweile so viele geworden und damit etwas unübersichtlich. Ich schreibe hier nochmal für dich meinen Weg in kurzform auf. Also, was ich unternommen habe, damit es mir heute DEUTLICH besser geht:

      - Ernährung ist rein vegetarisch
      - Habe Verhaltenstherapie zu Angststörung gemacht
      - Habe mich bei "Autogenes Training" angemeldet gehabt
      - Habe mich meiner Familie und Frau anvertraut
      - Dieses komplette Forum mehrfach durchgelesen :) (es hilft immer in den Momenten wo es wieder schlimm ist, wegen der Ablenkung)
      - Trinke viel...
      - Keine Drogen mehr (habe davor regelmäßig cannabis geraucht) und kaum noch Alkohol. (max. 1 Bier pro Abend... und max. 10 Bier pro Monat)
      - Nehme jeden Morgen eine Tablette (Johanneskraut- Laif900) deutlich mehr Antrieb was zu machen...
      - Habe immer ein paar TAVOR Tabletten bei mir. für den Notfall!!! Sie sind angstlösend und helfen mir die Angst runterzufahren. Nehme sie wenn es mal schlimm ist und dann nur eine halbe! Das hat bisher immer gut geklappt, sind aber verschreibungspflichtig. Seit Nov.2012 habe ich sie und seitdem insgesamt ca. 7-8 mal genutzt.

      Also, du kannst ein meinem Beispiel sehen: MAN KANN WAS MACHEN! und es wird besser!

      Gerne beantworte ich dir Fragen! oder erzähle noch mehr, was du wissen willst... aber ziehe dich nicht zurück sonder lenke dich ab! mache einen Spaziergang oder ähnliches... ich habe auch teilweise einfach TV geschaut.. wichtig war einfach: Die Gedanken/Aufmerksamkeit auf was anderes zu lenken !!!!

      Alles Gute

      waldemar (wolodja)

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  27. Hallo Wadim,
    ich kenne (und ganz viele)kennen dieses Gefühl, dass man sich fragt, wie lange soll das noch so gehen?
    Aber: Nicht die Hoffnumg aufgeben! Es gibt wirklich Methoden, die DR zuerst erträglich zu machen und mit der Zeit sogar ganz loszuwerden.

    ein gutes Deutsches Buch ist:
    http://www.amazon.de/Depersonalisation-Derealisation-Entfremdung-%C3%BCberwinden-Hilfe/dp/3170221701/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1371036334&sr=8-1&keywords=derealisation

    falls Sie gut Englisch können, empfehle ich dieses tolle Buch:
    http://www.amazon.de/Overcoming-Depersonalization-Feelings-Unreality-Anthony/dp/1845295544/ref=sr_1_1?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1371036535&sr=1-1&keywords=overcoming+feelings+of

    Alles Gute!
    B. Ruch

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  28. magnesium mit calcium sind sehr gut/wichtig für die nerven. auch vitamin B6, B11, B12 und omega3-öle.

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  29. Wie stelle ich den fest das ich DR. habe. Muss das nich ein Psychologe feststellen.

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  30. Bin ich vielleicht nur übermüdet. Ich habe heute 13st. Geschlafen.

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    1. Übermüdung kann zu DR/DP führen, wenn du die Symptome schon länger hast kann es sein das sich die DR/DP chronifiziert hat. 13 Stunden schlaf ist auch nicht gesund, versuche besser einen geregelten schlafwachrhytmus aufzubauen. Vielleicht hast du aufgrund von Schlafmangel eine DR/DP Phase, die kann so denke ich auch wieder so schnell verschwinden wie sie kam.

      Viel Glück Basti

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  31. ÜUbermüdung fühlt sich manchmal auch so an. Wenn mann nicht wach wird. Deshalb sagt auch Herr Ruch das regelmässige Schlafenszeiten wichtig sind.

    Bert

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  32. Hi! Eine wirklich extrem Hilfreiche Seite! Respekt! Habe das erste mal das weinen anfangen müssen als ich gelesen habe wie die DR DP funktioniert. Habe mittlerweile das schlimmste überwunden. Die "Flut" ist vorüber. Jetz muss nur noch aufgeräumt werden :) wollte fragen wie es bei euch mit den Gefühlen ist. Z.b mit weihnachtsgefühlen, bei schönem wetter früh aufzustehen wenn die Vögel zwitschern usw... Also alltägliche Gefühle. Mir kommt es so vor als ob diese extrem abgeschwächt bis gar nicht mehr vorhanden sind. Früher bevor ich DR DP hatte waren die Gefühle intensiver. Geht es euch auch so?? Komischerweise sind Angst oder Wut oder Trauergefühle voll da. Grüsse Georg :)

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    1. Wut, Trauer und Angst nehme ich denke ich genauso wahr wie davor und auch andere Gefühle meine ich haben sich zumindest nicht großartig verändert, ich kann mich aber auch täuschen jedenfalls nehme ich nichts verändert wahr.

      Was sich jedoch total verändert hat ist das ich nichts mehr unbeschwert erleben oder genießen kann da ich immer an die DR/DP denken muss. Es fehlt mir einfach mich fallen zu lassen und zu entspannen und mal nicht dran denken zu müssen. Diese Unbeschwertheit fehlt mir sehr!!!

      Basti

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  33. Leute ich mal eine Frage. . Was ist mit der Heilung. Das wollen bestimmt einige von euch wissen. Ich habe bis jetzt noch nichts positives gelesen oder gehört. Ich will damit niemanden runter machen. Was meint ihr. . Mann List und List...

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    1. Das habe ich mich auch schon sehr häufig gefragt! Ein Beispiel ist der Ersteller des Blogs Herr Ruch der die Krankheit überwunden hat, aber am besten fragst du ihn mal selber.

