Samstag, 8. Januar 2011

Wie man DR-typischen Phänomenen begegnen kann


4.2 Typsche Phänomene und wie man ihnen begegnen kann
Derealisation und Depersonalisation werden fast immer von einer Reihe von Nebenerscheinungen begleitet, die den Betroffenen bisweilen genauso beunruhigen, wie die DR/DP selbst. Dabei sind diese sekundären Erscheinungen logisch erklärbar und harmlos.
Als ich die Berichte anderer Betroffener las, war es eine Erlösung zu merken, dass gewisse Phänomene offenbar bei fast allen anderen genau so auftraten.
1) Gedankenketten, die nirgends hinführen.
Wer an DR/DP leidet, zumal wenn sich der Zustand chronifiziert, überlegt ständig, was mit ihm los sein könnte. Zuerst wird er alle möglichen (falschen) Diagnosen stellen. Er wird das Internet nach Symptomen durchkämmen, den Arzt aufsuchen etc.
Wenn ihm klar wird, dass keine organische Ursache in Betracht kommt, wird sich das Gedankenkreisen andere Inhalte suchen. Womöglich grübelt er über die Vergangenheit nach oder über die Zukunft, sieht alles schwarz und kommt innerlich nie zur Ruhe. Dabei ist die DR/DP Folge genau dieses ruhelosen Geistes, das sich nie erholen kann. Die Gedanken werden womöglich immer abstrakter. Betroffene erzählen, wie sie stundenlang über die Verfasstheit der Zeit oder die Bedeutung irgendwelcher banaler Gegenstände hirnen mussten. Andere fürchten, sie würden sich selbst oder andere verletzen. Ich selbst kam mir manchmal vor wie in andere Zeiten und Welten versetzt, es war übel.
Diese verwirrenden Gedanken machen Sinn. Sie sind der Versuch, sich auf die innere Diskrepanz zwischen Wissen (dass man da ist) und Fühlen (dass man nicht da ist) einen Reim zu machen. Da der Organismus auf Alarm eingestellt ist, aber ganz offensichtlich nirgends eine Gefahr auszumachen ist, nehmen wir an, die Gefahr bestünde in der Existenz der Zeit, der Gegenstände, unserer selbst etc. Oder wir malen uns die Gefahr gleich selbst aus: wir würden gleich tot umfallen, einen Infarkt erleiden oder uns in Luft auflösen.
Solche Gefühle und Gedanken sind sehr beunruhigend und doch verständlich, solange wir nicht wissen, was eine DR/DP ist und wieso sie länger bestehen bleibt, als uns lieb ist.
Was hilft, das Gedankenkreisen anzuhalten? Z.B. Musik oder Radio hören. Wenn Sie ein iPod oder ein ähnliches Gerät haben, nutzen Sie es. Gehen Sie aus dem Haus und hören Sie Musik, die Ihnen gefällt und Sie beruhigt oder aufstellt. In meiner schlimmen Zeit lief ich ständig mit Kopfhörer herum, sogar beim Einkaufen. Das half mir, mich zu konzentrieren. Was auch half, waren Hörbücher. Jemandem zuhören lenkt vom eigenen Grübeln ab. Am besten wirkten Hörbücher zum Thema DR/DP. Leider gibt es solche nicht auf Deutsch. Das wird wohl mein nächstes Projekt sein. Was am besten hilft, ist das Zuhören. Mit anderen reden und ihnen zuhören. Sich auf das konzentrieren, was der andere sagt. Das kann zu Beginn schwierig sein, viele sagen, sie könnten sich nicht konzentrieren. Aber man kann das üben, indem man sich zwingt, dem Gespräch zu folgen. Wenn Sie das lang genug tun, tauchen Sie irgendwann ganz in das Thema ein und verlassen die DR/DP.
       Gedanken, die das Ganze erst auslösen.
Kennen Sie dieses Phänomen: Sie haben sich in ein Gespräch oder in eine interessante  Aktivität versenken können. Sie haben am Computer gearbeitet oder ein Buch gelesen und haben dabei die Unwirklichkeitsgefühle komplett vergessen. Was nichts anderes bedeutet, als dass Sie während diesen Minuten oder auch nur Sekunden vollkommen DA waren. Also vollkommen in der Gegenwart und folglich „geheilt“. Dann bemerken Sie das und sagen: „Oh, die DR/DP ist ja weg!“ Aber just in dem Momentspüren Sie wieder das Gefühl von Unwirklichkeit.
Nun, dieser Umstand zeigt, wie chronische DR/DP funktioniert. Sie wird von uns selbst am Leben gehalten, indem wir sie dauernd beobachten. Dieses negative Muster gilt es mit einem positiven zu ersetzen. Und das kann man trainieren.  Es zeigt aber auch, dass wir nur einen Atemzug von der Realität entfernt sind! Das sollte uns Mut machen.
 
2) Erinnerungen können verrückt spielen
Manche berichten, sie hätten während ihrer Zeit mit DR/DP Mühe bekundet, sich an Ereignisse von früher zu erinnern oder sogar Fähigkeiten abzurufen. Auch dieses Phänomen kann einem Angst einflössen. Schnell fragt man sich, ob mit dem Hirn etwas nicht stimmt. Wenn wir DP/DR aber als stressinduzierten Zustand erkennen, klärt sich alles auf. Wie soll das Gehirn, ermüdet durch das ständige Ruminieren, mit Stresshormonen auf Alarmstufe eingestellt, sich konzentrieren und komplexe Aufgaben lösen können, wie es das Abrufen von Erinnerungen beispielsweise ist? Bezeichnenderweise hindern die Unwirklichkeitsgefühle uns nicht daran, grundlegende körperliche Funktionen auszuüben. Diese werden von anderen Hirnregionen gesteuert. Wir können trotz DR/DP rennen, essen, gehen, schlafen, Sex haben. Organisch gesehen, gibt es keine Beeinträchtigungen. Nur unser Empfinden ist verändert aufgrund des übermüdeten und gestressten Nervensystems.
Wie die Erinnerungsfähigkeit kann vorübergehend auch das Zeitempfinden alteriert sein. Machen Sie sich keine Sorgen dazu. Erstens verschwinden diese Phänomene mit der DR/DP wieder und zweitens können Sie sie mit Achtsamkeitsübungen (siehe unten) tatsächlich lindern oder ganz zum Verschwinden bringen.
3) Sicht, Licht, Brillen
Zumal Derealisation, die veränderte Wahrnhemung der Umgebung, geht oft mit eigenartigen optischen Beunruhigungen Hand in Hand. Viele berichten von kleinen Flecken in ihrem Sichtfeld, andere von verzerrten Gegenständen oder verändertem Farbempfinden. Wenn das Gehirn auf Gefahr eingestellt ist, reagiert unser Körper darauf. Die Pupillen lassen mehr Licht herein, sind überwachsam und dadurch überempfindlich. In Wahrheit werden alle Menschen über Flecken im Sichtfeld berichten, wenn sie nur lange genug auf ein weisses Blatt oder eine Wand starren. Nur nehmen sie dies im Alltag nicht wahr. Menschen mit DR/DP sind überwachsam, wortwörtlich alles kann sie beunruhigen. Ich nahm solche Flecken immer dann wahr, wenn ich mit den Kindern aufs Eisfeld ging. Ein ängstlicher Geist kann sich dann in etwas reinsteigern und glauben, mit den Augen stimme etwas nicht.
Dasselbe passiert mit der Form oder der Farbe von Gegenständen. Jeder normale Mensch wird sie verzerrt sehen, wenn er sie nur lange genug anstarrt. Plötzlich wirkt der Hintergrund näher oder die Tiefenschärfe geht verloren und alles scheint zweidimensional. Sie kennen vielleicht diese Bilder aus Mustern, in denen ein 3D-Bild erscheint, wenn man lange genug darauf starrt. Ähnliches passiert, wenn wir im Zustand der ängstlichen Selbstbeobachtung uns auf die Frage fixieren, ob die Dinge anders aussehen, ob wir die Person im Spiegel sind etc.
An gewissen Orten scheint die DR/DP besonders stark zu wirken. Was sind das für Orte? Bestimmt solche, die unseren inneren Stress und unsere Alarmbereitschaft erhöhen: Einkaufszentren, Stadien, Kirmes, Menschenmassen etc.  Viele sagen, an sonnigen Tagen sei es besonders schlimm. Ich selbst fühlte mich am Abend und in der Nacht am wenigsten derealisiert. Es lag nahe, an eine Depression zu denken, die sich oft darin äussert, dass die Stimmung sich gegen Abend aufhellt. Aber ich war nicht depressiv (ausser, dass mich die DR/DP auf Dauer deprimierte). Der Grund lag in den Augen: im ängstlichen Zustand lassen sie mehr Licht herein. Das ist eine physiologische Reaktion auf mögliche Gefahren. Daher die weit aufgerissenen Augen bei Schreckreaktionen. Das Gehirn braucht viele Informationen, sämtliche Gefahrenquellen müssen sofort erkannt werden, um adäquat darauf reagieren zu können. Das heisst aber, dass wir, wenn wir mit einer DR/DP z.B. in ein Einkaufszentrum gehen, zu vielen optischen Reizen ausgesetzt sind, was unseren Stress erhöht und somit auch die DR/DP.
Hier können kleine Tricks helfen. Z.B. eine Sonnenbrille. Es ist zwar erwiesen, dass ein Mangel an Sonnenlicht zu Depressionen führen kann. Für Menschen mit DR/DP kann es aber hilfreich sein, die optische Überreizung etwas einzudämmen. Etwa mit Sonnenbrillen oder aber, wenn man Brillenträger ist, indem man vorübergehend die Brillen abnimmt (nicht beim Autofahren, bitte!). Ich war erstaunt, wie viele Brillenträger mit DR/DP auf diesen Trick zurückgreifen. Indem man die Sicht etwas verschwimmt, reduziert man die optische Überreizung und beruhigt den ganzen Organismus. Danach kann man die Brillen wieder aufsetzen.

4) Gefühlstaubheit
Viele klagen über gedämpfte Gefühle. Am ehesten spüren sie Angst. Aber kaum Freude, keine Euphorie und die Liebesfähigkeit ist eingeschränkt. Das kann vor allem den eigenen Angehörigen gegenüber sehr irritierend sein. Wenn die Gefühle von Liebe dem eigenen Partner oder den Kindern gegenüber nicht oder nur gedämpft erlebt werden, macht man sich Sorgen. Aber das ist im Zustand der DR/DP logisch erklärbar.
Die DR/DP ist ja ein Schutzmechanismus mit dämpfender Wirkung. Er soll uns vor zu starken Emotionen schützen, die uns in Gefahrensituationen am Handeln hindern. Leider unterscheidet die DR/DP nicht zwischen den Gefühlen, die wir gerne los werden und denen, die wir gerne spüren würden, sondern wirkt wie ein Narkotikum.
Mit dem Abklingen der DR/DP werden sich auch wieder ganz authentische Gefühle einstellen. Interessant schien mir, wie manchmal Gefühle doch so stark durchdrückten, dass sie sich etwa in einer Panikattacke oder einem Wutanfall entluden und danach die DR/DP auflösten! Wie der eigene Wille sind auch die eigenen Gefühle ein Wegweiser zurück ins Hier und Jetzt. Durch die DR/DP sind sie vorübergehend gedämpft und das sollte uns nicht beunruhigen. Für die Erkundung der eigenen Gefühle und der womöglich die DR/DP auslösenden inneren Konflikte sind Gesprächstherapien am besten geeignet. Belastende Erinnerungen zum Beispiel können beim ersten Auftauchen zu stark sein und Unwirklichkeitsgefühle auslösen. In einer Therapie lernt man, sich den Erinnerungen langsam zu stellen und sie zu verarbeiten.
5) Körperliche Beschwerden
Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, nervöser Magen, Nackenschmerzen, Harndrang und vieles mehr gesellt sich zu lang anhaltenden Episoden von DR/DP. Der Körper zollt dem Teufelskreis aus Unwirkllicheitsgefühlen, Angst und Dauergrübeln seinen Preis. Wer ängstlich und nervös ist, verliert den Appetit und somit an Gewicht. Damit aber auch an Energie. Grübeln kann einem den Schlaf rauben. Was immer Sie an körperlichem Unwohlsein erleben, fragen Sie sich, ob es Sinn macht für einen überängstlichen, dauergestressten Organismus.
Hier gilt es, den Energielevel schnell zu erhöhen. Wenn Sie nicht essen mögen, trinken Sie wenigstens genug und versorgen Sie sich mit Nahrungsergängzungsmitteln. Mit der Stressminderung durch Entspannungsübungen kommt auch der Hunger wieder. Ich habe Monate gebraucht, um meinen Schlaf wieder in Ordnung zu bringen, dabei erwiesen sich Schlafmittel als keine gute Lösung, am besten wirkten Tees und vor allem ein geregelter Tagesablauf.
Zum Essen musste ich mich manchmal zwingen, erst mit der Serotonin-Diät kam wieder Freude am Essen auf, ich gewann meine verlorenen Kilos wieder und fühlte mich nach und nach besser. Manche körperliche Beschwerden handeln wir uns selber ein, indem wir auf die DR/DP falsch reagieren. Etwa durch zu viel Koffein (um „wach“ zu werden), zu viel Zucker (schnelle Änderungen des Blutzuckerspiegels führen zu Gemütsschwankungen), Alkohol (der „beruhigt“, aber dann den Schlaf negativ beeinflusst) etc.
Ein gesunder Lebensstil, gute Ernährung (mit Serotoninproduzenten) und etwas Sport können die körperlichen Beschwerden reduzieren.
6) Reisen und Rückzug
Es ist für viele Betroffene ganz besonders schwierig, auf Reisen zu gehen. Mit DR/DP fühlt man sich schon in gewohnter Umgebung fremd. In ungewohnter Umgebung kann sich das Gefühl von Unwirklichkeit erst recht steigern. Es kann daher sinnvoll sein, auf allzu lange Reisen und Ferien vorerst mal zu verzichten. Vielleicht probieren Sie mal ein Wochenende aus. Vielleicht besuchen Sie Verwandte oder Freunde, bei denen Sie sich wohl fühlen. Wenn Sie aber ins Ausland müssen oder wollen, dann tun Sie es! Ihr WILLE ist es, der Sie in die Gegenwart zurück bringen wird. Lassen Sie sich nicht von der DR/DP von Ihren Unternehmungen abhalten.
Rückzug, Klinikaufenthalt:
Das ist ein heikles Thema. Als ich so erschöpft war, weil ich nicht mehr richtig schlafen konnte, begab ich mich in eine Schlafkur. Das war keine gute Idee. Der Verlust der gewohnten Umgebung und eines geregelten Alltags machte meine DR/DP nur schlimmer. Zudem gab man mir Schlafmittel, die sich sehr negativ auswirkten. Ich konnte nicht schlafen, weil ich in den Teufelskreis der DR/DP geraten war und nicht umgekehrt.
Ich bin der Meinung, dass Klinkaufenthalte, Rückzug, Arbeitsunterbrüche etc. nicht die Lösung sind. DR/DP ist keine Krankheit, sondern ein erlerntes Denkmuster, das es zu durchbrechen gilt. Und dies geschieht m.E. am besten in der Routine des Alltags. Wenn man einem geregelten Alltag nachgehen kann, verfällt man weniger leicht ins Grübeln und in die verhängnisvolle Selbstbeobachtung.
Dennoch weiss ich von Leuten, denen eine Auszeit geholfen hat. Womöglich fanden Sie in einer Klinik die richtige Kombination aus Ruhe, Gesprächs- und Körpertherapie und Medikamenten, die ihnen aus dem Teufelskreis heraus halfen. Dies alles sollte aber auch möglich sein, wenn man nicht stationär behandelt wird. Wenn diese Möglichkeit besteht, würde ich sie einem Klinikaufenthalt vorziehen. Einfach, weil aus der gewohnten Umgebung und aus der Routine auszusteigen, selbst Stress auslösen kann. Viele Betroffene sagen, die DR/DP sein an Wochenenden und Feiertagen besonders stark. Dies weist darauf hin, dass geregelte, bekannte Abläufe beruhigend wirken.
7) Körperempfinden
Wenn Sie an einer Depersonalisation leiden, also an veränderter Wahrnehmung Ihres Körpers, empfiehlt sich neben all den Massnahmen, die für DR und DP gleichermassen hilfreich sind, unbedingt eine körperzentrierte Therapie. Und gewisse Sportarten. Sie müssen ein Gefühl für Ihren Körper zurück erlangen und das geht natürlich am besten über den Körper selbst. Body Scan und  Körpertherapie sind die Massnahmen der Wahl.
8) Alles wird mit DR/DP in Verbindung gebracht
 Dieser Punkt ist wichtig, auch und vor allem auf dem Weg zur Heilung. Unser
Gehirn  funktioniert mit Assoziationen. Jede Verbindung, die das Gehirn einmal gemacht hat, kann später abgerufen werden. Leider funktionieren negative Assoziationen besonders gut. Das macht Sinn, denn damit ist man besser für Gefahren gewappnet, die sich wiederholen könnten. Besteht hingegen keine Gefahr, obwohl wir eine assoziieren, kann uns das in unserer Lebensqualität behindern.
Da wir während der DR/DP Episode auf Gefahr eingestellt sind, nehmen wir vieles wahr, was ein „normaler“ Mensch ohne grosse Beachtung feststellt oder gar nicht erst bemerkt. Vielleicht sind wir besorgt, weil wir irgendwo einen Schmerz spüren oder unser Magen rumort. Vielleicht sind wir etwas benebelt und denken gleich an die DR/DP. Dabei ist jeder am Morgen benebelt und braucht zuerst einen Kaffee oder eine erfrischende Dusche. Oder unser Magen rumort nicht, weil wir ängstlich sind, sondern weil wir etwas Schweres gegessen haben. Ein Schmerz kann durch ganz banale Ursachen entstehen usw.
Wenn wir auf unserem Weg zur Heilung weiter voran schreiten und die DR/DP deutlich abflaut, kann es sein, dass wir sie plötzlich wieder ganz stark erleben. Das versetzt uns in Angst. „Jetzt dachte ich doch, die DR/DP sei am Verschwinden… und jetzt? Ist sie wieder da?“  Diese Frage löst Stress aus. Dabei müssen wir wissen, dass der Weg zur Heilung einer ist mit zwei Schritten vorwärts, einem zurück. Ein Lernprozess verläuft nie linear. Wie wir gelernt haben, uns dauernd Sorgen zu machen und uns mit der DR/DP zu beschäftigen, lernen wir jetzt nach und nach ein neues Verhalten. Ein schlechter Tag fühlt sich dann wie ein „Rückfall“ an. Aber nur, weil wir ihn mit den guten Tagen davor vergleichen.
Während einer DR/DP Episode werden Stresshormone, Adrenalin und Cortisol freigesetzt. Sogar in kleinen Mengen sind sie für den Organismus spürbar. Wenn wir aus der DR/DP draussen sind, also wieder DA, kann es sein, dass wir in eine Stresssituation hinein geraten (Verkehrsstau, mühsame Sitzung, was immer) und dadurch, dass wieder Stresshormone ausgeschüttet werden, assoziieren wir damit die DR/DP. Wir fragen uns dann, ob sie wieder kommt. Aber das ist nur eine innere Assoziation und hat mit einem Rückfall nichts zu tun.
Ähnlich mag es uns ergehen, wenn wir an einen Ort kommen, an dem wir eine starke DR/DP erlebt haben. Wir assoziieren mit diesem Ort das vergangene Unwirklichkeitsgefühl. Und da erinnerte Gefühle sich wie gegenwärtige anfühlen, glauben wir vielleicht im ersten Moment, dass die DR/DP wieder einsetzt. Lassen wir uns von diesen Assoziationen nicht täuschen! Sie sind auf ihrem Heilungsweg schon viel weiter, als Sie meinen.


Kommentare:

  1. Das mit der Brille ist genial!
    Vielen Dank, dude

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    1. komischerweise bezüglich Brille.... ich habe erst jetzt den berishct gelesen der wirklich fantastisch ist! alles den ganzen Blog... das mit der brille kannte ich aus eigener Erfahrung und fragte mich immer warum das so ist... also bin ich eine unabhängige Testperson gewesen :-)....

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    2. Ich habe gerade selbst zum 2ten Mal eine DR/DP bei mir durch Angst und Panikattacken ausgelöst. Ich empfinde alles als fremd mein Zuhause die ganze Umgebung meine Mitmenschen mich selbst meine Vergangenheit einfach alles. Wie benommen fühle ich mich wenn es besonders stark ist. Am Abend ist es immer etwas besser das stimmt. Ich hoffe sie geht bald weg. Dachte schon ich sei auf dem Weg zur Besserung aber seit gestern ist es wieder schlimmer geworden.

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    3. Ich habe schon zum 2ten Mal eine sehr starke Dp/Dr, ausgelöst durch Stress Angst und Panikattacken.
      Alles kommt mir fremd vor mein Zuhase meine Mitmenschen mein Arbeitsplatz ich selbst meine Vergangenheit und Erinnerungen. Ich dachte schon dass ich auf dem Weg zur Besserung bin doch seit gestern ist es wieder schlimmer geworden:( ich hoffe so sehr dass sie endlich weg geht ich kann nicht mehr

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  2. Wow, ich dachte, ich bin der einzige Mensch, der das hat. Ich bete jeden Tag, dass ich davon los komme. war 6-7 Monate wirklich geheilt kann man sagen, nach 5 Jahren und seit 3 Wochen ist es wieder da. ich werde verrueckt..

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    1. Hast du eine Idee, wieso diese 6-7 Monate so gut waren? Oder was vor der Rückkehr der DR war?

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    2. Also heißt das soviel ,wie das wir das durch die gedanken auslösen??
      Fallen die gedanken weg ,fällt auch die DR weg??

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  3. Also bedeutet das soviel wie wenn die Gedanken weg fallen ist die DR auch weg?
    Das ist dann also eine reihne kopfsache..?
    Aber würden dann nicht gedankendämpfende Medikamente helfen?wie auch bei Depressionen??
    Danke :)

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  4. @anonym: wenn die Gedanken weg fallen, geschieht im Normalfall, dass man sich auf die Tätigkeiten konzentriert, die grad anfallen. Die allermeisten, die aus der DR rauskamen, erlebten es so (wie ich auch), dass man sich immer besser auf etwas anderes als die DR konzentrieren konnte. Zu Beginn denkt man noch: huch, jetzt hab ich ja eine Stunde lang gelesen und war voll DA! Oder...bei diesem Gespräch bin ich ja völlig präsent gewesen etc.
    Mit der Zeit wird das zum Normalfall und man verliert keinen Gedanken mehr an die Frage "bin ich jetzt da oder nicht?"

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  5. Medikamente KÖNNEN dabei helfen, aber sie sind nicht das Zaubermittel. SSRI zum Beispiel trägt lediglich zur allgemeinen seelischen Beruhigung bei. Ist das üblicherweise konstant-hohe Stressniveau nachhaltig runtergeschraubt, wird die negative Spirale (Stress-Selbstbeobachtung-erhöhter Stress etc.) gestoppt. Nun kann umgekehrt eine positive Spirale einsetzen. Wie gesagt, Medikamente können da unterstützen, aber sie müssen als Teil einer Therapie gesehen werden, nicht als das Wundermittel allein.

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    1. Also ein SSRI in Verbindung mit Therapie ( Angststörung) würde mir mein Leben erleichtern??

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    2. Möglicherweise schon. So war's bei mir. Aber wie gesagt, es geht eher darum, das allgemeine Stresslevel abzusenken. Da können Medis untersützend wirken, wichtig ist aber, das Ganze mit einer Fachperson anzuschauen.

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  6. Aber Mann ist doch mit DR noch voll da und kann alles machen also ist im grundegenommen nicht eingeschrenkt..?

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    1. Genau so ist es. Rein körperlich hat man keine Einschränkungen.

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  7. &was ist eigentlich der Unterschied zwischen "normaler" DR und einer die in Verbindung mit einer angststörung auftritt ??

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  8. Hallo ihr allen...
    Bei mir ist die DR nur, weil ich Angst vor ihr habe.
    Ich hab Ne Angststörung und Suche mir halt immer neue Ängste, vor 1woche war es noch Schlaganfall..
    Aber wenn ich die Angst davor verliere sind auch die Symptome weg ,in dem Fall die Angst...
    Also könnte ich theoretisch die DR in Minuten verlassen.
    Aber da ich mir im Moment noch zu viele sorgen mache ,ist Sie noch da ,das wird in spätestens 1wovhe vorbei sein, und dann hab ich wieder vor was anderem Angst und die dazu gehörigen Symptome..
    Aber warum ist das bei "euch" nicht so "einfach"?
    Liegt das daran das das bei mir durch die Angst entsteht ???
    LG

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    1. Das ist ja Schwachsinn ,das können die anderen auch wenn die keine angst mehr davor haben.. oder liege ich da falsch B.A. Ruch?

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    2. Jeder reagiert anders. Tatsache ist aber, dass Angsterkrankungen sehr wohl zu DR führen können. Die Studien, die es dazu gibt, belegen umgekehrt aber auch, dass diejenigen, die DR als Folge einer Angsterkrankung herausbilden, am besten auf Antidepressiva reagieren. In allen Fällen aber ist es wichtig, mit einem Arzt oder Psychologen das Gespräch zu suchen.

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  9. Das gruseligste Gefühl bei extremer Angst und Panikattacken ist die Empfindung von Unwirklichkeit. Man kann es am besten beschreiben als eine Veränderung deiner Sinneswahrnehmung, bei der du dich fast außerhalb deiner selbst fühlst, mit einem Gefühl der Leere, die an Depression grenzt. Ugh! Ich habe diese Gefühle gehasst. Aber sie sind VORÜBERGEHEND.

    Was sind das für Gefühle? Während großer Angst, exzessivem Sorgen, ständiger Gereiztheit, wiederkehrenden Panikattacken und ständiger Furcht wird das Nervensystem körperlich (und vielleicht auch emotional) erschöpft. Es kommt zu einem Aufbau von Stresschemikalien bei den Neurotransmittern. Möglicherweise sind die Levels von Serotonin und Noradrenalin verändert - das kann zu einer leichten Verzögerung in der Informationsübertragung zwischen Gehirn und Körper führen, zwischen Gedanken und Aktion. Das Interessante ist, dass diese Verzögerung oder veränderte Wahrnehmung ähnlich ist wie bei der Wirkung des THC in Marihuana. Wenigen Menschen ist das klar. Es ist bekannt, dass THC auch eine verzögernde Wirkung auf Neurotransmitter hat. WIE AUCH IMMER, bei der Empfindung handelt es sich um eine verzögerte Wahrnehmung unter Anspannung. Weil sich die ängstliche Person der Plätze und Situationen in denen Angst auftritt sehr bewusst ist, speichert das Gehirn diese Situationen um sich zu schützen und die hormonellen Bahnen bleiben aktiv und reaktionsbereit. Das erklärt folgendes: Wenn sich eine Person „durchcheckt“ um zu sehen ob sie/er noch immer die unerwünschte Empfindung von Unwirklichkeit hat, kann der Körper diese Empfindung wieder hervorbringen, sozusagen als Teil des „Tests“. Angst zu haben vor der „Unwirklichkeit“ und sie ständig zu analysieren führt definitiv dazu, dass die Empfindung bestehen bleibt.

    Es ist ein schmaler Grad, zwischen dem Wunsch das „Unwirklichkeitsgefühl loszuwerden“ (der so groß ist, dass du ihn direkt schmecken kannst) und dem Akzeptieren. Der Wunsch, diese Empfindung loszuwerden kann den Stress und die Angst erhöhen und wirklich dazu führen, dass das Gefühl bestehen bleibt. Sieh es so: Weil unser Gehirn bzw. unser Nervensystem nicht all seinen Stress auf einmal verarbeiten kann und Verzögerungen unvermeidlich sind, ERZWINGT dein Nervensystem Entspannung von dir - es zwingt dich dazu „runterzufahren“ und loszulassen. In diesem Sinne entsteht im Nervensystem ein Schutzkreislauf gegen weitere Spannung. Aber so sehen wir das nicht, oder? Nein! Wir erleben es und erwarten schreckliche und grauenhafte Folgen. Wir halten es für ein Zeichen drohenden Wahnsinns und Kontrollverlusts. Wie kann man am besten mit diesem grässlichen Gefühl umgehen? Es wird zweifellos durch Stress verursacht. Würdest du dich unwirklich fühlen während du am Strand neben einem Supermodel (weiblich oder männlich - wie du willst) liegst, das total von dir begeistert ist. Ich glaube nicht! Warum wäre deine Unwirklichkeit in dieser Situation nicht vorhanden? Weil du sie vergessen würdest und nicht so intensiv auf sie fixiert wärst. Hier hast du die Antwort. Du kannst das „unwirkliche“ Gefühl hassen, aber Akzeptieren ist die Voraussetzung, wenn du die Gewohnheit mehr Stress hinzuzufügen verändern willst.

    Akzeptiere einfach alles was geschieht. Unwirklichkeit ist von Natur aus vergänglich. Sie bleibt nur bestehen weil du sie fürchtest. Wie bei der Panik braucht es zwei Komponenten um die unheimlichen Gefühle am Leben zu erhalten - Anspannung und Zweifel. Die Empfindungen geschehen zu lassen, ohne den Versuch sie zu stoppen, sich zu verstecken oder wegen ihnen in Panik zu geraten - das ist wirklich der Weg sie zu überwinden. Und der Beweis sitzt hier und schreibt das. Ich hatte diese Empfindungen oft. Aber das ist
    jetzt vorbei.






    Habe gesehen das in dem anderen text viele Fehler waren ,hier ein neuer LG Jana

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    1. Danke, Jana, für diesen sehr schönen Beitrag!
      Alles Gute!
      Balz A. Ruch

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  10. Hallo..
    Ich habe eine angststörung& jetzt auch seid 2Monaten an DR.
    Ich halte das nicht mehr aus! &auch die Angst nicht mehr..
    Ich werde mir nächste woche ein Medikament gegen die Angst verschreiben lassen.
    Nun meine Frage: geht die DR dann langsam mit weg oder nur die Angst und die DR bleibt ..?
    Ich weiß sonst einfach nicht mehr weiter!
    Ich habe solche angst, das das bei mir nicht anschlägt und ich hoffnungslos verloren bin :(
    Brauche Hilfe!???

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  11. LiebeR Anonym

    die besten Ergebnisse mit Medikamenten haben ganz offensichtlich diejenigen Betroffenen, die auch an einer Angststörung leiden (das zeigen Studien im Mount Sinai Hospital in New York und andere Studien in London). Das heisst, wenn die Angst UNTER der DR liegt, ist die Chance sehr sehr gross, mit Medikamenten gute Ergebnisse zu erzielen. Bei mir war es genau so. - Ich will Ihnen deshalb Mut machen, wenn die Angst zurückgeht, wird auch die DR langsam schwinden. Wie ich im Blog schreibe, wird die DR durch Stress ausgelöst und durch Stress (und Angst ist wohl der grösste Stressor, den wir kennen) auch aufrecht erhalten.
    Bei mir war es so, dass ich nach ein paar Wochen bereits merkte, meine Anspannung erreichte immer nur noch einen gewissen Level. Nicht mehr.
    Das beruhigte mich schon mal. Sogar als die Scheibe noch da war, aber die Angst abnahm, war der Effekt, dass ich die Scheibe ganz anders interpretierte. Es war nicht mehr die Angst da, die Scheibe gehe ev. nie wieder weg. Sondern es war wie: Oh, ich fühl mich belämmert...aber es ist ja gar nicht so schlimm....
    Mit der Zeit -weil es ja in meinem Bewusstsein gar nicht mehr so schlimm war- vergass ich die Scheibe immer mehr, d.h. ich konnte meinem Alltagsleben nachgehen, mich auf Sachen konzentrieren und so nach und nach die Scheibe immer mehr vergessen.

    Was die Medikamente angeht, sind zwei Sachen wichtig.
    Erstens, dass Sie nicht nur einfach Medis verabreicht bekommen, sondern auch eine gute Gesprächstherapie oder zumindest eine fachlich gute Begleitung haben. Das hilft enorm.
    Zweitens: haben Sie Geduld mit sich selbst. Medikamente dieser Art wirken erst nach einer gewissen Zeit. Eventuell müssen Sie verschiedene Präparate ausprobieren, denn jeder reagiert anders. Mir half mein erstes Medikament nicht viel, nach vier Wochen änderten wir das Präparat und das schlug dann an.
    Langfristig gesehen sind SSRI (Antidepressiva) effektiver als kurzfristig wirkende Benzo-Präparate. Aber da wird Sie Ihr Arzt bestimmt gut informieren.

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas die Angst nehmen...und Hoffnung machen. Eigenartigerweise haben nämlich genau wir "ängstlichen" guten Chancen wieder rauszukommen.