      Ich denke das Problem das man überwiegend nur negatives im Internet über DR/DP liest hängt damit zusammen das die Leute die Geheilt sind sich nicht mehr großartig mit der Krankheit beschäfftigen, darum liest man auch kaum Erfahrungsberichte von Geheilten oder Wege die zur Heilung führen können. Ehrlich gesagt ist dieser Blog hier auch so das einzig Positive was ich bisher im Internet zu DR/DP gefunden habe. Der andere Teil sind die Leute die neu an DR/DP erkrankt sind und Hilfe im Internet suchen. Diese schreiben dann natürlich sehr negativ über ihre Erfahrungen, klar Sie haben Angst und sind verunsichert was mit ihnen passiert, das kann denke ich jeder von uns hier nachvollziehen! Dadurch hat man den FALSCHEN Eindruck das DR/DP unheilbar ist, aber das Stimmt NICHT!!!

      Du hast aber auch schon unbewußt einen großen Schritt Richtung Heilung gemacht, du weißt nämlich das du an DR/DP leidest und damit bist du vielen anderen weit vorraus. Ich habe Anfangs gedacht ich bin der einzige auf der Welt der solche Symptome kennt, du kannst dir vorstellen wie schlimm solche Gedanken sind und wie Sie einen auffressen. Als ich dann herausgefunden habe das ich Krank bin und was ich habe ist mir sozusagen ein Stein vom Herzen gefallen, ich bin damit nicht alleine und es gibt Hoffnung.

      mfg Basti

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    2. Es ist so, dass man schon auch positive Berichte und Heilungserfahrungen lesen kann, aber die sind praktisch alle auf Englisch. z.B. dieses Forum hier:


      http://www.dpselfhelp.com/forum/index.php?/forum/26-on-the-road-to-recovery/

      Oder von einem ehemalig Betroffenen gibt es sogar ein ganzes
      E-Book (halt auf Englisch):

      http://www.dpmanual.com/

      ein paar kurze Kapitel sind sogar auf Youtube:
      http://www.youtube.com/user/dpmanual?feature=watch

      Im deutschen Sprachraum schreiben halt viel weniger Leute.

      Alles Gute!
      B. Ruch

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  34. Ich möchte hier einmal ein Zitat aus dem Buch DP und DR Die Entfremdung überwinden von Dr.Michal zitieren, ursprünglich ist es von Schilder:

    „Wir stoßen auf die paradoxe Tatsache, dass wir um so mehr ICH selbst sind, je rückhaltloser wir uns den Gegenständen zuwenden und in ihnen aufgehen. Wir sind dann am meisten ICH, wenn wir dem ICH und seinen Handlungen unsere Aufmerksamkeit nicht zuwenden.“

    Ich finde mich selber in diesem Zitat wieder und mich würde es Interessieren ob es hier jemanden ähnlich geht?

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    1. Das Zittat ist genau so richtig! Letzten Samstag war ich am morgen noch voll bedeppert mit der Entfremdung und DR-Gefühl, dann spielte ich Fussball.Eine ganze stunde lang ..ich war plötzlich voll wach und present, dachte keine Sekunde lang an die Entfremdung -nur an den nächsten ANgriff. Ich schoss vier Tore. Danach aufm Rad aufm Weg nach Hause merkte ich, dass ich ja eine volle Stunde lang voll present gewesen war! Und dann begann ich mich zu Fragen ob ich jetzt wieder immer voll wieder da bin oder nicht usw. und klar, ihr wisst, was das Ergebnis dieser Fragerei war. Aber immerhin eine volle Stunde presenz! Heute gings wieder viel besser. Jeder Tag ist anders.
      Mischa

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  35. @ basti: ich kenne das Gefühl ständig an die DR zu denken. Da liegt auch schon das Problem weil man sie nicht vergessen kann und ständig dran denken muss. Das Unbeschwerte fehlt total wie du schon sagtest.

    @ wadim: die geheilten Menschen wollen sich damit nicht mehr auseinander setzen. Deswegen hört und liest man so wenig darüber. Es sind die Betroffenen die darüber diskutieren.

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  36. @ basti: tolles Zitat. Das auf mich auch zutrifft. Aber da ist ja das schwierige. Die Aufmerksamkeit nicht städig auf sich selbst gerichtet zu haben.

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    1. Hallo Georg, bei mir ist es oft so das ich etwas tuhe, ganz banale Dinge wie z.B. Fernsehen oder Essen :-), und ich irgendwann total abschalte oder mir andere wichtigere Dinge im Kopf rumschwirren als DR/DP. In diesen Momenten denke ich nicht über die DR/DP nach und bewerte die Situationen nicht danach ob ich DR/DP habe oder wie Stark die Symptome sind etc., die DR/DP ist weg und ich bin quasi "Geheilt" dann aber stelle ich irgendwann fest das ich grade nicht an DR/DP Gedacht habe, keine DR/DP Symptome da waren ich fange an die Situation zu bewerten mich zu beobachten und da ist der alte Wegbegleiter auch schon wieder. :-) Es klingt so einfach, die DR/DP vergessen in dem man die ständige Selbstbeobachtung durchbricht, aber es ist so schwer. Für mich ist es als ob ich die Tür zur Heilung vor mir sehe, aber ich kann einfach nicht durchgehen. Basti

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  37. was heist das wenn sich eine DR/DP Chronifiziert? Heißt das dann kein entkommen mehr von der "Krankheit"?

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    1. Hallo Selina, bei mir ist es so das der erste Gedanke den ich morgens wen ich aufstehe habe und der letzte Gedanke Abends wenn ich schlafen gehe DR/DP ist, dazwischen ist die DR/DP auch so gut wie immer da. :-) Ich kann mich nicht oder nur sehr schwer aus diesem Teufelskreis der Selbstbeobachtung und der DR/DP Symptome lösen, das meinte ich mit chronifiziert. Manche haben DR/DP nur Episodisch, also nur ab und zu wenn sie z.B. unter starkem Stress stehen, andere so wie ich haben es 24 Stunden 7 Tage die Woche, chronisch.