    Viel Kraft und alles Gute!
    Balz A. Ruch

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    1. Ja also die Angst ist eigentlich auch das schlimme daran! Habe morgen einen Termin bei meinem Hausarzt ,das Problem ist nur ich bin erst 16 Jahre alt.Und ich glaube nicht ,das der mir dann einfach ein SSRI verschreibt...
      Ich beschreibe mal kurz meine Situation: traue mich nicht mehr raus ,mache nichts mehr mit Freunden, Psychologin kennt sich nicht mit DR aus... Habe schrecklich Angst & weiß einfach nicht mehr vor und zurück ..
      Bin Jetz schon mehrfach von der Arbeit nachhause & auch morgens zuhause geblieben weil ich angst hatte..!
      Ich habe einfach so eine verdammte Angst den Rest meines Lebens damit verbringen zu müssen, denn ich kann nicht richtig leben!
      Aber auch wenn ich die medikamente bekomme, wer garantiert mir das Sie helfen !? Oder irgend ein Medikament..!!?
      Hatte gestern 5 panikattacken:-(
      Ich will einfach leben genießen und meine Jugend leben, aber das kann ich so nicht!!
      danke für ihre Hilfe, das baut mich sehr auf.
      LG

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  12. LiebeR Anonym
    gegen die Angst gibt es tatsächlich die effektivsten Medikamente.
    Schade, dass Ihre Psychologin sich mit DR nicht auskennt. Vielleicht aber hat sie Erfahrung in bez. auf Panikattacken/Angststörungen. Da gibt es nämlich einige gute verhaltenstherapeutische Methoden, um mit denen umzugehen. Bei Ihnen scheint die Grundproblematik tatsächlich eine Angsterkrankung zu sein. Hier kann die Psychologin bestimmt ansetzen, auch wenn sie mit DR nicht so vertraut ist.
    Die Angst bei Ihnen ist offenbar so stark, dass die DR als körpereigener Schutz, sie zu "beruhigen" versucht. Die Angst sucht sich immer neue Objekte aus, auf die sie sich projizieren kann, z.B. Angst vor der Scheibe, Angst, ob die Medikamente wirken oder nicht, Angst, dass es nie weg geht, Angst vor der Angst.
    Hier gilt es zunächst den inneren Stresspegel herunter zu fahren. Das braucht etwas Geduld, dazu gibt es Körperübungen, aber auch Medikamente. Auch mit 16 kann man SSRI bekommen. - Sollten Sie mit der Psychologin nicht zufrieden sein, können Sie bestimmt auch wechseln zu jemandem, der mit Angststörungen vertraut ist.

    Ich wünsch Ihnen alles Gute!
    Balz Ruch

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  13. Danke für die antwort..
    Leider hat mein Hausarzt mir nichts verschreiben wollen.. Er hat mir eine Überweisung zu einem Spezialisten(angsterkrankungen) gegeben .
    Ich hoffe, das der sich damit auskennt ,und mir etwas verschreibt.??Ich wäre auf jeden Fall bereit parallel eine Gesprächs Therapie zu machen..
    Ja ,glaube auch ,das das die Angst das ist, hatte schon mal einen Tag wo ich mal keine Angst davor hatte & es vergessen habe..aber dann hab ich mir gedacht Ohhh Gott was is wenn das wiederkommt...baamm war es wieder da..
    Und ist das eigentlich normal das die DR sich verändert ??

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  14. Ja, es ist sogar ein sehr gutes Anzeichen, wenn die DR sich verändert.
    Die DR vergessen...heisst ja genau, KEINE DR zu haben. Das kenne ich sehr gut. Da konnte ich mich z.B. eine Stunde lang auf etwas konzentrieren (Film, ein Buch, Musik, eine Arbeit, egal was) und merkte: "He..wow! Die Scheibe ist ja weg!" ---und prompt war sie natürlich wieder da.
    Wenn man aber die Angst herunterfahren kann, werden die Momente, in welchen man die DR vergisst, immer mehr und immer länger. Deshalb müssen Sie den Spezialisten unbedingt darauf ansprechen, wie das bei Ihnen die DR gestartet wird, nämlich mit der Angst. Der Hausarzt ist wohl vorsichtig und hat sie immerhin zum Profi überwiesen. Bin sicher, dass er sich da besser auskennt und Ihnen weiterhelfen kann
    Dieser Tag, an dem Sie die DR vergessen haben, waren Sie ganz offensichtlich entspannt, hatten keine Angst etc. VIelleicht können Sie jetzt schon, für sich selbst Sachen finden, die Ihnen helfen, sich etwas zu entspannen.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute!
    Balz A. Ruch

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    1. & was ist wenn die Medikamente Nicht anschlägt?

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    2. dann können Sie ein neues probieren. bei mir schlug das zweite SSRI (paroxetin) deutlich an, vorher brachte es nicht viel und ich besprach das mit meinem therapeuten.

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  15. Ich bin momentan total verwirrt!
    Ich habe die DR so stark wie nie..
    Aber die Angst ist weg..!?
    Ich verstehe das nicht ..ohne Medikamente & alles..
    Das beunruhigt mich total...weil dir DR trotz nicht vorhandener Angst da ist..!?
    Bin Jetz 2 Wochen krank geschrieben weil es nicht mehr geht...
    Ich habe einfach unvorstellbar Angst ,das die Medikamente nicht helfen.!
    Ich kann nicht mehr...
    Habe mich im Internet nochmals informirt über die medikamente..& dort steht das wirklich keine Medikamente gegen DR hilft ..:(
    In ihrem Falk war das ja mit der Angst& die ist bei mir ja Jetz weg & das heißt ja das es keine reizüberflutung ist ..
    Ich hatte zwar erst die angststörung und dann DR, aber hatte Jetz seid DR fast keine panikattacken mehr :(( Ich habe wirklich keine Kraft & Lust mehr!!!

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  16. Angst heisst nicht nur Panikattacken. Angst hat verschiedene Formen, z.B. auch die Beunruhigung, warum die DR noch da ist oder die Angst, dass die Medis nicht helfen könnten. Obwohl Sie keine Panikattacken haben, ist meiner Ansicht nach -so wie Ihr Mail auf mich wirkt- die Angst immer noch an der Wurzel ihrer DR. Deshalb müssen Sie unbedingt mit einem Psychologen/Psychiater Kontakt aufnehmen.
    Im Internet lesen Sie, dass keine Medikamente helfen...nun, es ist eher so, dass kein Medikament für alle Leute mit Sicherheit helfen, sondern, dass verschiedene Medikamente im Zusammenhang auch mit Therapien etc. hilfreich waren für verschiedene Leute.
    z.B. halfen mir SSRI -langfristig gesehen am besten.
    Zusammengefasst: ich hab sehr wohl den Eindruck, dass die Angst noch da ist (wenngleich die Attacken abgenommen haben) und Sie deshalb in erster Linie diese angehen sollten.
    Alles Gute
    Balz A. Ruch

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  17. Ergänzung: wieso ist die DR stärker und die Panikattacken weg? Das ist ja auffällig, aber völlig logisch. Die Derealisation ist ja ein Schutzmechanismus (so eiganartig das tönt). Die Seele packt sich plötzlich in Watte, damit die Gefühle nicht zu stark werden.
    Das heisst also nicht, dass die Angst plötzlich "weg" ist. Es geht vielmehr darum, dass Sie den Erregungspegel herunter fahren können. (Hier kommen dann Medikamente ins Spiel).
    Es braucht dann etwas Geduld: Zu Beginn einer medikamentösen Therapie merkt man nicht viel. Mit der Zeit merkt man, wenn ein Medikament wirkt. Man wird tatsächlich ruhiger, gelassener. Die Scheibe kann aber eine zeitlang noch fortbestehen, schliesslich ist sie ein antrainierter Mechanismus. Es kann also durchaus auch eine Phase geben, wo man sich TROTZ DR sich besser fühlt. Oder umgekehrt betrachtet: wo man sich zwar besser fühlt, aber trotzdem noch die DR spürt. Es ist sehr wichtig zu wissen, dass auch dies ein vorübergehender Zustand ist. Die Scheibe hinkt dann dem allgemeinen Wohlbefinden noch etwas hinterher. Frage: haben Sie denn einen Therapeuten? Der Hausarzt allein wird nicht viel bringen, wenn er sich nicht auskennt.
    Alles Gute
    B. R.

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  18. Ja ,habe eine therapeutin, die auch keine Erfahrungen mit DR hat..
    Ich habe in 2 Wochen einen Termin ,mit einem Spezialisten..
    Also ich habe mir gedacht: wenn ich etwas gegen die angststörung bekomme, habe ich auch keine Angst mehr das die DR nicht weg geht..
    Es ist dann halt ein Gefühl was da ist, aber ich habe dann keine Angst davor ...müsste dann eigentlich dazu führen, das ich es akzeptiere( ja is halt noch das Gefühl) da ich ja keine Angst davor habe..
    Bedeutet dann wieder ,das ich es vergesse und evt. Sogar überwinde.?
    Stimmt das ??
    LG

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  19. Genau so war es bei mir, auf jeden Fall. Aber es dauert eine Weile
    1) bis das Medikament sich in der Wirkung ganz entfaltet und
    2) bis die DR sich nach und nach verflüchtigt, weil man sich innerlich immer mehr beruhigt.

    "Eine Weile" ist natürlich ein dehnbarer Begriff. Bei mir stellte ich erst ein Monat nachdem ich das richtige Medikament gefunden hatte, die erste Besserung ein (d.h. innerlich ruhiger TROTZ DR)
    und gesamthaft besser -also auch die DR weniger stark...das dauerte noch ein paar Monate länger.
    Es braucht halt wirklich einige Geduld mit sich selbst.
    Alles Gute und viel Geduld!
    Balz Ruch

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    1. Was war das ür ein Medikament ?

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    2. Das war das SSRI namens Paroxetin. Aber es gibt auch andere wirksame SSRI.

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  20. servus...
    mein name ist wolodja und ich komme aus berlin.

    seit ein paar tagen lese ich in diesem blog und bin sehr froh, dass google mich auf den aufmerksam gemacht hat. denn so richtig wusste ich bis vor kurzem noch gar nicht was mit mir los ist, aber jetzt weiss ich´s ganz gewiss, dass ich unter DR/DP leide.

    und ich bin auf der suche nach austausch mit menschen, die auch darunter leiden, oder noch besser: mit menschen, die geheilt davon sind...

    aber zuerst meine geschichte in Kurzform:

    letztes jahr war ich auf grosser asienreise und mitten in der Mongolei hatte ich eine heftige panikattacke. Ich musste alles abbrechen und zurück nach berlin fliegen. mehrere Wochen wusste ich nicht was mit mir los war. bin von arzt zu arzt gelaufen (der anfang dürfte hier bei vielen gleich abgelaufen sein)... ca. einen monat später dann habe ich mich in die offene psychiatrie einweisen lassen. dort war ich 3 wochen und ging raus mit dem Medikament Seroquel Prolong (150mg)

    die diagnose war: F23.0 (Akute polymorphe psychotische Störung ohne Symptome einer Schizophrenie) UND F41.1 (Angstneurose)

    Das war erstmal ein SCHOCK! ich hätte nie gedacht, dass ich mal an einer psychischen krankheit leiden könnte.

    Nun ja, jetzt ging es darum wie ich da am besten wieder rauskomme. In Berlin musste ich sehr lange nach einem Platz für eine Therapie suchen. Mitte April.2012 war es dann soweit. Mittlerweile bin ich fast am ende der Therapie und kann ganz klar sagen, dass die Therapie mir am meisten geholfen hat.

    Von den Tabletten (seroquel) bin ich schon seit 3 Monaten runter. Die letzte "starke" Panikattacke ist ca. 2 Monate her.

    Ich habe 2 Notfall-Medis:

    zum einen Tropfen (Promethazin-neuraxpharm) die ich nehme, wenn ich merke, dass sich da was ankündigt. Ich nehme es auch immer unterdosiert. also die hälfte von dem was der Arzt empfiehlt und es hilft. So langsam komme ich dann runter...werde müde und schlafe.

    Zum anderen habe ich mir Tavor verschreiben lassen. Es aber noch nie eingesetzt!
    (kenne die Wirkung aber von der Zeit im Krankenhaus. Es wurde mir am ersten Tag gegeben und ich hatte einen wunderbaren angstfreien Tag gehabt :) )

    So, was habe ich alles unternommen um wieder "normal" zu werden:
    - Damals mit vegetarischer Ernährung angefangen, mittlerweile Vegan
    - Verhaltenstherapie
    - Autogenes Training (hilft sehr! )
    - Gittare spielen (leider nicht sehr diszipliniert)
    - sport treiben! (auch wenn es nur ein bis zwei mal die woche joggen ist)
    - rauschfrei seit der Panikattacke (Aug. 2012) (ab und zu aber 2 bis 3 Bier)
    - trinke jetzt viel Tee (vor allem Abends)



    Das alles hat mir sehr geholfen!!! Im Vergleich zu vor einem Jahr, gehts mir heute Super!

    Ich kämpfe aber noch mit der DR / DP ... vor allem in den letzten Wochen und verstärkt in den letzten 3 tagen. Ich tippe mal, es könnte daran liegen, dass ich kommenden Freitag heirate...

    Ich kann mich nicht richtig darauf freuen, denn irgendwie sind meine Gefühle taub... wenn ich meine Freundin anschaue, ist alles irgendwie unwirklich. Sie weiss über alles Bescheid und hat auch Verständnis für alles, aber die Einzelheiten der DR/DP habe ich ihr noch nicht erzählt. Das würde Sie nicht verstehen. und ich kann es ihr auch nicht verübeln! Sie freut sich auf die Hochzeit und ich kann mich nicht freuen. (Wir machen mir zu liebe nur eine kleine hochzeit im engsten Kreis)
    Das zieht mich stark runter!
    Für die Hochzeit habe ich mir Tavor besorgt. das möchte ich gleich morgens nehmen, damit ich den Tag ohne angst überstehe. Ich kann mich also überhaupt nicht auf den schönsten Tag in meinem Leben freuen... :((((((

    Und wir sind im dritten Monat schwanger. Es ist ein Wunschkind! Und wir werden bald eine Familie sein. Einerseits freue ich mich sehr, und andererseits habe ich Angst, dass ich es nicht schaffe ein guter ehemann und vater zu sein. und dass mich diese DR/DP noch lange in schach halten wird...

    jetzt hoffe ich auf gute ratschläge wie ich die Hochzeit über die Bühne bringen kann :)

    grüße aus Berlin

    Wolodja



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  21. Hallo, Wolodja

    Danke, dass Sie Ihre Geschichte mit uns teilen!
    Da ist schon viel Positives mit dabei, wie Sie Ihre DR und die Angstproblematik in den Griff kriegen können. Alle, die mit Angststörungen zu kämpfen haben, müssen damit rechnen, dass in gewissen einschneidenden Lebenssituationen sich die Angst wieder meldet. Und natürlich kann das vorübergehend auch die DR wieder aktivieren oder verstärken. Dessen muss man sich einfach mal bewusst sein und es akzeptieren. Gleichzeitig ist die Angst -meiner Ansicht nach- besser regulierbar als die DR. Auch hier gilt: den gesamt-Stresspegel zu senken versuchen.
    Sport, gute Ernährung etc. haben Sie ja bereits positiv erlebt.
    Nun ist die "Angst vor der Angst" eines der Hauptstressoren bei Angststörungen. Sie haben jetzt schon "Angst", dass Sie an der Hochzeit Angst haben werden. Sie könnten sich fragen, WAS genau denn an der Hochzeit Angst macht? Die Leute, die Zeremonie, im Mittelpunkt zu stehen oder dass etwas schiefgehen könnte? Und wenn Sie das Ganze etwas nüchterner betrachten würden? Als ein Familienfest z.B. der kleine Rahmen ist ja schon mal gut.
    im Übrigen haben die meisten Leute "Angst" vor dem Hochzeitstag, oder sind zumindest sehr nervös. Das hat mit den sehr hohen Erwartungen zu tun. Wenn man die etwas herunter schraubt, ist alles nur noch halb so wild, könnte ich mir vorstellen.
    Auch Vater zu werden kann uns Männern Sorgen bereiten. Aber da wird jeder bestätigen: man wächst in diese Aufgabe hinein. Zu Beginn ist ja vor allem die Mutter gefragt -ein guter Trick der Natur-.... und der Vater kann sich genau so schnell oder langsam einbringen, wie es für ihn stimmt. Die Tatsache, dass Sie selbst offenbar positiv aufs Körperliche reagieren (Sport, Autogenes Training, Essen etc) wird Ihnen eine grosse Hilfe sein: Säuglinge brauchen vor allem Körperkontakt!! Und der ist sehr heilsam...für das Kind UND den Vater. Machen Sie sich keine Sorgen wegen Ihrer Vaterschaft: das Kind selbst wird Ihnen zeigen, wie Sie's am besten machen können -ich spreche aus Erfahrung. ;-)

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen wirlich ALLES GUTE für die Hochzeit und die Zukunft!
    Vielleicht hat jemand in diesem Blog aber auch noch andere, bessere Ideen und Tipps.