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  38. Nein. Es heisst, dass man selber zu oft daran denkt, vielleicht sogar dauernd daran denkt.
    Deshalb ist es wichtig sich abzulenken etc. Sogar als ich "dauernd" hatte, hatte ich es doch nicht dauernd, wie ich nachher merkte. Der Begriff "chronisch" ist in diesem Zusammenhang tatsächlich irreführend.
    Alles Gute
    Balz Ruch

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  39. Hallo
    Ja dann hab ich es Chronifiziert... also 7 Tage 24 st. ich fühle mit..:( und Herr Ruch? Hatten sie es auch Chronifiziert wenn ich fragen darf? Ich muss jetzt ganz viele Fragen durcheinander werfen weil ich muss Morgen in die Psychatrie :(.. Also wie gesagt Psychatrie... ich weiß nur nicht ob das so Sinnvoll ist weil es ist ja keine Krankheit und da hab ich halt Sorgen wenn die mir jetzt Antidepressiva oder Psychopharma geben wollen (jetzt nur mal die mildesten Beispiele) ist das dann nicht noch beschissener für meinen Kopf? Weil ich mein das sind ja schon harte Dinger... und überhaupt ein Aufenthalt da drin ist garnicht nötig weil ich muss mir doch selbst helfen? Weil ich möchte da jetzt nicht umsonst sitzen... oder kann so ein Aufenthalt doch auch Hilfreich sein...? Und wie ist das mit ADHS wenn man beides hat DP/DR und ADHS ist das dann nicht viel beschissener? Weil ich mein man hat sowieso so viele Gedanken und dann kan man sich nochnichtmal auch EINEN Konzentrieren? Hab bisschen vortschritte gemacht aber dadurch das das mit der Psychatrie schon länger festgestanden hat (und ich überhaut nicht hinwill :(( ) ist jetzt alles wieder durcheinander... OGOTT so schlimm wars noch nie ich hock hier nur mit Angst vor der Zunkunft alles so belämmert grad ich weiß nochnicht mal ob ich das hier alles Grammatisch richtig geschrieben habe wenn ich mir das alles so durchlese kommts mir vor als ob das garnicht richtig ist... :((( Und das schlimmste ist .... WER BIN ICH?!
    Bitte um schnelle Antwort :,(

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  40. Hallo, Selina

    ich hatte es zwar auch 7 Tage und 24 std. ...aber eigentlich kommt es nicht drauf an. Es geht -übrigens ähnlich wie bei ADHS- nur darum, die Aufmerksamkeit auf das behalten zu können, was man will. D.h. es geht darum, das Konzentrationsvermögen zu stärken. Mit Stress und Angst etc. ist das natürlich schwierig. Deshalb wird es auch in der Psychiatrie darum gehen, zuerst mal den Stress-/Angstpegel herunter zu fahren. Das KANN auch mit Medikamenten gehen, muss aber nicht unbedingt. Mir halfen SSRI-Antidepressiva sehr. Aber das braucht halt etwas Geduld. Wichtig ist zuerst, herunterzukommen von negativen Gedanken. In Deinem Schreiben merkt man, dass Du Dir viele Sorgen und negative Gedanken machst. Dort wird man wohl zuerst ansetzten und dann nach und nach die Sache mit der Konzentration angehen. Mir half ein Kuraufenthalt -langfristig gesehen- schon etwas. In diesem Sinne wünsche ich Dir alles, alles Gute!!
    Balz

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  41. Was haltet ihr von opipramol 50 Tabletten

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    1. MAL WAS ANDERES ...

      ich überlege schon seit längerem, ob ich hier mal ein TREFFEN vorschlagen soll. Denn ich kann mich gut erinnern, dass ich am Anfang sehr intensiv nach einer Selbsthilfegruppe gesucht habe. Denn ich hatte das ständige Gefühl, dass mich niemand versteht und das kein Arzt oder Therapeut wirklich weiss, wie sich so eine DR/DP anfühlt. Als ich dann endlich selber herausgefunden hatte, was mit mir los ist, hätte ich wirklich gerne mit einem/r ebenfalls betroffenen gesprochen. Und meine ersten Frage wäre gewesen: GEHT DAS WIEDER WEG? Werde ich wieder "normal"?

      Wie hier schon mehrfach erwähnt, geht es mir heute ganz gut. Es gibt noch Tage, in denen es mir nicht so gut geht, aber die werden immer weniger. Mich würde interessieren, welche Erfahrungen andere Betroffenen machen oder gemacht haben. Und so ein Treffen wäre doch sicher interessant...

      Konkrete Vorstellungen von Ort und Zeit hab ich noch nicht. Ich dachte an eine Selbstversorgerhütte im Allgäu, die wir übers Wochenende mieten könnten. Vielleicht im Herbst? Gerne übernehme ich auch die Organisation des Treffens...

      Sollte hier also jemand Lust haben und gerne kommen wollen, bitte ich um kurze Rückmeldung an meine Email Adresse: friesenwaldemar@gmx.de (So wie ein paar Interessenten zusammenkommen, werde ich mich nach einer hütte umschauen und was zu kosten sagen können)

      Gruß

      Waldemar

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    2. Hallo Waldemar, ich find die Idee mit dem Treffen gut, ich wäre auch gerne dabei. Selbstversorger Hütte ist jetzt nicht unbedingt mein Fall, aber man kann ja noch Vorschläge sammeln, Lust hätte ich allemal ich hoffe andere auch. :-)

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    3. Was den Ort und die Zeit angeht, bin ich für alle Vorschläge offen... Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass solche Selbstversorgerhütten eine tolle Atmosphäre bieten. Und man meistens schön in der Natur ist...