    Gruss
    Balz A. Ruch

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  22. hallo Balz,

    erstmal vielen dank für die schnelle Antwort und vor allem für die beruhigenden und gut-tuhenden Worte.

    Ich habe mir auch schon oft vorgestellt wie die Hochzeit ablaufen wird und was genau mir angst machen könnte. Am Dienstag habe ich nochmal eine sitzung mit meiner Therapeutin und da soll es nur um die anstehende Hochzeit gehen.

    Aber ich habe mittlerweile schon selber rausgefunden, was ich befürchte. Und zwar, dass ich meiner Freundin nicht den schönsten tag ihres lebens bescheren kann. Ich könnte nicht so gut schauspielern und meinen Stress so gut verstecken, dass sie es nicht merken würde. Von den Gästen wissen nur meine Eltern und meine Schwester bescheid. Ihre Eltern und Großeltern wissen nicht bescheid...

    Das setzt mich unter Stress! Denn ich würde gerne unsere Hochzeit fröhlich feiern...Aber ich bin ehrlich gesagt heilfroh wenn dieser Tag rum ist... (das klingt schlimm, aber ich bin sicher, dass ich hier im Blog verstanden werde)

    ich werde berichten!

    ansonsten würde ich mich gerne mit Menschen austauschen, die auch aus einer Angststörung heraus die DR entwickelt haben.

    Vielleicht kann ich sogar helfen. Denn wie gesagt, vor einem Jahr war alles viel schlimmer!!! ...jetzt muss ich mich ja nur noch mit DR /DP rumärgern... gegen das was ich hinter mir habe, ist es ehrlich gesagt ein kleines problemchen. Was sicher auch noch weggehen wird...

    wolodja

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  23. Hallo, Wolodja

    im Normalfall muss man an einer Hochzeit selber gar nicht so viel "tun", es reden ja immer vor allem die anderen (Standesbeamter, Pfarrer, manchmal der "best man" oder die Gäste selbst). Selber muss man ja nur ein Wort sagen (z.B. "Ja".... :-) Die Frage ist, ob SIE Ihrer Freundin den schönsten Tag bescheren müssen...eigentlich IST es ja der Tag selbst, bzw. die Tatsache, dass Sie sie heiraten.
    Vielleicht reden Sie ja trotzdem über Ihre Befürchtungen mal mit ihr. Da sie ja -wie Sie im ersten Eintrag schreiben- informiert ist und Verständnis hat, könnte es ja sein, dass Sie auch da Verstädnis hat und Ihnen etwas Stress abnehmen kann. WENN Sie mit ihr reden, dann natürlich ganz vorsichtig, so in der Art: "Ich hoffe, ich bin dann nicht zu nervös oder so".
    Im Normalfall machen wir Menschen uns viel zu viel Sorgen im Voraus. Im Nachhinein -wenn dann eben doch alles gut gegangen ist- sagen wir uns: Hätte ich es doch gleich lockerer gesehen.
    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute!!
    Balz

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  24. morgen ist es soweit.... bin auch ganz entspannt eigentlich... :)

    dein Blog hat mir auf jeden fall geholfen! immer wenn ich über meine Symptome lese, also wenn ich feststelle, dass ich nicht der einzige bin, dem es so geht, dann beruhigt mich das sofort. das war schon von anfang an so...

    ich werde dir in den nächsten tagen berichten wie die hochzeit war.

    bis dahin wünsche ich dir ein schönes Wochenende...

    gruß

    wolodja

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  25. hallo balz...

    hochzeit war wunderbar! natürlich nicht zuletzt wegen Tavor... :)

    Es lief alles sehr reibungslos... meine Familie, die ja über alles bescheid wissen, meinte auch, dass ich sehr gut drauf und fröhlich rüberkam.

    gestern und vorgestern hatte ich zudem noch eine Fortbildung, die ich auch gut überstanden habe.

    So kann man zusammenfassend sagen, dass es mir gerade sehr gut geht. Leider weiss ich nicht, wie lange das anhält... :( ich werde in zukunft auch etwas aktiver im angst-forum unterwegs sein. vielleicht kann ich da auch betroffenen helfen...

    danke dir für deine aufmunternden Worte und mentale Unterstützung!

    Ich werde hier öfter reinschauen und melde mich spätestens wieder wenn die DR /DP wieder auftaucht. :)

    gruß
    waldemar

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  26. hallo Balz,

    da bin ich wieder... und wie du dir wahrscheinlich denken kannst ist die DR/DP wieder da. seit ca. 5 tagen merke ich sie wieder verstärkt...

    immer wenn es ganz schlimm ist, lese ich diesen thread. das lenkt mich ab und hilft mir aus diesen gedankenkreisen raus zu kommen.

    mir ist aufgefallen, dass ich mich hier mittlerweile mit 3 verschiedenen namen gemeldet hab...also hier eine kurze Erklärung. ( denn schitzophrenie wurde ja ausgeschlossen :) )

    "wolodja" - ich bin in russland geboren und aufgewachsen. den Nickname benutze ich gerne in Foren
    "peter willam" mein pseudoname bei google+
    "waldemar" mein offizieller deutscher name. :)

    ich steh kurz davor einen deiner tipps zu befolgen und mit meinem arzt über antidepressiva zu sprechen. Selber habe ich noch absolut keine Erfahrungen damit gesammelt, aber ich bin verzweifelt und für alles offen.

    die letzten tage schlafe ich sehr schlecht. sehr unruhig und ganz seltsame träume. weiss morgens erstmal nicht so recht, ob ich schon wach bin oder immer noch schlafe oder vielleicht noch träume. und somit kreisen meine ersten gedanken morgens gleich um die DR/DP. dass das schlecht ist, weiss ich, nur leider kann ich es nicht einfach abstellen und an was schönes denken.

    zudem ist mir aufgefallen, dass ich die letzten tage sehr träge bin. absolut kein antrieb was zu machen. den ganzen tag vor dem Fernseher und nebenbei internet... ständig facebook, spiegel-online und nach DR/DP googeln. ich hab absolut zu gar nichts lust! :(

    eine gute Freundin hat mir eine Schamanin empfohlen. ich musst erstmal schmunzeln, aber ich vertraue der freundin sehr und werde mal bei der schamanin anrufen und um einem termin bitten. davon werde ich dann hier berichten.

    gruß aus berlin

    waldemar

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  27. lieber waldemar

    das mit dem namen ist kein problem :-)
    zum thema schamanin kann ich dir nichts sagen. aus eigener erfahrung kann ich nur sagen, dass bei mir alles, was nicht schulmedizin war (und ich habe ein paar solche ausprobiert), für mich kontraproduktiv waren, weil sie das "irreale" gefühl eher verstärkten. aber das ist halt meine erfahrung, daher meine skepsis.
    hingegen tönen deine anderen beschreibungen sehr nach einer depression: antriebslosigkeit, müdigkeit, gedankenkreisen, am morgen nicht "raus" zu kommen, derealisierter zustand etc. sind typisch für eine depression.
    daher wäre meine empfehlung ein psychiater, d.h. ein psychologe, der sich einerseits mit depression und DR auskennt UND gleichzeitig arzt ist und dir SSRI-antidepressiva verschreiben kann.
    ich wünsche dir also auf deiner suche nach einer geeigneten begleitung alles, alles gute!
    balz a. ruch

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  28. hallo ihr!

    habe letztens dieses buch gelesen und es hat mir gut gefallen bzw. fand es sehr informativ.
    DEPERSONALISIATION UND DEREAÖISATION
    Die Entfremdung überwinden

    von Matthias Michal

    kennt das wer von euch?

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  29. hallo balz,

    heute nacht war wieder furchtbar schlimm! also bin ich nachmittags zum arzt und hab mit ihm geredet. er wollte mir ungern ssri verschreiben, aber hat es dann am ende doch gemacht. ich nehme ab morgen paroxan. immer morgens und die erste woche halbe Tabletten und danach eine ganze jeden morgen... in zwei wochen möchte er mich Wiedersehen und dann schauen wir mal wie ich das vertrage.

    heute nacht war wirklich schlimm!!! ich wusste nicht, ob ich nun träume, wach bin oder schon verrückt geworden bin. habe mich die ganze zeit hin und her gewälzt und somit auch meine frau wach gehalten. als ich dann morgens endlich das bett verlassen hab, ging es mir gleich etwas besser, habe mich aber trotzdem ständig weiter beobachtet. habe dann einem freund beim dachdecken geholfen und war sogar noch beim Yoga und jetzt gehts mir eigentlich gut. möchte aber nicht ins bett gehen, denn ich befürchte, dass die nacht wieder schlimm wird...

    ich find es toll wie du diesen blog hier führst! du kannst dich auch so wunderbar ausdrücken und präzise beschreiben was DR/DP eigentlich ist. Das hilft mir immer dann sehr, wenn ich wieder einmal denke, dass ich die krontrolle verliere und verrückt werde. dann lese ich hier und es wird besser...

    danke dafür!

    gruß
    waldemar

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  30. hallo balz,

    ich schon wieder... waldemar.
    ich weiss nicht ob dieser post so richtig für den blog taugt, weil ich glaube einige könnte das stark abschrecken... Bei jedem ist die Wirkung von paroxetin ja anders, aber bei mir ist es furchtbar!!!

    heute morgen die erste halbe genommen und das wird auch die letzte sein. mir geht es furchtbar schlecht!... jetzt ist es 17:30Uhr und weiss gar nicht wie mir geschieht... vor einer stunde stand ich bei LIDL an der Kasse und das war die Hölle!

    ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll die körperlichen Nebenwirkungen aufzuzählen, aber viel schlimmer find ich die psychischen...

    ich bin sicher, dass es nicht so gut ist, nach einem tag abzusetzen, aber anders geht es nicht...

    hoffentlich geht es mir morgen etwas besser...

    gruss
    waldemar
    (milkjunkie@gmx.net)



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  31. lieber waldemar

    ja, es scheinen die nebenwirkungen DIESES medikamentes zu sein. es muss erstens nicht heissen, dass das noch lange so weiter geht. meistens sind das reaktionen, bis der körper sich an die substanz gewöhnt und die flauen dann ab. aber wenn es so unangenehm ist, würde ich das medikament wechseln. aber das ist wichtig: UNBEDINGT MIT DEM ARZT besprechen!!
    der wird dir ein anderes verschreiben. bei mir schlug das erste medikament gar nicht ein (was natürlich weniger schlimm ist als so schlechte nebenwirkungen). das zweite war dann sehr gut.

    mein rat also: SOFORT Notfall-termin beim arzt einholen.
    hoffentlich klappt's.
    alles gute!
    balz

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  32. danke für deine schnelle Antwort!

    ich werd morgen früh zum arzt laufen... mal sehen was er sagt... aber dieses medikament wird mir nicht helfen....

    ich werde wieder berichten.

    gruß und nochmals danke für die schnelle Antwort!
    waldemar

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  33. hallo balz,

    gestern abend so ab ca. 18 uhr wurde es langsam besser... so um 2 uhr konnte ich dann sogar einschlafen und hab dann 4 stunden mit unterbrechungen geschlafen.

    morgens hab ich mir ein Stück brötchen reingequält und bin zum arzt. er sagte auch sofort absetzen und hat mir johanneskraut verschrieben. 900 laif. deutlich weniger Nebenwirkungen laut seiner aussage.

    nun ja, jetzt ist mittlerweile auch der letzte rest vom ssri raus. es geht mir ganz gut. und ich schmiede schon wieder neue Pläne... :)

    - ich möchte ab jetzt mehr struktur in meinen alltag bringen! (ich mache mich gerade selbständig und es ist etwas schwierig wenn einem kein anderer sagt, was zu tun ist) :)
    - mehr auf ernährung achten! werde von vegan wieder auf vegetarisch schalten...
    - morgens SOFORT aufstehen und den Tag beginnen...
    - wieder mehr laufen gehen, is nämlich etwas eingeschlafen...
    - und habe mir vorhin ein buch mit CD zum thema Achtsamkeit bestellt.


    und ich möchte die letzten tage als keinen Rückfall auf dem weg der besserung betrachten.

    schönen Gruß
    waldemar

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  34. Hallo Herr Ruch,

    zunächst einmal vielen Dank für Ihren Blog. Das ist wie ein Anker, wenn es ganz schlimm ist. Kenne Sie das Buch- Das Gefühl ein NObody zu sein- von Berit Lukas? Ihre Schilderungen, die ich hier nicht ausführen möchte, haben mich sehr entmutigt und geängstigt. Meine Größte Angst ist, dass die DP/DR nie wieder weg geht und ich mein Leben so verbringen muss. Vor allem meinem Kind gegenüber finde ich das uerträglich.
    Grüße und Danke

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  35. Liebe(r) Anonym

    ja, ich kenne das Buch. Es befasst sich allerdings stark auch mit Depersonalisation, d.h. mit dem Gefühl der Taubheit dem eigenen Körper gegenüber. Und -typisch für ein deutsches Buch, wie mir scheint- ist es wissenschaftlich-medizinisch sehr aufschlussreich, aber als ich es las, war ich nicht so ermutigt. Da gefallen mir angelsächsische Bücher besser, die z.T. Übungen vorschlagen, d.h. viel praxis- und heilungsbezogener sind. Ich weiss nicht, wie gut sie Englisch können, ansonsten ist absolut zu empfehlen: Dan Baker et al. "Overcoming depersonalisation & feelings of unreality". Und auf der wissenschaftlichen Ebene "D. Simeon und J. Abugel: Feeling Unreal".
    Als ich diese Bücher las ermutigte mich das sehr stark, da sie zeigen, ES GIBT Therapieformen, ES GIBT Medikamente, die nachweislich wirken etc. man muss dann halt Geduld haben .
    Ich kenne natürlich die Angst sehr gut "Geht das jemals wieder weg?"...zumal ich schon einmal eine sehr lange DR-episode hinter mir hatte (in jungen Jahren).
    Diese Frage ist aber TEIL des ängstlichen Selbstbeobachtungs-Syndroms sozusagen. Deshalb ist es wichtig, positiv zu bleiben und zu wissen: JA; DIE DR/DP KANN JEDERZEIT wieder schwächer werden, unbeachtet bleiben, sogar GANZ verschwinden. Jede kleinste positive Veränderung (z.B. das erleichternde Gefühl nachdem man einen positiven Bericht, eine "recovery story" gelesen hat) ist ein kleiner Schritt auf dem richtigen Weg!
    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Hoffnung und alles Gute!
    Und eine frohe Adventszeit!
    Balz Ruch

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  36. hallo Balz,

    ich wollte ja unbedingt zu den Leuten gehören, die hier auch posten wenn es ihnen besser geht und sie gutes zu berichten haben... weil ich mir denken kann, dass viele sich nicht mehr melden wenn es ihnen erstmal besser geht und sie wieder ganz "normal" durchs leben gehen...

    seit nun gut 3 wochen nehme ich ja jeden morgen mein johanneskraut ein und es läuft gut. bin wieder deutlich aktiver die letzten tage. es fällt mir nicht mehr so schwer, mich zu motivieren was zu machen. auch wenn es sachen sind, die ich nicht ganz so gerne mache... :)

    zu dem habe ich mit den Achtsamkeitsübungen angefangen. Auch ne tolle Sache!

    das einzige was nicht ganz so gut klappt, ist das Durchschlafen. Ich gehe immer spät ins Bett und jedesmal wenn ich meiner Frau zu liebe früher ins Bett gehe, kann ich schlecht einschlafen. vor allem weil ich dann viel grübele, aber nicht in der Vergangenheit sondern vor allem bin ich mit meinen Gedanken in der Zukunft. Auch immer positiv gestimmt, aber ich kann es schwer abstellen und zur ruhe kommen wenn ich nicht wirklich sehr müde bin.
    leider kann ich im bett auch nicht lesen oder mit dem ipad rumsurfen, denn dann kann meine frau nicht einschlafen... :) wir haben aber abgemacht, dass wir es mit einer schlafbrille für sie probieren.

    Wegen der DR / DP ist es bei mir eher ruhig geworden. Ich stelle öfter ganz plötzlich und überraschend fest, dass ich mich auf einmal beobachte. Aber ich reagiere darauf komischerweise ganz entspannt und es stresst mich nicht. ich hoffe, das bleibt so oder wird wenigstens nicht schlimmer.

    nun ja, das ist mein neuester stand

    ich wünsche allen hier einen tollen Rutsch ins neue Jahr!!!

    viele grüße aus berlin
    waldemar

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  37. Lieber Waldemar
    vielen Dank für Dein ermutigendes Posting. Das freut mich zu hören. Jede noch so kleine Verbesserung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich wünsche Dir, dass das mit dem Ein-/durchschlafen auch bald besser kommt. Ich hatte zu Beginn für den Notfall Einschlafhilfen (benocten z.B.), aber ich hab festgestellt, dass es auch ohne geht. z.B. die Atemachtsamkeitsübung beruhigte mich sehr, das geht auch im Bett im Liegen. Und vor allem, sobald ich besser bei Kräften war, begann ich wieder mit Fitness und Sport. Nicht übertrieben, aber doch so, dass die Muskeln am Abend nach Entspannung riefen. Nie schlief ich besser ein.
    In dem Sinne auch Dir einen guten Rutsch und alles Beste fürs 2013!
    Gruss
    Balz

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  38. Hallo Balz,

    es gab Tage, da habe ich mehrmals am Tag in diesem Forum gelesen. Dann kamen die Tage wo ich nur einmal am Tag vorbeigeschaut hab und jetzt kommt es nur noch alle paar tage vor... :)

    Du vermutest ganz richtig; ES GEHT MIR BESSER! :)

    Seit Neujahr musste ich nur einmal eine halbe Tavor-Tablette nehmen und das auch nur weil ich sehr grossen Stress hatte. Ich war nämlich mit einer Gruppe von 22 Leuten im Skiurlaub. In einer Selbstversorgerhütte. Ich war der Organisator der ganzen Geschichte und hatte dementsprechend viel um die Ohren...

    Und da ich mir ja fest vorgenommen habe Dich bei diesem tollen Blog zu unterstützen, schreibe ich mal auf, was ich in den letzten wochen gemacht hab...

    - ich geh fleissig zum Yoga
    - esse einmal die woche Fisch (Makrele, hering oder Lachs...wegen dem omega 3)
    - vor allem nehme ich pünktlich jeden morgen mein Johanneskraut ein. Welches mir sehr gut tut und den nötigen antrieb gibt...

    es kommt ab und zu vor, dass ich mich auf einmal wieder selbst beobachte oder dass ich mich in Gedanken-Ketten reinsteigere, aber es ist nicht mehr wie früher. Also es macht mir nicht mehr so viel angst. Vor allem morgens nach dem aufwachen im Bett passiert es öfter.

    Ich muss immer zu (wenns mal wieder los geht) an die "Scheibe" denken. Anscheinend sehen viele Betroffenen die Scheibe, aber ich nicht. Noch nicht mal etwas ähnliches... Die meisten anderen von dir beschriebenen Symptome passen auch zu mir, aber nicht die Scheibe.

    nun ja, danke nochmal für alle deine Tipps und ich werd hier immer mal wieder berichten...

    gruß
    waldemar

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  39. Danke, Waldemar, für die ermutigenden Zeilen!
    Freut mich sehr zu hören, dass es bergauf geht!
    Ja, es ist ein langsamer Prozess, das Ganze, aber nach und nach beruhigt sich alles wieder und man wird von gelegentlichem Wiederauftauchen der DR auch nicht weiter beunruhigt. Dass dies am Morgen direkt beim Aufwachen noch passiert, erstaunt mich nicht. Das war bei mir auch so. Ich stand dann sofort auf und machte mich Zack-Zack-an die Arbeit, das half... :-)

    Also, weiter so und weiterhin alles Gute!
    Viele Grüsse
    Balz

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  40. hallo zusammen....bin seit fast 2 jahren auf der suche über mein krankheit.
    und ich bin auf der seite vor paar tagen gestoßsen..und ich klaub das ichmein krankheit gefunden zu haben.

    als erstens sorry wegen meine schreib fehlers den bin ein ausländer ..und lebe nich in Deutschgland.

    so zu mir.. bin mänlich 28 jahre und lebe in albanien seit 3 jahren.
    davor lebte ich schon als kleinkind in deutschland von 1992 bis ende 2010. dan wurde ich in mein heimat abgeschoben, was ich sehr sehr belastend für mich ist. den mir fehlt alls was in deutschalnd gibt. familie freundde alles.
    nun muss ich sei mehr als 2 jahre in albanien leben . ich kann mich hier garnicht anpassen.
    so jetzt zum mein krankheit..
    4 monate nach mein abschiebung fing alles an..mir wurde alles so langweilich ..war bisle depressiv und ,,entwickelten sich ängste ..erst waren die ängste nur nachst,, dan später auch tagsrüber. ich dachte ok das kommt alles weil ich heimweh hatte sehnsuch nach deutschland hab...aber ich hatte schon als klein kind mit ängsten zu tun. vom allein sein wen unwetter gab..aber wo ich nach deutschland einreisste waren dei ängse weg für immer.
    so 4 monate lang hatte ich die symptome.. dan waren die weg, und war normal und gesund und lebensfroh.
    bis august 2011.. verstarb meine NICHTE die war 15 jahre alt. und das war ein schlag ins gesicht und ein schock für unsere familie.
    und ab da kammen mein symptome richtig ..ich fühle mich so unreal,,alles wie im traum,,hatte angst das ich serbe , oder verückt zuwerden schlaffstörungg esstörung albträume alles was zu einem derpression vorkommt,,oder bei akute belastungsstörung.

    ich wusste erstmal nicght was ich habe..ich ging bei ein neurologen EEG untersuchung war in ordnung..diagnose wurde festgestellt--depressionen. dan dache ich ok schlimm ist es nicht,,den mein mutter und 2 brüder leiden auch unter depressionen jahrelag..dache nicht so schlimm. dan war ich bei ein psychater ,,er meine belastunggsstörung.
    nach 7 monaten war ich wider normal angsfrei ohne symptome..ich nahm auch 3 monate lang antidepressiva und xanax. aber jetzt seit 3 monaten ggeh es mir noch schlimmer..
    ich hab kein angst mehr zu sterben oder so...sondern das ich psychose bekomme oder schon habe.. den jetzt hab ich fast jeden tag das unwirklichkeitsgefühl so ob ich träumen würde..alles so fremd ..ich kann das kaum beschreiben...mir kommen auch ereignisse von vergangenheit was ich schon mal erlebt habe hoch,kein bilder in kopf sonern nur die ggefühle..so ein art Flashbacks...
    beispiel ich fahr in bestimten orten wo ich als kleinkind da war ,,dan kommen mir die gefühle hoch , wie in die wergangenheit. ich kann das kaum beschreiben.
    auch wen ich träume was verwirrendes begleiten mich den ganzen tag.
    aber manchmal geht es mir aufeinmal super wen ich mich ablenke.
    aber manchmalsind die komische und unwirklichkeitsgefühle so stark dan denke ich das ich psychose habe.
    immer wen ich so psychisch kranke menschen auf der strasse sehe bekomme ich so komische gefühle und ängste den dan denke ich das ich so werde.

    ich denk das die DR die änsget verursachen,,,das man psychose bekommt und so.
    abens geht es mir fast immer gut..nur tags rüber ist es am meistens schlimm.

    war wider paar mal bei psychater er mein ich soll mir keine sorggen machen wegen psychose ,,ich soll angeblich an akute belastungsstörung leiden ..nehme wider xanag wegen meine ängste.

    so frage an euch was habe ich depression,,,angststörung,,belastungsstörung ?

    bedanke mich in voraus.. bin am am ende



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  41. Lieber Anonym aus Albanien

    Ihr Psychiater hat recht. Sie haben KEINE Psychose!
    Menschen mit einer Psychose, merken nicht, dass sie in einer Psychose stecken, sondern interpretieren die ganze Realität falsch. Das ist bei Ihnen nicht der Fall. Sie WISSEN, dass Sie Ängste, Depressionen etc. und eben dieses Traum-gefühl (Derealisation) haben.

    Mit Ihrer Biographie, die -wie ich aus den wenigen Zeilen schon erahnen kann- alles andere als einfach ist, ist eine Depression, eventuell sogar eine posttraumatische Belastungsstörung sehr gut möglich.

    Wichtig ist deshalb, dass Sie mit ihrem Psychiater auch Ihre Biographie, von Kind auf, anschauen! Wenn der Psychiater das nicht macht (und nur Medikamente gibt), dann würde ich Ihnen anraten, sich einen guten Therapeuten zu suchen.

    Sie schreiben:
    "mir kommen auch ereignisse von vergangenheit was ich schon mal erlebt habe hoch,kein bilder in kopf sonern nur die ggefühle..so ein art Flashbacks...
    beispiel ich fahr in bestimten orten wo ich als kleinkind da war ,,dan kommen mir die gefühle hoch , wie in die wergangenheit. ich kann das kaum beschreiben."

    Das kenne ich aus meiner Therapiezeit sehr, sehr gut. Übrigens zeigt das, wie wenig psychotisch sie sind. Sondern das sind REALE Erinnerungen. Manchmal liegen Sachen so lange zurück, dass man keine Bilder dazu hat (z.B. alles, was man als Kind unter 2einhalb Jahre erlebt hat, ist als BILD kaum noch vorhanden...ABER als Gefühl schon!)

    Manchmal sind -genau bei Trauma- ErinnerungsBILDER und -GEfühle voneinander getrennt, d.h. abgespalten.

    Ein guter Therapeut kann Ihnen helfen, mit den belastenden Erinnerungen umzugehen, zu verstehen, woher sie kommen, wie Sie damit fertig werden können etc. Dabei können Medikamente sicher auch eine grosse Unterstützung sein.

    Ich hoffe, Sie haben oder Sie finden eine solche Hilfe!

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles alles Gute!
    Balz A. Ruch

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  42. Vielen dank Balz A. Ruch...
    Ich dachte ich bin der einzige mit die symptome....leider gibt es hier kein psychotherapie.

    Aber dein antwort hat mich sehr beruigt... Danke..
    Den die gefühle sind echt horro manmal.

    Danke mfg albaner hehe

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  43. hallo ich bins wider der anonymer asu albanien.

    ist es normal wen mann verwirrende treume hat,,,und das die treume den tag beeinflussen ...
    bei mir ist es der fal.,, und manchmal bin ich innerlich so traurig so ein leid, hoffnungslos ,,sehe kein besserung vor mir.. aber dan plotzlich ist es wider normal,,,aber dan kommen die symptome wider.

    oder wen man in stadt geht und sieht mann ein kranken menschen psychisch krank mein ich psychose und so,,,bekommt mann automatisch so ein unwirklichkeitgefuhl und angst ,,,das mann auch so wird.

    mfg

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  44. Lieber Anonym
    verwirrende Träume und niedergeschlagene-traurige Stimmung sind typisch für depressive Phasen. Auch vermute ich, dass Sie Sachen erlebt haben, die sie sehr belasten -und sich z.B. indirekt in Träumen ausdrücken (nicht, dass Sie das, was Sie träumen erlebt haben, aber dass die Träume auf innere Konflikte hinweisen). Das so etwas -weil man nicht weiss, was mit einem los ist, Angst auslöst, ist natürlich. Angst schwebt innerlich frei herum und sucht sich dann irgend ein Objekt. z.B. wenn Sie dann einen psychisch Kranken Menschen sehen und Ihre Angst Ihnen sagt: werde ich auch so? Natürlich werden Sie NICHT so.
    Sondern, es ist wichtig, dass Sie jemanden finden, mit dem Sie über Ihre Erlebnisse reden können. In Albanien gibt es bestimmt auch Psychologen, Berater, vielleicht Priester oder Imame, die einem menschlich weiterhelfen können. Oder jemand vom Roten Kreuz (Roter Halbmond) oder so.
    Ich wünsche Ihnen, dass Sie so eine Hilfe finden.

    Alles Gute!!
    B. Ruch

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    1. Ich bedanke mich sehr B.Ruch.
      Alles was sie beschreiben hat ein sinn.
      Sie kenen sich wircklich gut aus mit die ganze symptome.. Könnten locker als psychloge arbeiten .. Sie wissen viel.
      Ich bedanke mich sehr für ihre antwort.
      Das hilft einen mal abzu schalten. Wen mann so ein antwort bekommt.

      Ich such mir ein psychologen um mit ihm über mein probleme zu reden.

      Danke Mfg aus Albanien

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  45. Lieber Anonym aus Albanien,

    ich freue mich für Dich, dass Du auf diesen Blog gestoßen bist. Die Zeilen von Balz A. Ruch werden Dir genau so helfen wie sie auch mir damals geholfen haben...

    Du schreibst, dass Du nicht die Möglichkeit hast mit einem Therapeuten zu sprechen. An der Stelle muss ich Balz A. Ruch zustimmen... Du solltest wirklich jemanden suchen, mit dem Du darüber reden kannst. Mir hat die Therapie sehr geholfen!

    Bestimmt hast Du hier schon ausführlich gelesen, was man alles machen kann um der DR / DP etwas in den Griff zu bekommen. Oder einfach nur etwas besser zu verstehen.

    Hier schreibe ich nochmal auf was ich alles gemacht habe um die DR/DP in den Griff zu kriegen:

    - Ernährung umstellen! (vegetarisch und einmal die Woche Fisch mit viel Omega3 )
    - Autogenes Training (auf YOUTUBE.com findest Du einiges zu dem Thema)
    - Achtsamkeitsübungen (youtube.com)
    - Sport treiben (ist gute Ablenkung und baut Adrenalin ab)
    - Sorge für guten Schlaf (trinke abends Beruhigungstee oder treibe Sport abends, damit du richtig müde ins Bett fällst).
    - und such Dir jemanden im engeren Verwandten- oder Freundeskreis, dem Du alles erzählen kannst


    Das muss nicht unbedingt heissen, dass dir das auch hilft... aber ich bin sicher, dass es wenigstens etwas beruhigt zu wissen, dass man überhaupt etwas machen kann.

    Bei mir fing alles vor ca. 1,5 Jahren an. Aus völlig heiterem Himmel hatte ich eine heftige Panikattacke mit anschliessender DR/DP. Seitdem ist viel Zeit vergangen und es geht mir heute deutlich besser!!! :) obwohl die DR/DP ab und zu einfach so auftaucht... aber heute macht sie mir keine so grosse Angst wie am Anfang.

    Wenn Du magst, können wir uns auch per Email etwas mehr austauschen...
    milkjunkie@gmx.net

    viele Grüße aus Berlin

    waldemar

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    1. hallo waldimar ,,ich bedanke mich fur dein komentar...
      ja der beitrag von Rush ist wircklich super..
      ich bin jetzt seit 5 tagen sehr bescheftigt bin jetzt selbststendig geworten ,
      und ich merk ,,wen ich was mache oder auf arbeiten bin sind meine symptome fast zu 90 procent weg....aber sobald ich wider nachhause komm kommen mein symptome wider,,aber nicht so stark wie sonst ,,ehr richtung mudichkeit und so,,,

      aber manchmal ist die angst das schlimmst an derealisation,,den das gefuhl nicht richtig da zu sein und irgendwelche gedanken und gefuhle gehen durch dem kopf und korper..das mach einen fertig.


      danke nochmals..ich stel dir FA.
      kosova_bmx@hotmail.de

      mfg

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  46. hallo...eine frage..
    ich hab auch ständig ohrwürmer kann es sein das es ein nebehnerscheinung vom DR/DP ist

    ich bedanke mich.mfg

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  47. hallo lieber Balz,

    is schon wieder ein paar Wochen her, seit meinem letzten Beitrag. Es ging mir auch die ganzen Wochen ganz gut.... bis die DR vor ein paar Tagen wieder da war. Nicht so schlimm wie vorher, aber sie ist wieder da!

    Jedesmal wenn sie auftaucht, verändert sie sich etwas. Es ist immer noch nicht so, dass ich eine Scheibe (oder ähnliches) sehe. Es ist eher das Gefühl, dass ich jeden moment verrückt werde und für immer verrückt bleibe... Ich kann mir noch so oft sagen, dass das nicht passieren wird, es beruhigt mich nicht.

    Ich überlege sogar schon, ob ich vielleicht an was anderem leide als DR/DP. Vielleicht etwas, was mehr in richtung "verrückt werden" geht. Und dann stell ich immer abrupt fest, dass das ja gar nicht sein kann, denn ich erledige komplexe Aufgaben, habe ganz normal Kontakt mit anderen Menschen und komme mit meiner Existenzgründung gut voran. (ausser an tagen wie heute.... da hab ich null Motivation)

    Die Therapie ist mittlerweile rum, aber wir wollen uns mit der Therapeutin nochmal im Sommer nach der Geburt unseres ersten Kindes treffen. sie sagte aber auch, dass Sie mir nicht mehr helfen kann...und ich den letzten Weg alleine gehen muss. Ich wüsste auch gar nicht, wie sie mir helfen könnte....

    Eben habe ich nach langer Zeit mal wieder eine halbe Tavor genommen... Einfach in der Hoffnung, dass sich die DR etwas runterfährt...