      Irgendwo in einer Stadt fänd ich persönlich eher nicht so gut... aber wie gesagt, erstmal schauen wer Lust hat und dann werden wir uns sicher auf einen Ort einigen.

      Ans Allgäu dachte ich, weil das ja so schön zu erreichen ist.
      Ja, auch aus der Schweiz, lieber Herr Ruch ;)

      Wer also überhaupt Interesse an Treffen hat, bitte Email an mich:

      friesenwaldemar@gmx.de

      Gruß
      Waldemar

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  42. Vielen Dank für diesen Blog, ich habe in mir in den letzten Stündchen komplett durchgelesen und beschlossen, dass ich in mir ausdrucken werde und ihn sozusagen als Ratgeber und Helfer auf meinem Weg zur hoffentlich baldigen Besserung verwenden werde, denn natürlich müssen die zahlreichen Tipps und Hilfestellung erst einmal verinnerlicht und eingeübt werden.

    Zur Aufklärung muss ich erwähnen, dass ich noch vor 5 Stunden gar nicht wusste womit ich es eigentlich zu tun habe. Die Welt hat einen komischen "Glanz", alles sieht merkwürdig aus, irgendwie unbelebt, sodass ich mich bald tagtäglich fragte warum die Wassergläser und Flaschen dermaßen unbelebt aussehen.

    Angefangen hat jedenfalls Alles vor etwa 4 Monaten; ich muss dazu sagen; dass ich etwa 3 Wochen bevor die Symptome erstmals einsetzten Etwas Gras konsumierte; was in mir eine üble Panikattacke auslöste (Zuvor hatte ich soetwas noch nie gekannt, bin auch kein regelmäßiger Konsument); diese hielt über etwas 2-3 Stunden an, Herzrasen, Zittern und eine fürchterliche Angst zu sterben... es war jedenfalls sehr eigenartig. Am Tag danach habe ich mich immer noch leicht unwohl gefühlt, danach 2 Wochen keinerlei Beschwerden (Weshalb ich mir auch nicht vollends sicher bin, ob ein Zusammenhang vorhanden ist, auch wenn er denkbar ist). Ich führte also mein Leben ganz normal weiter. Ich war dann am Wochenende dieser 2. Woche noch mit meinen Kumpels und meiner Freundin unterwegs; wir tranken Etwas Alkohol; am Sonntag morgen wieder nach Hause- leichter Kater - ansich nichts verdächtiges. Am Montagmorgen jedoch hatte ich jedoch nach dem Aufwachen das Gefühl, gar nicht wirklich aufgewacht zu sein - ich schob das auf den Kater - Dienstag - dasselbe. Die Panik in mir wuchs ins unermessliche, ich war wie von der Tarantel gestochen, meine Gedanken unbremsbar; abwärts; ich hatte keine Ahnung was in mir geschah; bis zum Ende der Woche, hatte ich durch die ständige Spirale, bereits einige Kilos verloren, weil ich nichts mehr zu mir nehmen konnte. Die Leere fühlte sich an wie ein unendliche Krater, dazu dann mehrmals Panikattacken (Kein Wunder; ich setzte mich auch immer weiter unter Druck und steigerte mich in jede Körperreaktion hinein). Anfang nächste Woche, nahm ich den Weg ins Krankenhaus - Alles Normal - ich dachte an etwas Neurologisches- Schlaganfall mit 21; ich weiß nicht was ich mir dachte)- ich wurde weggeschickt, es sei nichts übles ich solle mich nicht verrückt machen. Nach einem weiteren Besuch beim Psychiater + MRT war ich dann deutlich beruhigter, zumindest in soweit, dass mit meinem Gehirn wohl Alles in Ordnung sei. Dann einige Wochen voller ich nenn es mal hypochondrischer Episoden; durch meine Selbstbeobachtung jeglicher Körperreaktionen, traten immer mehr Symptome hervor - so hatte ich das Gefühl, dass immer wenn ich schlucke, sich sofort ein Druck auf meinen Ohren einstellt, nachdem ich dann immer öfters schluckte, um zu überprüfen ob es denn noch immer so sei ... das ende vom Lied heftige Ohrschmerzen, Druck über tage auf den Ohren.

    Dann erste Versuche: Wenn mein Körper im negativen befolgt was ich ihm suggeriere, könnten dies auch umgekehrt klappen?

    Wirklich geholfen hat es jedoch nicht... ich schrieb mir jeden Abend dutzende Male "Meine Wahrnehmung ist in Ordnung, ich bilde mir das Alles nur ein" auf ein Blatt, dass ich nun in meiner Hosentasche herumtrug.
    Was ich jedoch nicht beachtete, dass ich mir eben gerade hierdurch wieder zwanghaft mit meiner Wahrnehmung beschäftigte.

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  43. ...Nach einigen Wochen versuchte ich es mit einer Umstellung... Rauchen aufhören... kein Alkohol ... Alles Gift ... ich hatte so eine esoterische Ahnung, dass mich all diese Stoffe immer Kränker machten...

    Das wichtigste Hierbei war für mich, dass ich gleichzeitig wieder begann Sport zu treiben, was mich bald sehr gut ablenkte und meinen Tagen wieder eine gewisse Regelhaftigkeit gab. (Am Anfang lag ich zu Hause, nahm mir von der Uni frei und wartete, dass Alles besser würde; doch desto mehr ich wartete und tatenlos blieb, desto schlimmer wurde es.)

    Dann 2 Wochen ruhe kaum Beschwerden jedenfalls nur sehr geringe - ich vergaß über meine Wahrnehmung nachzudenken - jetzt Urlaub in Hamburg mit meiner Freundin - danach zurück... kamen die Beschwerden wieder zurück. (Ich muss für mich auch Bemerken, dass es besonders schlimm bei mir wird, wenn ich etwas Alkohol trinke; die Tage danach fühlen sich fürchterlich an) - Also versuche ich dies nun völlig Wegzulassen.