    Gruß
    Waldemar

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  48. Lieber Waldemar

    die DR kann sogar bei mir heute noch gelegentlich auftauchen. Just neulich war ich dermassen vergrippt und verschnupft, dass es sich wie in der DR-Zeit anfühlte. ABER ich ging nicht weiter darauf ein, d.h. ich weiss, dass die DR am schnellsten weggeht, wenn man sie nicht beachtet und sich auf anderes konzentriert. Du darfst über das Wiederauftauchen nicht erschrecken, das kommt bei allen gelegentlich wieder vor. Und wenn du vorher gute DR-freie Wochen hattest, ist der Kontrast grösser und man fragt sich: Oje, warum schon wieder? Ich würde das ganze sportlich nehmen. Jeder hat mal einen schlechten Tag zwischendurch.
    Das mit dem Verrücktwerden, da hast Du recht, das geht gar nicht. Man wird nicht einfach verrückt, sondern es kann sein, dass gewisse Sachen einen belasten. Stress im Beruf oder Sorgen in der Familie oder alte u.U. belastende Erinnerungen, die hochkommen.... das alles kann hochkommen und zuerst reagieren wir nach dem bekannten Muster: Angst, DR, Nervosität, Gedankenketten etc. Ich weiss ja nicht, wie Dir die Therapie geholfen hat, aber wichtig ist, dass man in der Therapie lernt, wie man mit solchen aufkommenden Gefühlen und Gedanken umgehen kann im Alltag. Das Ziel ist ja, dass man sein Innenleben selbst regulieren lernt. Vielleicht ist ein neuer Therapeut angesagt (z.B. Verhaltenstherapie oder kognitive Gesprächstherapie in KOmbination).
    In diesem Sinne denke ich, dass es bei Dir trotz allem sehr vorwärts geht!
    Alles Gute!
    Balz

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  49. Heute ist schon wieder alles gut... :)
    habe 7 stunden am stück tief und fest geschlafen. Ohne Hilfsmittel... Das hilft!

    Die Therapie hat mir in der Form geholfen, dass ich keine Panikattacken mehr habe. Jetzt spielt sich bei mir alles nur noch auf der psychischen Ebene ab. Das ist zwar schlimm, aber nicht so schlimm wie früher, als ich noch starke Angst vor der Angst hatte. Jetzt verspür ich kaum Angst wie früher... Bei den DR/DP Phasen fürchte ich "nur noch" verrückt zu werden...

    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie mir jetzt eine Therapie helfen kann.

    Jetzt werd ich erstmal die zeit ohne DR geniessen.... denn komischerweise geht es mir nach solchen Phasen immer sehr gut. :)

    Gruß
    Waldemar

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  50. hallo B.A Ruch.

    Wie Unterscheidet mann die DR/DP und Psychose/Schizophrenie

    woher weiss ich ob ich DR oder psychose habe..
    ich hab keine wahn, oder halus.

    es ist nur die angst das trauer in mir..und die DR..
    habe angst manchmal wen ich alleine bin.
    oder ständig grübel gedanken..und manchmal ohrwurmer., morgens nur.
    und sehr sehr starke angst psychose zu bekommen.
    des alles hab ich fast seit 2 jahren.

    mein vergangenheit ist echt hart..
    von trenungen bis knast und trauer fall...und mehr

    oder ist es nur Posttraumische Belastungsstörun.
    ich weis was ich mach was ich tuh und was ich sage..und ich weis das jetzt , jetzt ist..
    aber die gefühle und wahrnehmung, und die angst sind sehr belastend für mich ,.
    das ich manchmal denke , das ich langsam mein verstand verliere.

    ich bedanke mich in voraus für deine antwort.
    MFG

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  51. Hallo, Anonym

    Sie haben keine Psychose. Leute, die das haben, merken es gar nicht. Sondern fühlen sich z.B. verfolgt oder meinen, die ganze Welt hätte sich gegen sie verschworen etc. Und Schizophrenie äussert sich darin, dass man mehrere Persönlichkeiten ausbildet, die u.U. miteinander agieren, d.h. man hört Stimmen, sieht Sachen, die gar nicht da sind.

    Ich kann Sie also einerseits beruhigen: Sie haben nichts von alledem.
    Andrerseits tönen Ihre Symptome entweder nach Depression oder nach posttraumatischem Erleben. In beiden Fällen ist es wichtig, dass Sie ihre belastenden Erinnerungen mit einem Therapeuten besprechen und anschauen. Das ist sehr wichtig. Unter Umständen können dann auch Medikamente unterstützend eingesetzt werden.

    In diesem Sinne alles Gute!
    B. Ruch

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  52. ich bedanke mich für ihre antwort.
    wen die psyche aus dem gleichgewicht ist..denkt mann gleich an .psychose oder schizo.
    aber ich denke solange mann keine wahn..oder halus..ist es nicht so schlimm..
    ich habe mal gelesen das auch psychosen gibt,,ohen wahn und halos.
    aber sehr sehr selten kommt es vor.
    den die haubt symptome der psychose/schizo sind ja die wahnvorstellungen und stimmen hören etc.

    ich bedanke mich nochmals.MFG

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  53. Hallo Balz,
    und ein fröhliches hallo an die anderen Forum-Leser....

    ich behaupte jetzt einfach mal, dass ich 2 gute Nachrichten für uns alle habe.

    Vor ein paar Tagen habe ich wieder mal im Netz zum Thema DR/DP gesurft und fand einen Spezialisten aus Mainz, der als einziger Spezial-Sprechstunden zu DR/DP gibt UND vor kurzem das erste deutschsprachige Buch zu dem Thema geschrieben hat. Das Buch hat nur ca. 100 Seiten...(die hälfte hab ich schon gelesen) und es ist gut. Mir hat es jetzt schon geholfen, in dem es mir die Angst nimmt und einfach bestätigt, dass ich nicht verrückt werde.

    Im Buch werden viele Symptome beschrieben, die auch bei mir zutreffen. (vorher hatte ich nirgendwo von diesen Symptomen gelesen und war mir vorher nicht 100% sicher, ob ich nicht vielleicht doch einfach nur verrückt oder schizo werde)

    Der Autor: Michal, Matthias
    Das Buch: Depersonalisation und Derealisation - Die Entfremdung überwinden
    Verlag: Kohlhammer

    zum Autor:
    http://www.unimedizin-mainz.de/index.php?id=1802


    die 2. gute Nachricht:

    Im Buch wird kurz ein Hollywood-Film erwähnt. Er heisst "Numb - leicht daneben" ..
    Es geht darum, dass Matthew Perry unter DR/DP leidet und alles versucht um wieder "normal" zu werden. Es ist eine Komödie, aber trifft das Thema sehr gut!!!...

    Ich weiss nicht so recht, ob ich das hier empfehlen darf, aber ich hab mir noch gestern Abend den Film bei www.kinox.to angeschaut...
    ...Kann ich nur jedem empfehlen, sich den Film anzuschauen....

    Viele Grüße
    Waldemar

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  54. Danke, Waldemar!
    Solch Hinweise sind in diesem Forum sehr willkommen!

    Das Buch werde ich mir anschauen! (Den FIlm auch, falls ich mal Zeit habe)

    Alles Gute
    Balz R.

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  55. hallo ich habe seit längeren zeitraum so komische gefühle die ich leider sehr komisch und ängstlich empfinde...ich kann das kaum beschreiben...ich klaube das ich DR habe , aber ich bin mir echt nicht sicher..ob das ein DR oder ist, oder was andres sein kann.

    ich fühle mich manchmal ob ich in die vergangenheit verzetzt wurde,,nich direkt aber nur die gefühle spühre ich richtig..so ob die ganze gefühle was ich mal früher erlebt habe,,das ich das wieder durcherlebe..nur das gefühl ist da,,und das versetzt mich in ein art trance..ist sehr sehr schwer zu beschreiben..
    schlimm ist es in manche orten ..da bekomm ich die gefühle extrem..
    und ich empfinde richtige ängste wen solche gefühle bekomme.
    manchmal hab ich auch verwirrende träume die mich ständig begleiten.
    ich weiss nicht was mit mir los ist...vieleicht hängt das alles mit mein vergangenheit ab..den ich hab viele belastende ereignisse hintermir..aber ich weiss nicht was meine gefühle mit die vergangenheit zutun haben..das find ich komisch.
    eigentlich geht es mir fas seit 2 jahren so..
    ich weis nicht...was das ist.
    manchmal fühlt sich das alles wie ein traum..so unrealistisch.

    kann sein das es psychose/schizophrenie ist.
    ich habe keine wahnvorstellungen, oder halluzinationen..oder zwangsgedanken..
    es sind nur die gefühle , die mich verunsichern und mir angst bereiten.
    am anfang der krankheit,,hatte ich angst sterben zu müssen,,aber das hab ich überwindet..
    nun plagen mich die gedanken mein kontrolle zu verlieren. eigendlich hatte nie ein panikattacken..oder irgendwas.
    kann sein das mein kopf bisle überlastet ist..


    was kann das sein...DR. depressionen..angststörung, oder akute belastungsstörun.
    oder doch psychose.

    mein psychater sagt ,,ich leide an belastungsstörung,,,weis et ob er recht hat..

    ich bedanke mich für jedliche antwort.


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  56. Lieber Anonym

    zuerst die gute Nachricht: Sie haben KEINE Psychose! Ihr sogenannter "reality check" ist in Ordnung. Sie haben keine Wahnvorstellungen und nichts.

    Die zweite Nachricht ist: ja, es kann sehr gut sein, dass Sie jetzt (oder eben seit einiger Zeit) von vergangen Erlebnissen eingeholt werden. Denn genau so fühlt sich das an.

    Wenn wir in jungen Jahren (auch später....aber je jünger, desto stärker) belastende Erlebnisse machen, schafft es der Körper diese Gefühle lange zu verdrängen - aus Selbstschutz.
    Die Gefühle sind verdrängt, tief innen, aber sie sind nicht weg. Irgendwann -meist wenn im Leben sich etwas verändert...positiv oder negativ... können die Gefühle wieder herauf steigen.
    Das spezielle daran ist: ERINNERTE GEFÜHLE fühlen sich GENAU GLEICH AN WIE GEGENWÄRTIGE. Aber sie passen nicht zur Gegenwart. Das heisst, man fühlt plötzlich Angst oder Trauer...und weiss gar nicht warum?!

    Die Arbeit der Therapie ist es nun, diese Gefühle wieder in ihren Zusammenhang zu stellen, d.h. heraus zu finden, woher sie kommen. Schon nur zu wissen "aha..das ist ein VERGANGENES Gefühl...auch wenn es sich natürlich wie jetzt anfühlt", kann schon etwas Erleichterung verschaffen.

    Das DR-Gefühl ist nicht das Problem. Es ist logisch, dass uns das dann irreal vorkommt, weil Gefühl(Vergangenheit) und Gegenwart im ersten Moment durcheinander geraten.

    Ich hoffe, Ihr Psychiater macht mit Ihnen auch eine gute Gesprächstherapie, wo sie Ihre belastenden Erlebnisse verarbeiten können.

    Ich wünsche Ihnen alles, alles Gute!
    Balz Ruch

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    1. Danke B.A: Ruch.

      ich dachte es ist vorbei mit meine psyche...
      das erleichtert meine ängste.

      danke

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  57. hallo ich bins nochmal der letzte frage gestelt hat.

    kann es bei die Derealisation vorkommen das man das gefühl hat irgendwie in die vergangenheit versetzt geworden zu sein....das ist bei mir der fall...das macht mir am meisten sorgen und angst...
    man fühlt sich irgendwie als würde ich paar jahre in die vergangenheit zu leben...komisch und ängslich..so wie ein traum änlich aber nur mit die gefühle der vergangenheit.

    ich weis das es nicht real ist,,und ich weis das jetzt ,,jetzt ist,,,aber das versetzt mich wie einen trance,,, kann das kaum beschreiben.
    dan fühlt sich mein kopf irgenwie komisch so ob ich irgendwelche drogen genommen hätte..
    ich nehm zwar kein drogen aber so fühlt es sich an.

    bin echt manchmal am verzweifeln was mein psyche angeht..
    wen ich mehr als 8 std schlaffe fühle ich mich et gut..aber wen ich 6 oder 7 std schlaffe ist viel besser..den wen ich 8 oder 9 std schlafe dan fühl sich mein kopf so an als würde ich nicht so richtig wach sein,,
    das alles fühlt sich so wie ein depression an mit Derealisation.und angststörung.

    also ich bedanke mich im voraus für deinen antwort

    ich weis das ich es übertreibe mit fragen stellen,,,aber die besorgnis macht mich fertig

    MFG

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  58. Hallo, Anonym

    ja, das ist wirklich so. Wenn man Derealisation hat aufgrund von früheren belastenden Erlebnissen, fühlt sich das genau so an, als wäre man wieder in der Vergangenheit. Man WEISS, dass man hier und jetzt ist, aber es fühlt sich nicht so an.
    Deshalb ist es wichtig, eine Gesprächstherapie zu machen, um heraus zu finden, was die belastenden Erlebnisse waren. Ein Freund von mir ist Psychologieprofessor und er sagt, manchmal sind die alten Erlebnisse selbst weniger schlimm, als die "Angst", die man davor hat. Vor allem, wenn man nicht versteht, warum man sich plötzlich in die Vergangenheit versetzt fühlt, kann das einen Stress auslösen (und vom Stress kommt dann dieses Gefühl wie "auf Drogen" oder "betrunken" zu sein).
    Ich hatte eine Zeit lang genau solche Gefühle und dachte, ich spinne. Bis ich heraus fand, was damals geschah. Das erklärte plötzlich diese Gefühle...ich merkte, es waren ERINNERUNGEN. Und das half sehr.
    Daneben aber ist es wichtig, dass man in der Gegenwart nicht zu viel Stress hat. Wenn du merkst, du schläfst besser mit 7 Std. dann stell deinen Wecker so. Ebenso versuche die Tipps in diesem Blog zu befolgen. Ernährung, Gesundheit etc. Das hilft den JETZTIGEN Stress zu reduzieren.

    Alles Gute!!
    Balz

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  59. vielen dank für dein schnellen antwort.
    das hilf mir sehr.danke

    ja die gefühle sind echt der hammer.

    danke nochmals

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  60. Hallo Herr ruch ...

    ich habe ihren bog gelesen und würde gerne etwas dazu schreiben.

    ich habe ihren Dr/dp seit 3 Jahren.mal geht es gut mal schlecht.aber eigentlich konnte ich Bus jetzt gut damit leben,weil ich dachte ich bin auf dem weg der Heilung.

    nun hatte ich vor 3 Wochen eine ps.eine heftige.ich bekam weiche knie,Beine kribbelte.,Herzen,kalte Hände.Konsulat ein eckelhaft gruseliges Gefühl.und ein Gefühl der fremde.ein Freund war bei mir.seine Bewegungen wirkten abgehackt und icb hatte so einen Schleier auf den Augen eher wie ein schatten.ich hatte Angst ihn anzusehen weil er mir auch fremd vorkam und ich dachte ohgott nicht das du denkst er wird jetzt zum Monster und in Verbindung mit den ganzen sympthome dachte ich ich drehen gleich durch und ich bin schizo.bzw.ich werd jetzt eine bekommen.

    ich gäbe natürlich gegoogelt und nun ist meine Angst viel Grössr.ich habe sagst dad ich mich in der vorstufe befinde und dann kann immerhin fünf Jahre dauer.

    ich habe such diese Scheibe gespürt die habe ich aber nicht mehr such fiel Wirklichkeit macht mir nicht zu schaffe ich weiss ja ich bin da.am Anfang habe ich mal gedacht....vielleicht ist alles du wie bei Matrix im film und daraufhin hab ich totale Angst bekommen das ich verrückt bin.

    irgendwie hab ich es geschafft nicht mehr daran umdenken und weg war es.mir macht das Gefühl der fremde zuschaffen...das Gefühl des jemais vu's.das kann so stark werden Do das man das Gefühl hat das innerlich alles zerreißt....ganz furchtbar.auch neiner Gedanken sind dann total bescheuert.

    eigentlich will ich es nicht mehr,aber ich frag mich wie soll ich es loswerden,was kommt dann.es ist irgendwie ein teil von mir.kann das jemand verstehen.es fühlt sich Do an als wenn Angst duft der anderen Seite ist und wenn ich mich damit befassen muss dann muss ich es nicht.oder aber ich denke bereits das alles Feld ist und ich garnicht mehr wirklich weiss was es bedeutet normal die Welt zusehen.und das wiederum heisst ich bin schizophren.

    sie schreiben das sie sich oftwie soll in andere Welten versetzt gefühlt haben.können sie das genauer beschreiben.ich hab das such und ich finde das sehr schlimm.Akt wäre man irgendwo nur nicht hier,alles so anders sofremd.wie haben sie es geschafft loslassen und zu akzeptieren.denn dax erscheint mir sehr schwer.

    als normaler Mensch ist es gi das man km Einklang mit seiner Umwelt lebt.man lebt mittendrin.für mich ist es so ald wäre die Umwelt der Mittelpunkt.ich echte unwahrscheinlich stark auf sie das ich jeder Veränderung analysieren.wenn ich ein gutes Gefühl bekomme dann ist ok,aber wehe dem es kommt Entfremdung dann geht das grübeln lOs.schrecklich.und so werd ich das nie lOs.und jetzt nicht neiner Angst verrückt zu werden das legt dem ganzen noch ein drauf.

    das war es erstmal von mir.es wäre schon wenn jemand antwortet.

    lieber grüsse

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  61. Hallo,
    das alles kenne ich sehr gut; es hat mit der Angst zu tun, die in einem hochkommt. Dann scheint alles verfremdet, verzerrt etc. Man meint, man werde verrückt und das gehe nie wieder weg, etc.
    Diese Gedanken kennen praktisch alle, wenn sie zum ersten Mal mit DR konfrontiert sind.

    Ich bin das langsam losgeworden, indem ich --wie ich in diesem Blog schreibe-- zuerst einen guten Psychiater aufgesucht habe, der sich mit der Symptomatik auskannte. EIne Gesprächstherapie und das passende Medikament brachten bereits nach wenigen Monaten eine totale Verbesserung. Die Medikamente, die am häufigsten eingesetzt werden sind SSRI. Das sind moderne Antidepressiva, die nicht nur antidepressiv wirken, sondern auch gegen Angst und Grübelzwang. Und diese zwei Sachen sind ja bei DR die wichtigsten Faktoren.
    Das Medikament hilft zuerst, die Scheibe gar nicht so schlimm zu finden, und vor allem muss man dann nicht dauern daran denken. In dem Moment, wo man nicht daran denkt, verzieht sie sich langsam. Mit der Zeit wird das zum Selbstläufer. Die Scheibe ist nicht so schlimm (da man weniger Angst verspürt), man denkt nicht daran, dadurch fällt sie nicht so auf, dadurch ist sie noch weniger schlimm....bis man sie vergisst.
    So war das bei mir. In der Therapie lernte ich auch verhaltenstherapeutische Massnahmen und vor allem die Achtsamkeitsübungen, die ich auch nach der Scheiben-Zeit behalten hab.
    Alles Gute!
    Balz Ruch

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    1. Hallo Herr ruch....
      ich bin es nochmal anonym ....

      vielen dank für ihre schnelle Antwort.ich kann keine Medikamente nehmen da ich schwanger bin.

      ich muss da so durch,aber es fällt mir doch ziemlich schwer.jetzt kommen wieder Gedanken hoch die ich eigentlich schon abgetan hatte und dadurch bekomme ich noch mehr Angst.auch habe ich so ein eckelhaft Gefühl im Magen,so als wolle es mir sagen mit dir stimmt was nicht.

      ich weiss das ich mit Dr/dp alles machen kann.manchmal wenn ich draussen bin und mich dieses Gefühl bekommt,dann schaffe ich es ganz gut,aber auch nicht immer.

      mich kotzt dieser Zustand so sehr an,das ich manchmal denke mein ganzes leben ist versaut.ich bin wütend auf mich selbst weil ich mich auch total reinsteiger .ich war früher nicht so auch solche beiden Gedanken passen nicht zu mir.wenn ich texte von anderen betroffenen lese dann steht da immer das sie sich fragen bin ich real oder ist das alles real.ich habe mich sowas auch gefragt aber da ich wusste das ich real bin war der Gedanke schnell weg.ich frage mich warum haben wir Körper oder warum hab ich einen Körper.wie kann man dann deswegen eine Person sein.das macht mir Angst.und so spannt man immer mehr vor sich hin.ich will das nicht aber trotzdem lass ich mich von den Gefühl treiben.mein Therapeut sagt man kann es nur ändern wenn man das denken uber das denken ändert und es ignoriert und sich ablenken und Vorallem akzeptiert.ich verstehe das schon.was ich nicht verstehe ist wenn ich doch weiss dad nur icb es ändern kann warum kann ich es nicht.immer wieder hab ich Angst davor.


      ich ganz das ja nun seit 3 Jahren und sollte doch wurden das nichts passiert.Nein was denke ich ohgott jetzt wird es richtig schlimm.ich finde das ziemlich blöd.ich bin dich nicht bescheuert.



      LG anonym

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  62. Hallo, Anonym

    so lange man noch keine Medikamente nehmen kann, empfiehlt sich etwas aus der Verhaltenstherapie zu machen. Ich habe diese Tipps auch einem Schüler gegeben, der noch zu jung für Medis ist:
    Das Problem sind ja diese negativen Gedanken, die nicht aufhören wollen. Sie WISSEN ja, dass Sie da sind etc. Aber diese Gedanken, die immer kommen -egal worüber- sind stressig oder lösen sogar Angst aus. Ich kenne das.

    Ich hab damals zwei, drei Strategien entwickelt, damit besser klar zu kommen.
    Die eine war so: Ich sagte zur Scheibe: "He, ich erwarte dich! Ich zähl auf zehn, dann bist du da! Hopp, hopp!" ... das tönt idiotisch, aber es hatte einen witzigen Effekt. Ich versuchte die Scheibe nicht zu vermeiden (Vermeiden geht im Kopf ja nicht), und sie auch nicht als Feind oder so anzusehen. Sondern eher als momentanen Begleiter.

    Der zweite Gedanke (aus der Verhaltenstherapie) war richtig hilfreich. Man denkt ja leider oft in Schwarz-Weiss ("Entweder ist die Scheibe weg, dann bin ich glücklich oder sie ist da, dann fühl ich mich Sch..."). Also sagte ich mir: "Obwohl ich mich benebelt fühle, kann ich dennoch glücklich sein: Ich kann Musik hören, mit Freunden reden und sogar lachen. Eigentlich kann ich genau alles machen wie vorher. "
    So genoss ich die Momente, die ich eben DOCH konzentriert sein konnte, und wenn das ein Computergame oder Musikhören war.

    Die dritte Strategie war: ich nannte das Ganze anders. Ich sagte am Morgen nicht "Oh, ich bin benebelt, also habe ich DR". SOndern: "Mann, bin ich noch müde..." Falls ich nach ein paar Stunden immer noch scheibig war, sagte ich mir: "Mann, bin ich müde...ich werd heute nicht wach."

    So nahm ich mit der Zeit diese negativen Konnotationen weg. Am morgen nämlich fühlt sich JEDER (aber wirklich jeder!) zuerst belämmert. Deshalb trinken ja so viele Leute sofort Kaffee.

    Später lernte ich mit Achtsamkeitsübungen Gedanken einfach ziehen zu lassen. Das braucht aber eben ein bisschen Übung. Es geht darum mal 10min. still da zu sitzen und sich auf den Atem zu konzentrieren. Dabei wird man sicher bald in Gedanken abdriften. Wenn das passiert, kann man die Gedanken wahrnehmen, sie NICHT BEWERTEN und einfach wieder loslassen und wieder auf den Atem zurückkehren. Mit der Zeit merkt man, dass man auch tagsüber einfach Gedanken hat, die kommen und wieder gehen. Bei "negativen" Gedanken aber beginnt man schnell, sie zu bewerten, sie los werden zu wollen etc. und lässt sie nicht los. Durch die Übung hingegen lernt man sie einfach mal wahrzunehmen ("Aha...ich denke jetzt an die DR...ok...ist halt so"). Nicht bewerten und weiter machen mit dem, was man eh vorhatte. Mit der Zeit findet man diese Gedanken nicht sonderlich bedrohlich. Und deshalb gehen sie auch wieder.
    Man lernt wirklich NICHT zu bewerten. (statt z.B. sich selber negativ zu bewerten, das eigene Leben negativ zu sehen, sich selber fertig zu machen (self-attacking)...wieso kann ich das nicht, etc.)

    Vor allem letzteres war mir eine grosse Hilfe. Vielleicht kennt sich Ihr Therapeut damit aus, denn es hilft mit der Zeit wirklich gegen Gedankenrasen, Stress etc.

    Alles Gute
    B. Ruch

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  63. Hallo...

    was sie als letztes geschrieben haben,das ist auch das was mein Therapeut gesagt hat.er hat mir nur nicht recht sagen können wie man es macht.

    mir ging es eigentlich soweit ganz gut.ich konnte mit dem Zustand leben.in der letzten Zeit hatte ich viel Stress und jetzt ist es wieder stark da.eine Therapie habe ich ein halbes Jahr gemacht und diese wurde mit der Schwangerschaft beendet(meine erste).mein therap.war der Meinung das bringt gute Gefühle und ich brauche ihn nicht mehr weil ich gefestigter bin und er der Meinung ist das eine vethaltenstherapie dazu da ist sein verhalten zuandern.


    er sagte auch das ich zur hysterie neige.mich immer zu sehr reinsteiger.damit hat er wohl auch recht wie man sieht :-).

    ich weiss das ich mit Dr/dp alles machen kann.wenn ich es schaffe mal nicht viel zu grübeln dann geht es mir auch gut.

    ich vergleiche es gern mit der liebe.sag mal jemand der verliebt ist,denke nicht an ihr/ihm,das ist schier unmöglich.ich bewundere die die es geschafft haben.ich kenne auch welche die Dr Erfahrungen gemacht haben nur haben die sich nicht auf diesen.Zustand fixiert,so wie ich.


    ausserdem werd ich das Gefühl nicht los das ich doch noch ne psychose bekomme.letztens erst habe ich gelesen das eine Frau dachte ,ihr Mann
    vergiftet sie.und prompt bekomme ich wenn ich was esse den Gedanken.sie dachte sich wenn ich mal eine psychose bekomme dann deswegen und dabei war sie schon mittendrin.das ist momentan meine grösste Angst.es ist logisch das Angst immer das verstärkt was einem richtig Angst macht.ich frage mich wie soll ich jemals alles wieder anders sehen wenn ich die Welt auf diese weise gesehen habe.

    denn als es mir besser ging war auch das mein Problem,denn ich habe immer alles überprüft ob ich es jetzt anders empfinde.ich konnte nicht gut sein lassen.ist das nicht auch eine Art zwang.ich kontrolliere um es in Schach zuhalten,weil nur so hab ich das im griff.ich hab generell ein Problem mit dem loslassen.das hab ich meinen Eltern zu verdanken.aber bis dato war es immer so das wenn es reicht dann reichst und dann war es auch gut.

    Dr/dp kommt bei mir durch Stress und durch Angst.ansonsten ist es nicht da.aber selbst in der freien Zeit grübel ich.

    ich hand auch Angst das mein Sohn irgendwann mitbekommen das ich ne Scheibe habe und das tut mir so leid.nicht für mich sondern für ihn.denn ich will eine gute Mutter sein und ihm eine schöne Kindheit geben.jedes Kind hat ein anrecht darauf.er ist auch der einzige,dem ich wirklich tiefe Gefühle gegenüber habe.bei allen anderen ist es eher abgestimmt seitdem.

    ich fahre auch nun bald im Urlaub und ich frage mich ob das wirklich eine gute Idee war.wir sind mehrere Leute.sie wissen schon das ich was habe ,aber trotzdem hab ich Angst das ich dort abdrehen.eine pa nach der anderen habe.und wenn es mir schlecht geht brauche ich auch mal ruhe.

    andererseits kann ich da auch meine Angst herausfordern und merke das es doch nicht so schlimm ist.wie gehen sie damit um wenn sie das so lesen von all den Leuten.zieht sie das nicht runter.

    LG auch wenn ich mal eine psychose
    was esse diesen Gedanken.s
    i

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    1. das mit dem warum haben wir einen Körper, und warum sind wir menschen kenne ich, habe auch so ne Phase gerade in der dr, aber das ist wie Herr Ruch schon sagte alles eine Folge der Angst.
      eine Person hat das mal genau erklärt was da im Gehirn passiert.
      ich finde das auch sehr schlimm diese Gedanken.
      aber man braucht theoretisch weder Medikamente noch Therapien.
      bzw. ijemanden (z.B. Herr Ruch) muss dir aber ersteinmal erklären was genau mit dir los ist.
      das wichtigste ist wirklich egal was passiert man muss chillen und iwie versuchen nicht daran zu denken. ich denke es auch oft. aber wir müssen wissen das es falsch ist.

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  64. Hallo!
    Nein, mit Psychose hat das nichts zu tun. DR wird nie etwas anderes.
    Offenbar tendieren Sie stark zum Grübeln und zu Gedankenkreisen. Was die Zukunft angeht, seien Sie unbesorgt. Wenn Ihr Kind da ist und Sie Medikamente nehmen dürfen, können Sie bestimmt auf diese Hilfe zählen. Gegen das Dauergrübeln und die Angst half mir das SSRI "Paroxetin".

    Was die Angst-vor-der-ANgst betrifft: man meint manchmal, dass sich die Angst ins Unendliche steigern wird. Aber das stimmt nicht. Das geht gar nicht. Jede Angstattacke, sogar Panikattacke erreicht einen Höhepunkt und flaut dann ab. Das geht gar nicht anders vom Körper her. Und die eigene Angst herausfordern, wie Sie schreiben, ist tatsächlich eine gute Methode weiterzukommen.

    Alles Gute!
    B. Ruch

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  65. Vielen dank für diesen tollen Blog!
    Ich habe, wie wahrscheinlich die meisten Besucher hier, ähnliche Probleme. Dieses Benommenheitsgefühl kenne ich sehr gut.
    Das mit der Sonnenbrille fand ich sehr interessant. Schon seit längerem hatte ich das Gefühl, dass es mit Sonnenbrille weniger ist und nachts hatte ich das Gefühl nur ganz ganz selten.

    Was bei mir auch noch ein Faktor ist, ist die Ernährung. Ich habe eine Histaminintoleranz und immer, wenn ich etwas falsches esse kann ich sicher sein, dass diese Benommenheit am nächsten Tag schlimmer ist als sonst.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

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  66. Vielen Dank, Julia, für das Feedback!
    Und natürlich hat die Ernährung auch einen Einfluss. In diesem Sinne: essen Sie weiter gesund und alles Gute!
    B. Ruch

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  67. Hallo Herr ruch!

    ich bin es nochmal anonym :-)ich wollte nur einmal berichten ,das ich es geschafft habe fast 14 Tage sympthomfrei zu sein.

    und nun pünktlich zum geplanten Urlaub ist es wieder da.ich weiss auch nicht.irgendwie schaffe ich es mich selber durch viel Motivation aus dieser schleife zuholen und dann werden die Gedanken und die Dr/dp weniger bis beides komplett weg ist.

    nach einer Woche stelle ich fest oh es geht dir gut aber schon eine Woche und dann dauert es nicht lang und es schleicht sich wieder ein.

    ich weiss nicht ob es an mir liegt oder ob dies unwilligkürlich passiert.und das wenn ich in solchen Momenten ebenfalls hochmotiviert wäre ob ich es selber aufhalten kann.indem ich noch durch Gedanken und ständiges kontrollieren ob ich dies und das nun fremd finde unterbinden kann,damit es erst garnicht wieder zu den schlimmen tagen kommt.

    Gruss anonym

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  68. Hallo, Anonym

    erstens: Gratuliere zu dieser Selbstdisziplin!! Dass Sie es schaffen, einfach durch ABlenkung, bzw. sich mit etwas Beschäftigen aus dem Gedankenkreisen heraus zu treten, ist super! Das ist nämlich der beste, schnellste Weg.
    Nun gut, wir sind aber trotzdem Menschen und keine Maschinen. Das heisst, je nach Umständen fällt man wieder in die Beobachtung hinein. Es ist typisch, dass es bei Ihnen jetzt mit dem Urlaub zu tun hat. Man fällt dann ja aus der Alltagsroutine. Bei mir waren z.B. Wochenende, Feiertage etc. immer stärker mit DR verbunden als der Arbeitsalltag. Das ist logisch. Und weiter nicht schlimm.
    Sobald Sie im Urlaub sind, sich am neuen Ort orientiert haben, sich an die Umgebung gewohnt etc. wird auch da eine Beruhigung und Gewöhnung erfolgen.

    Zu Ihrer letzten Frage:
    Sie können nicht verhindern, dass gewisse Gedanken auftauchen (z.B. "ob ich dies und das nun fremd finde")... was Sie hingegen tun können, ist, das ganze NICHT ZU BEWERTEN. Das ist Problem ist weniger, dass wir derealisiert sind, als dass wir das negativ bewerten und loswerden wollen. Wie z.B. in meinem Posting "Tennisstunde" oder "Wenn die DR wieder kommt", half es mir immer, mich zu entscheiden das Ganze einfach hinzunehmen und nicht weiter darauf einzugehen, sondern mich mit dem zu beschäftigen, was ich eh vorhatte. Dann verflogen DR-Gedanken bald.