    Vor 3 Tagen war dann mein 22. Geburtstag, etwas skurril, Essengehen mit der Familie in Fremder Umgebung...

    Und dann heute: Ich fühle mich unheimlich froh, diesem Etwas endlich einen Namen geben zu können; dafür bin ich zutiefst dankbar...denn damit fühlt man sich irgendwie abgeschottet von der Welt, von Anderen. Noch vor wenigen Stunden hatte ich nämlich eine unglaubliche Angst aufgebaut den Verstand zu verlieren... das Gefühl, dass Alles immer passieren könnte und dass es schlimmer Würde, dass ich nichts dagegen tun könne außer mich mit diesem Alptraum abzufinden.

    In neuem positiveren Sinne: Danke, ich gehe es an, passiv, versuch die Dinge zu tun, die mir Freude machen... und siehe das in den letzten 5 Stunden die ich hier im Blog verbrachte - keine Karussells oder Abwärtsspiralen.

    Danke

    Dave (ich hoff ich quatsch euch nicht tot)

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  44. @ waldemar: Ich wär auf jedenfall sabei. So ne Hütte is super. Mach sowas mit meinen Kollegen öfters. Schreib dir aber noch eine Mail. Grüsse!

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  45. Guten Tag zusammen, ich bin Nina 27 Jahre alt und Mutter von einer Tochter 14 Monate alt. Vor 7 Monaten wachte ich morgens auf und fühlte mich komisch alkes war so unreal die Umwelt, meine Mitmenschen. Alles war komisch als wenn ich durch eine Glasscheibe gucke. Ich bin zu sämtlichen Ärtzen es wurden CT, Mrt und Röntgen gemacht. Alles gut. Ich ha dann im Internet über die DP/DR gelesen und dachte mir das passt gut. Ich hatte das Gefühl ca 4 Monate dann war es ne zeitlang gut und seit 6 Wochen hab ich das wieder. Ich muss wohl sagen das momentan sowie so ein Ausnahmezustand herrscht da mein Vater letzte Woche verstorben ist. Ich schilder euch mal kurz wie ich es empfinde: duselig im Kopf, als wenn mein Kopf in Watte gepackt wäre, die Umwelt scheint unrealistisch so helle farben, als wenn ich alles durch eine Glasscheibe sehe, manchmal fehlt das Gefühl zu meinen Mitmenschen, ich habe das Gefühl ich fühle nicht richtig, wenn die sonne scheint hab ich nicht dieses Gefühl wisst ihr wie man meint? Und ich habe das Gefühl ich bin nicht ich selbst sondern ich bin ein Beobachter meines Körpers. Die letzten Tage war es schlimm jedoch kann ich mich dann auch gut da hinein steigern. Heute ist bis jetzt ein guter Tag. Ich hab aber auch das Gefühl das ich es nicht ändern kann entweder ist ein guter Tag oder nicht ubd wenn kein Guter ist dann dann kann ich das nicht ändern. Ich freue mich über Antworten. Liebe Grüße Nina

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  46. ...ich hab noch was vergessen. Ich kann mich dann schlecht auf etwas konzentrieren und habe das Gefühl das alles zu viel ist was mein Auge sehen muss. Liebe Grüße Nina

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  47. Hallo, Nina

    tut mir leid, dass Ihr Vater verstorben ist. Solche Ereignisse nehmen uns emotional natürlich sehr mit. Alles, was Sie beschreiben, tönt typisch für DR. Diese wird durch inneren Stress ausgelöst. Ein Kind zu haben, zu Beginn wohl wenig Schlaf zu bekommen etc. das nimmt einen nicht nur körperlich mit.
    Gut ist, dass es bei Ihnen kein durchgehendes Gefühl ist, sondern offenbar immer wieder gute Tage dazwischen sind. Sie können es tatsächlich nicht von selbst ändern. Müssen Sie auch gar nicht. Im Gegenteil. Was mir am besten half, war ein Satz meines Therapeuten: "Versuchen Sie Ihren Zustand nicht zu ändern. Versuch Sie , so gut es geht, sich auf das zu konzentrieren, was Sie grad vorhaben!" Natürlich kann das anstrengend sein, denn die Gedanken an DR/DP wollen sich immer wieder in den Vordergrund schieben. Da half mir die Achtsamkeitstechnik sehr gut. Ich nahm wahr, dass diese Gedanken aufkamen, bewertete das aber nicht...versuchte es auch nicht loszuwerden, nahm es einfach wahr und liess sie los. Ich verfolgte sie auch nicht weiter. Sondern wendete mich wieder dem zu, was ich grad vorhatte. Das kostet am Anfang etwas Energie. Das wiederholt sich zuerst sehr oft. Mit der Zeit aber wurden die negativen Gedanken weniger und die Abstände dazwischen grösser.
    Alles Gute!
    Balz Ruch

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  48. Guten Abend,

    diese Seite hilft mir sehr. Danke für die tolle Antwort. Leider bin ich momentan wie in letzter Zeit immer im Stress und melde mich wieder wenn ich Zeit habe.

    Danke schonmal.

    Liebe Grüße Nina

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  49. Momentan denke ich übelst viel über den Sinn des Lebens nach & wo mein Platz hier auf der Welt ist, ist das normal bei DR/DP?

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    1. Hallo, Anonym
      ja, das ist vollkommen normal. Shaun O'Connor schreibt in seinem dp-manual, dass sehr viele Leute mit DR/DP philosophische Gedanken haben, alles hinterfragen etc. Das hat mit dem Gedankenkreisen zu tun, das sich irgendeinen Inhalt sucht. Zu Beginn kreisen die Gedanken um die Scheibe und wie man sie los wird, dann um die möglichen Krankheiten, die man sich ausdenkt etc. etc. und wenn man merkt, man ist körperlich gesund, kann das Gedankenkreise sich z.B. mit dem Sinn des Lebens befassen etc. An sich ist es ja eine spannende Sache, über den Sinn des Lebens nachzudenken (und viele Künstler, Geistliche, Philosophen etc. machen das ja sogar beruflich). Aber im Zustand innerer Unruhe und Ängstlichkeit werden solche Gedanken nur zum Stress.

      Ich habe in solchen Momenten mich mit bestimmten Übungen auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren versucht. Das half enorm.
      (z.B. die oben beschriebene Atem-Achtsamkeitsübung, aber auch leichter Sport, progressive Muskelentspannung etc.) Wenn man Ruhe findet im Hier-und-Jetzt lösen sich viele Fragen von selbst auf. Wir merken dann, dass wir vieles gar nicht wissen können-und dass das gut ist so.
      Achtsamkeit in diesem Fall könnte auch heissen, die Gedanken, die aufkommen, zu akzeptieren, aber nicht weiter zu verfolgen.
      Sie einfach loslassen, sie weiter ziehen lassen. Mit etwas Übung macht man bald die Erfahrung, dass wenn wir loslassen, wir dennoch getragen werden. Viele Leute finden interessanterweise genau bei solchen Übungen einen sicheren Punkt in sich selber, der ihnen Lebenssinn vermittelt.

      Alles Gute!
      Balz Ruch

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    2. Ok danke für ihre Antwort Herr Ruch das Beruhigt mich etwas!

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  50. wegen dem TREFFEN nochmal...

    Es haben sich mittlerweile ein paar wegen einem Treffen bei mir gemeldet. Mit einigen hatte ich sogar schon telefoniert... Das tat wirklich mal total gut, mit jemandem zu sprechen, der/die weiss wie sich DR/DP anfühlt und wie diese ständigen Grübeleien einem den Tag versauen können. Von denen, die mir geschrieben haben, kamen bis auf eine Ausnahme, alle aus oder aus der Nähe von Berlin. Deswegen würde ich jetzt dann doch Berlin als Treffpunkt vorschlagen. Das lässt sich natürlich ganz easy organisieren.

    Ich werde am Sonntag, den 3.8.2013 um 15 Uhr am Tempelhofer Feld sein. Am Haupteingang (also neben S und U Bahnstation "Tempelhof") Erkennungszeichen: 1,80 groß, schwarze Mütze, mitte dreißig.

    Ich weiss mittlerweile wie wichtig eine Therapie ist. Die Telefonate mit einigen Betroffenen haben mich stark an die Zeit vor der Therapie erinnert. Damals kam ich immer schwer aus den Grübeleien raus, das ist heute ganz anders...

    Über solche und andere Sachen können wir ja dann am 3.8. schwätzen... :) freu mich schon.

    gruß
    waldemar


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  51. Hey Leute, hat jemand einen Tip was man bei akuten Entfremdungserscheinungen machen kann, also wenn man sich selber gegenüber Fremd fühlt? Ich fühle mich dem manchmal einfach ausgeliefert!

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  52. Hallo habe jetzt durch mit der Psychiatrie und mir gehts schon besser das wird schon alles ;)

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    1. Hey Selina, was hast du in der Therapie erlebt? Kannst du mal berichten wie das da so abläuft und was die da mit einem machen?

      Danke

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  53. Bin auch seit 1 Jahr in der DP. Soll jetzt Opipramol nehmen, hat jemand Erfahrung damit? Danke und Gruss an alle "Mitleider" Anja

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  54. Wegen dem Treffen:

    Da hat sich bei mir ein kleiner Fehler eingeschlichen... ich meinte SONNTAG DEN 4.8. um 15 Uhr....

    Entschuldigung, auf den falschen KAlender geschaut...
    gruß, waldemar

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  55. Also ich denke ich habe eine Lösung gefunden. CHRONISCHE HYPERVENTILATIONMich plagte das Thema etwa 2 Jahre lang. Auf einer der Seiten dieses Forums habe ich schließlich einen Herrn Dr. Weiss in Mannheim gefunden. War jetzt 2 Wochen lang dort in der Praxisklinik und meine Symptome sind inzwischen fast verschwunden. Psychisch geht es mir immer noch nicht so gut, weil die lange Zeit der Benommenheit und die zunehmenden Symptome in den letzten Monaten ein ziemliches Loch in mein Leben gerissen haben. Aber das ständige Irrealitätsgefühl, der Schwindel, das Gefühl umzufallen und zu sterben, die Extreme Angst, die extreme Lichtempfindlichkeit, Muskelzuckungen, Nervenzittern etc. sind so gut wie weg.Das "Problem" scheint die Atmung zu sein. Vielleicht ist sie im Endeffekt auch nur ein "Symptom", aber in jedem Fall scheint sie ein guter Ansatzpunkt zu sein. Durch eine chronisch flachere Atmung (durch Stress, starke Emotionen, körperlichen und seelischen Schmerz), bei der zu wenig CO2 abgeatmet wird, verschiebt sich der CO2-Sollwert im Körper dauerhaft. Nach einiger Zeit führt schon eine etwas veränderte Atmung zu den geschilderten Symptomen. Außerdem führt der veränderte CO2-Spiegel dazu, dass u.a. Magnesium nicht mehr gut in die Muskeln und Kalium nicht mehr gut in die Nerven eingebaut werden kann. Das erklärt NORMALE Blutwerte, da genug dieser Stoffe im Blut vorhanden ist, sie aber nicht mehr verwertet werden können. Dann beginnt der Teufelskreis aus Angst vor den Symptomen und einer ständigen "Angstatmung", die wiederum die Symptome verstärkt.Meiner Meinung nach kann man einen großen Teil auch zu hause üben, ich bin mir nicht sicher, ob die Praxis zwingend notwendig ist, wenn man konsequent die Atemübungen macht. Es geht nicht um irgendeine Atemtherapie, sondern gezielt darum mehr CO2 abzuatmen. Dazu muss man die Ausatmung verlängern, so dass sie etwas länger ist als die Phase der Einatmung. Zusätzlich habe ich eine Atemmaske mitbekommen. Die kann man in jedem Medizinfachgeschäft oder auch Apotheke bekommen. Vorne dran steckt man einen etwa 35 cm langen PVC-Schlauch. Damit trainiert man die Rückatmung von CO2. Man beginnt dann mit 3x 5min am Tag und steigert jeden Tag um 5 min (also 3x 10min, 3x 15 min) bis man bei 30 min ist. Das führt man dann über einige Wochen fort. Alternativ kann man auch einen Schal über die Nase halten (besonders gut auch beim Einschlafen).Ich weiß, es ist jetzt nicht sehr ausführlich geschildert. Wenn Interesse besteht, würde ich mal einen detaillierteren Artikel verfassen. Evtl. auch mit Fotos von der Atemmaske und Anleitung zum Atmen.Bin jetzt seit einer Woche zurück von der Therapie und wollte die Information so schnell wie möglich mit Euch teilen.Ich wünsche Euch alles Gute!!! Nicht aufgeben!!!10.08.2013 23:12 Uhr0#637

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    1. Hallo... Ja bitte mach eine Zusammenfassung das wäre großartig. Ich kenne das so gut mit der flachen Atmung. Kannst du mir schreiben? Steffi-Kanis@t-online.de danke und beste Grüße Steffi

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  56. Das tönt spannend. Geht es in die Richtung dieses Videos? (ist halt englisch...aber auch bei ihm geht es darum, doppelt so lang aus- wie einzuatmen)

    http://www.youtube.com/watch?v=4pz5-GCttEM

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  57. Guten Tag,
    ich würde gerne wissen ob bei den Leuten mit Beschwerden stets Cannabis oder Konsum von anderen Drogen vorhanden war. Kann es sein, dass die meisten Betroffenen Männer sind? Ich hatte auch in der Jugend zwischen 15 - 18 Gelegentlich was geraucht und auch mal dabei negative Erfahrung in Form von Panik erlebt. Mein letzter Konsum liegt jedoch bereits über 10 Jahre zurück. Gelegentliche Beschwerden hatte ich hin und wieder mal. Lange Zeit auch überhaupt keine (Scheibe war völlig weg). Am letzten Wochenende habe ich wieder sehr wenig geschlafen und recht viel Alkohol auf Feiern
    getrunken und Sonntag bemerkte ich wieder leichte Ansätze. Zum ersten mal bin ich hier auf dieses Forum gestoßen und finde es sehr interessant. Meine persönliche Erfahrung zeigt dass ich mich extrem fit und klar fühle wenn ich Sport mache, mir Zeit für meine Interessen nehme und Sonne tanke. Sport halte ich für enorm wichtig, wobei ich während dem Sport manchmal nicht ganz so klar bin und sich der positive Effekt erst danach einstellt. Hat jemand schon mal fest gestellt, dass er nach starkem Sport auch Musik leicht langsamer wahr nimmt? Vielen Dank für die Anregungen. Sebo

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  58. Ich habe gerade die Info mit der Flachatmung gelesen und habe mich schon sehr oft selbst beobachtet dass ich zu flach Atme... Vielen Dank für diesen Super Hinweis! Sebo

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  59. Hallo Wadim,

    genau das ist das Problem bei DR/DP ... Die Betroffenen berichten meistens wenn es gerade nicht so gut läuft und die DR / DP sie im Griff hat, aber kaum wenn es einem mal gut geht. Dann denkt man ja auch gar nicht dran... :) Ich denke, das geht hier vielen so.

    Bei mir erkenne ich es immer daran, wir oft ich hier im Forum vorbeischaue. An Tagen, an denen es mir ganz schlecht geht/ging, war ich bis zu 20 mal Am Tag hier um zu schauen, ob schon jemand was neues gepostet hat oder ob vielleicht ENDLICH jemand das "Wundermittel" gefunden hat um wieder ein ganz normales Leben führen zu können. Und an Tagen wo es mir gut geht, schaue ich hier gar nicht vorbei und erfreue mich meines Lebens. :)

    Ich würde gerne noch was zum weiter oben angesprochenen Thema "Cannabis" sagen: Ich selber habe über einen ziemlich langen Zeitraum sehr regelmäßig Gras geraucht und hab natürlich alle Ärzte, Therapeuten und Psychologen gefragt, ob meine Angststörung dadurch ausgelöst wurde. Alle haben mit NEIN geantwortet. (Bevor ich die erste heftige Panik-Attacke hatte, hatte ich 2 Monate vorher mit dem Kiffen aufgehört) Alle meinten, das sein purer Zufall gewesen.

    Ich hatte mich vor ein paar Wochen mit jemandem hier aus dem Forum getroffen und sie hatte eine neue Möglichkeit für meine DR/DP ins spiel gebracht. "Traumatische Erlebnisse"
    Daran hatte ich noch nie gedacht, werde mich in der Sache aber mal schlau machen.

    Aber da es mir gerade gut geht, mach ich erstmal nix!

    gruß
    waldemar

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  60. Hallo,
    ich wollte mal feedback geben. Ich hatte vor 2 Wochen wieder mal dieses aufkommende Gefühl. Es hat mich auch etwas belastet weil ich mir einige GEdanken darüber gemacht habe. Mittlerweile sind die 2 Wochen quasi rum und es geht mir schon deutlich besser. Ich hatte die letzte Woche Tage wo ich dachte "Wow, ich habe gar nicht mehr an das Gefühl gedacht". Ich kann jeden beruhigen und mich allen Vorrednern anschließen: Das ganze ist keine Krankheit, man wird nicht verrückt oder sonst irgendwas. Ich hatte auch schon schlechtere Zeiten aber diese werden IMMER wieder besser oder ganz normal. Es kommt nur auf die Zeit drauf an. Das letzte mal liegen bei mir bestimmt schon 7 Jahre zurück. Wie viele anderen sagen lasse ich das Ganze zu, sollte es mal wieder aufkommen und denke mir "gut, ich warte einfach etwas, das geht von alleine wieder weg". Macnhmal dauer es halt ein paar Wochen, manchmal etwas länger. Was solls. Da ich mich nicht mehr mit dem Thema beschäftige, was mir sehr gut bekommt, werde ich hier auch keinen Blick mehr in das Forum werfen. Allen anderen Alles Gute ! Und denkt dran, dass es nur eine Frage der Zeit ist. Haut rein. Sebo

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  61. Hallo mich bedrückt momentan zu meiner DR/DP die Angst vor dem Tod vorallem des nicht mehr existent seins. Einfach aufzuhören zu existieren ist eine Vorstellung die nur schwer für mich zu akzeptieren ist. Auch der Gedanke quält mich das ich bis zu meinem Ende an DR/DP leide. Kennt das jemand?

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  62. kenne ich alles auch. aber das gehört zu den typischen negativen gedanken, die man hat und verschwindet sofort, wenn man sih schon nur ein bisserl besser fühlt ---ist meine erfahrung. und die angst, nicht mehr zu existieren ist ein widerspruch, den ich folgenderweise aufgelöst habe: wenn es mich nicht mehr gibt, krazt es mich auch nicht meht. nur jetzt macht es mir sorgen. ich hab mir auch überlegt, dass ich vor meiner geburt auch nicht existiert hab. hat mir das angst gemacht? nein. niemand denkt an die zeit, bevor es ihn gab. ausserdem hab ich auch schon erlebt, dass ich in ohnmacht fiel. es war nicht wie träumen oder schlafen, es war wirklich wie tot sein, einfach nichts --und es war total total friedlich!! aber eben, diese gedanken nichts reales an sich, sie sind nur von unserer angst geprägt. auch, dass die DR/DP immer bleibt---das stimmt einfach nicht! und tausende leute können das bezeugen, dass es nicht stimmt.
    ich hab schön bücher gelesen zum nicht-mehr-sein und das spannende ist, dass man sich gar nicht in nichts auflösen kann. alles im universum bleibt bestehen, nur in veränderter form. ich hab das buch gelesen: "bin ich, wenn ich nicht mehr bin?" von markus h. niemz, einem physiker. das ist sehr spannend und nahm mir auch viel angst.

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  63. hallo

    Auch ich möchte mich dazu gesellen und wollte fragen ob hier noch jemand aktiv ist hier im forum?

    LG

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  64. hey!

    ich leide nun auch seit 4 monaten an derealisation. die diagnose habe ich mir selbst gestellt. sie meinten ich habe eine depression und angststörung. zweiteres trifft auch sicher zu. die derealisation ist besonders in supermärkten ider menschenmassen recht stark. es hat hier mit der angst zu tun. die frage die ich mir stelle ist warum habe ich zum beispiel im wartezimmer eines arztes so eine angststörung? bzw wie geht man dabei am besten mir ihr um? Sie bekämpfen, oder sie meiden? habt ihr da nützliche tips? mir kommt so vor als hätte ich angst bei menschenmassen mich zu blamieren, quasi hoffentlich mach ich jetzt nix falsches oder was könnten diese leute über mich denken?

    Wäre über einen Rat sehr dankbar?

    LG

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  65. Hallo Herr Ruch und liebe Mitleidenden
    Ich bin 27 Jahre alt und war schon immer ein nachdenklicher und ängstlicher Mensch. Erst war ich hypochondrisch und dann Durch das kiffen bekam ich Panikattacken. Als ich dann aufhörte mit dem Konsum und die Panikattacken als solche identifizierte und mich Ihnen stellte gingen sie vorüber
    Doch als mein Opa verstarb bekam ich eine furchtbare Panikattacke mit der angst schizophren zu werden oder ähnliches. Seitdem stecke ich in diesem Teufelskreis fest und dann gesellte sich auch noch die dpdr dazu. Am Anfang dachte ich ich werde jeden Augenblick die welt der normalen verlassen und durchdrehen. Naja mittlerweile geht es wieder so ganz okay. Das Problem ist eher dass ich mein Urvertrauen in mich und die welt komplett verloren habe. Die Selbstverständlichkeit zu leben hab ich vollkommen "zerdacht". Habe angst vor meinen eigenen Gedanken und Gefühle. Alles kommt mir fremd vor obwohl es total normale Dinge sind. Und das bewerte ich wiederum als "verrückt". Ich weiß dass es Traumata in meinem Leben ausgelöst haben und ich will daran arbeiten. Stelle mein Leben immer mehr um aber habe Angst dass ich nie wieder unbeschwert sein kann. Mir fehlt einfach komplett der halt im leben im Moment und ich weiß manchmal nicht wie ich das durchstehen kann. Wenn man das überstanden hat kann man wieder alles klar bewerten wie vorher? Danke für eure Antworten schon mal

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  66. hi, anonnym!
    mein name ist dave. ich wollte dir sagen, mach dir keinen kopf. im Wartezimmer vom Arzt ist es logisch, nervös zu sein. und mich vor vielen Leuten blamieren, finde ich auch nicht gut. Aber genau das mit dem Blamieren hatte ich früher auch, bis ich mir sagte: who cares!! Das sind alle Leute, die auch ihre Ängste haben. Ich würde die Ängste also nicht bekämpfen sondern einfach tief durchatmen und mir sagen: who cares...ggeht wieder vorbei. das hilft mir immer
    gruss
    dave

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  67. Hallo,
    Ich habe aucu DP..also ich denke es...
    Meine Stimme ist komisch beim Reden..mein Körper fühlt sich leicht an als hätte ich ihn nicht...
    Es ist ein Zustand der Angst macht.:(

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