    Alles Gute!
    Balz Ruch

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  69. Hallo!
    Ich leide seitdem ich das vierte Mal an einem Joint mitgezogen an DR. Das ist ca. 2 Monaten her und ich erlebe es dauerhaft. Das Gefühl von Realität habe ich vergessen und wollte wissen: ob und wie sich der Umschwung zurück in "REALE" kenntlich macht. Habe außerdem die Sorgen einen Leistungsabfall in der Schule zu erleiden, wobei es doch gerade wichtig wird. ( 12. Klasse )

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    1. Hallo, Noah

      die Realität kam bei mir (und bei vielen, die davon berichtet haben) GRADUELL zurück.
      Im DR-Zustand kämpfte ich dauernd gegen diesen Zustand an. Das half gar nicht.

      So paradox das tönt, aber der erste Schritt zur Genesung war, den Zustand einfach zu akzeptieren. Ihn einfach anzunehmen.

      Das hatte zur FOlge, dass ich mich TROTZ der DR auf etwas zu konzentrieren begann (die Arbeit oder was immer. In Deinem Fall kann das die Schule sein).

      Im zweiten Schritt bemerkte ich, dass ich in Momenten der Konzentration, NICHT an die DR gedacht hatte. Natürlich reichte dieser Gedanke bereits, um die DR wieder zu spüren.
      Zuerst nervte mich das. Bald aber kehrte ich es um und dachte: ok, jetzt hab ich 5 Min. lang gar nicht an die DR gedacht...immerhin. Mit der Zeit dann wurden diese Zeiteinheiten immer länger.

      In einem dritten Schritt dachte ich nicht mehr, dass ich nicht mehr an die DR gedacht hatte und ging einfach meinen Sachen nach.

      Und erst mit der Zeit konnte ich sogar an die DR denken, ohne sie auch zu fühlen.

      Da die DR meiner Ansicht nach viel mit dauernder Selbstbeobachtung zu tun hat, geht es also darum, sich aus dieser heraus-zu-trainieren. Und zwar, indem man seinen Fokus auf etwas anderes richtet. Deshalb fand ich alles hilfreich, was mir Ablenkung verschaffte. In diesem Sinne ermutige ich Dich, Dich total auf die Schule und die Aufgaben zu konzentrieren. Zu Beginn ist es vielleicht sehr anstrengend. Aber mit der Zeit wird es bessern. So hast Du zwei Fliegen mit einer Klappe: du hast einen FOKUS, der nichts mit DR zu tun hat UND Du brauchst einen Leistungsabfall nicht zu fürchten.
      Und noch etwas: DR hat viel mit innerem Stress und Ängstllichkeit zu tun. Nähre diese nicht, indem Du Dir Sorgen um die Schulnoten machst. Geht mal ein Semester weniger gut, dann geht es halt weniger gut. Hab Geduld mit Dir selbst.
      In diesem Sinne wünsche ich Dir alles Gute
      Balz

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  70. Guten Tag, dein Blog ist der Hammer!
    nachdem lesen ist mir echt ein Stein vom Herz gefalen , vielen Dank dafür!
    Ich habe ein richtig dolles Problem , undzwar prüfe ich oft meine Gedanken und dann kommen mir meine Erinnerung so fremd vor zb. ich habe heute morgen mit meiner Tochter gespielt und jetzt ist die Erinerung so trüb obwohl ich jedes Detail noch weiß , dass ängstigt mich sehr

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  71. Hallo, Marco

    dieses Phänomen ist völlig normal, wenn man DR hat. Die Amerikaner (die in Sachen DR einiges weiter sind als hierzulande) nennen es "state specific memory". Das Problem ist gar nicht die Scheibe/die DR an sich. Denn -wie Du selbst sagst- kann man ja jedes Detail erinnern! Es hat also nicht mit Gedächtnisverlust oder so zu tun! Was "trüb" erscheint, ist nur die EMOTIONALE FÄRBUNG der Erinnerung. Die DR ist ja "nur" ein Symptom... Unter der DR liegt der eigentliche Auslöser: das kann Angst sein, Depression, Trauer oder sonst ein zu starkes Gefühl, welches die DR (eigentlich ein Schutzmechanismus unseres Körpers) abzufedern versucht. In allen Fàllen also ist es innerer Stress.
    Ich hatte solche "trüben" Erinnerungen auch. Das fühlte sich echt ekelhaft an. In der Therapie lernte ich dann, diese Gefühle einfach zuerst mal anzunehmen. Sie wahrzunehmen, OHNE sie zu bewerten.
    Durch das Bewerten gibt man ihnen nämlich eine grössere Bedeutung, als sie es verdienen. Durch das Nicht-bewerten hingegen stellt man erstaunlich schnell fest, dass Gefühle und Gedanken extrem kurzlebig sind. Sie kommen -und sie gehen von selbst wieder.
    (Die Achtsamkeitsübungen sind hierfür unglaublich erkenntnisbringend. Da steigt dauernd etwas hoch...aber lässt man es einfach sein, ohne es weiter innerlich zu verfolgen...verfliegt es wieder.)

    Es braucht etwas Übung. Aber es hilft, aus diesem Gedankenkreisen heraus zu finden. Du kannst damit anfangen, diese Trübung der Erinnerung einfach mal wahrzunehmen, sie zu akzeptieren und sie nicht zu bewerten. Und sie nicht weiter zu verfolgen. Mal sehen, ob sich mit der Zeit etwas verändert.
    In diesem Sinne: viel Geduld und Gelassenheit und alles Gute!
    Balz

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  72. Marco:
    Und noch was: Wenn Du aus dieser Gefühlslage draussen bist, wird etwas Erstaunliches passieren.
    Du wirst Dich an die genau gleiche Szene wieder erinnern, OHNE die trüben Gefühle! Erinnerungen haben ja immer zwei Seiten. Eine ist sozusagen die optische. Du siehst das Bild vor dir. Die andere Seite ist das Gefühl dazu. Das Gefühl dazu kann entweder dem Gefühl entsprechen, das du während der erinnerten Szene hattest (z.B. man erinnert sich an sich an einen Abschiedsszene und erinnert auch die dazugehörende Trauer) oder aber man erinnerte die Szene und fühlt das AKTUELLE Gefühl.

    Als ich aus der DR heraus fand (und die Gefühle also nicht mehr so stark oder gar nicht mehr getrübt waren), konnte ich zu meiner Überraschung immer noch ALLES erinnern, was ich in meiner "Scheibe" erlebt hatte....aber das Gefühl dazu war nicht mehr negativ. Das ist eben "state specific memory", d.h. zustands-spezifische-Erinnerung.

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  73. Vielen vielen Dank ihre Worte hellfen mir sehr. Ich habe Angst eine psychose zu kriegen und meine Familie zu verlieren. Warum muss ich mich zwanghaft erinnern und das bewerten?

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  74. Hallo, Marco

    zur Beruhigung: es ist in der Forschung bekannt, dass DR nie zu etwas anderem wird als DR und erst recht nicht zu einer Psychose.
    Das zwanghafte Denken ist typisch für eine Depression oder für eine Angsterkrankung. In beiden Fällen wäre bestimmt hilfreich, einen Profi zu konsultieren. Mir halfen die Gesprächstherapie und die Medikamente sehr, aus dieser zwanghaften Selbstbeobachtung immer mehr heraus zu kommen.
    Alles Gute
    Balz

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  76. Hallo, Mr. Dr.... :-)
    (lustiger Name... aber eigentlich muss es heissen Mr. Manchmal-Dr.)

    So seltsam das jetzt tönt, aber genau so funktioniert der Weg in die Symptomfreiheit. Man hat DR, dann geht sie für kurz weg...kommt wieder etc. Dass Du schon ganze Tage ohne DR bist, heisst, die DR-freie Zeit wird mit der Zeit immer länger.

    Wenn man sich gut fühlt, denkt man nicht an die Scheibe. Und das ist richtig so. Aber praktisch allen geht es so, dass dann die Scheibe aus irgendeinem Grund (Stress, komische Gedanken) wieder auftaucht. Wichtig ist dann zu WISSEN, dass das ja wieder vorbei geht. Ich habe je nachdem, wie ich z.B. wenig oder schlecht geschlafen haben, auch heute noch manchmal eine kurze DR manchmal. Aber es ist eher die Erinnerung an die DR und da sage ich mir einfach: boah...ich hab schlecht gepennt, bin ich müde! Ich beschäftige mich sofort mit etwas anderem und dann vergesse ich den Gedanken an DR und sie verschwindet von alleine. Warum? Weil ich mich nicht innerlich stressen lasse.

    Wenn bei Dir die DR kommt, löst das inneren Stress aus und machst das, was Du Dir angewöhnt hast: Du beschäftigst Dich mit der Frage nach Schizophrenie oder Psychose. Das ist etwas, das Du Dir antrainiert hast. Jetzt kannst Du es Dir wieder wegtrainieren. Das braucht etwas Übung. Am besten sagst Du Dir sofort, sobald Du diesen Gedanken erkennst: "Aha...ich denke negativ. Das ist nur ein negativer Gedanke von mir. Und er stimmt nicht. Soll ich dem Gedanken folgen oder soll ich ihn einfach vorbeiziehen lassen und mich dem zuwenden, was ich grad machen wollte? "

    Ich hab das immer und immer wieder gemacht, jedesmal, wenn diese negativen Ideen wieder auftauchten. Oft -zu Beginn- mehrmals hintereinander. Mit der Zeit lässt das Ganze wirklich nach.

    Du kannst keine Psychose oder Schizophrenie haben oder bekommen, Du hättest nämlich schon längstens Halluzinationen, Verfolgungswahn und solche Sachen...und würdest nicht einmal merken, dass Du das hast, sondern es als Realität ansehen.

    Ich will damit sagen, auch wenn Du die DR spürst, kannst Du Dir wirklich sagen: "Ich spüre jetzt zwar die DR ....aber das Hin-und-her ist typisch für die Besserung. Ich bin also auf dem Weg zur Besserung und muss etwas Geduld haben mit mir selbst."

    In diesem Sinne wünsche ich Dir alles Gute!
    Balz

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    1. Vielen dank für dein Antwort..genau wie du das sagt ..stimmt alles.
      Danke nochmals.

      Mfg

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    2. ich bin echt beeindruckt, du hast wirklich recht, am schlimmsten sind für alle immer diese gedanken, hä warum bin ich hier und was bin ich, bin ich real.
      aber ist euch nicht auch aufgefallen das es immer schlimmer wurde je mehr ihr dran gedacht habt. ;)

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  77. Grosses Lob an diesen Blog.

    Schafft Mut, schenkt Hoffnung, zeigt Wege auf.

    WEITER SO, DANKE!

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  78. wow, ich habe mich in so vielen dingen wiedererkannt die ich so gar nicht in verbindung begracht hätte.. sehr informativ, gibt mir hoffnung nicht verrückt zu sein! danke!!!

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  79. Vielen Dank für wertvolle Informationen. Nizza Post. Ich war sehr erfreut, diesen Beitrag. Das ganze Blog ist sehr schön fand einige gute Sachen und gute Informationen hier Danke .. Besuchen Sie auch meine Seite schach online

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  80. Vielen Dank für den Blog! Ich leide unter der Derealisation seit fast 2,5 Jahren und dachte immer, ich würde sie nie los werden. Ich hatte bis ich eben den Blog gefunden habe Angst, ich müsste für immer in dieser ,,Traumwelt" leben. Aber dieser Blog macht mir Mut weiterzumachen! Vielen vielen Dank! Sie glauben gar nicht, wie sehr sie mir damit helfen!

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  81. echt gute sache deine posts :)
    hatte am anfang auch derbe panik und war mir nicht mal sicher ob ich überhaupt existiere. dank deines posts weiß ich jetz sogar das es heilbar ist und meine größte sorge ist weg. am besten hilft es wenn man sich auf die positiven dinge deines lebens beschöftigt, wie es bei mr die familie der fall ist. Allein der Gadanke was meine Mutter empfinden würde falls ich mir selbst etwas antun würde hat mir sehr geholfen ansonsten hätte ich weiß sont was mit mir getan ... am allermeisten wird einem auch in der zeit klar wer wirklich deine freunde sind und wer nicht. in meinem fall war es nur einer der blieb und mich nicht für komisch oder einem psycho gehalten hat. nehme zur zeit bromazepam gegen meine unruhe aber werde es mit lasea ersetzen versuchen. ich hoffe es wird genauso positive wirkungen bei mir haben wie bei vielen anderen usern. am allermeisten freut es mich jetz das ich weiß wie und ob es überhaupt heilbar ist. das wird mir den letzten schritt zur besserung deutlich vereinfachen :) Peace und lastt den kopf nicht hängen :)

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  82. heftig! ich dachte auch immer das ich der einzige wäre :D
    bis vor 3 Monaten hatte ich nichts, habe aber dann mal mit einem guten freund über unwirklichkeitsgefühle geredet die bis dahin noch überhaupt nicht schlimm waren fast 0%. als mein freund mir erzählte das er dasselbe Erlebnis hatte war ich beruhigt weil ich dachte, Gott sei dank bin ich nicht der einzige. aber dann habe ich mir tagelang darüber Gedanken gemacht, es wurde immer schlimmer, ich hatte die selben Gefühle wie ihr alles. Vll kenn auch viele das Gefühl das man sich einfach nur fragt was man hier macht, stellt sich die frage warum man ein mensch ist und was überhaupt die Existenz an sich ist. ich hatte diese Gefühle bis Januar wirklich noch nieeee.
    ich weis wie viel angst man haben kann und bin auch froh das viele die selben Erlebnisse haben. Ich habe keine Panik mehr und kann wieder normal leben aber zur zeit habe ich oft noch viele schwachsinnige Gedanken.
    ich kann euch eins sagen. ich glaube wirklich das es Fakt ist. je mehr man darüber nachdenkt desto schlimmer wird alles. ich habe so oft festgestellt, wenn ich wirklich mich dazu zwinge nicht daran zu denken und es auch wirklich mache, wird alles besser, aber das Gehirn ist trotzdem noch erschöpft, deshalb, sobald man wieder daran denkt wird alles schlimm weil ihr euch fragt, was schon wieder los ist.
    Jana hat es perfekt geschrieben. man muss alles akzeptieren und ich weis wie schwer es ist. weil man einfach manchmal nichts mehr versteht, aber Leute wir sind an sich komplett gesunde menschen. wir spielen unserem Kopf etwas vor und reden uns alles ein. das ist ein fortlaufender Prozess. was für alle am wichtigsten sein muss, ist, das man absolut keine angst vor nichts haben darf, wenn ihr euch unsicher fühlt, chillt einfach, nichts passiert, und ihr werdet auch niemals durchdrehen, es sind nur Gedanken die uns zerstören. ich selber bin auch noch nicht richtig raus, weil ich zu viel angst davor habe… aber das ist genau der Fehler :)

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  83. Hallo...
    es ist etwas länger her ,das ich was geschrieben habe.ich habe seit fast 4 Jahren eine Panik angststörung.mal geht es mir gut und mal schlecht. ich leide auch an dp/Dr.die Dr hatte mir ziemlich lang zuschaffen gemacht.das war ne schlimme Zeit.die Dr ist soweit ganz gut zurückgegangen.ich war schwanger und in der Zeit ging es mir super.ich weiss nicht ob es an den Hormonn lag oder weil meine grundeinstellung entspannter war.Aktuell habe ich viel Stress...2 Kinder:-)was aber normal ist.nunja und jetzt habe ich fast taglich an pa's.ich merke wie mir plötzlich alles zuviel wird.ich hab das Gefühl alles zieht so schnell an mir vorbei.dann bekomme ich ein kribbeln im bauch und Angst steigt auf.heute lag ein t Shirt von meinem Sohn auf der Couch und ich habe das nicht erkannt.mein Mann sah es von weitem.und plötzlich dachte ich...ohgott du erkennt nicht was es ist....du hast was im gehirn ...was weiss ich warum ich das gedacht habe.und zack Panik.und dann ging es weiter mit dem tv Programm....wenn jemand was gesagt hat...ich dachte was ist wenn du wieder was fremd findest...und dann wieder Panik.ich habe schnauze voll .ich hab nur noch schiss vor Krankheiten.sobald irgendwo was zwickt ....kommt gleich Angst und ich google was das wohl sein kann.so wir icb früher nicht.ich hab auch sehstorungen .....haber so ein flimmern,schwarze punkte,fliegende punkte wenn ic h zum Himmel sehe.Achja und schwankschwindel kann ich auch noch anbieten.auch das bewegen vo Gegenstände ist auch noch dabei.ich Prüf ds dann auch immer nach.ich glaube ich hab midas konzentrierte sehen gewöhnt.mir tuen dann auch schnell die äumen weh.wenn ich total vertieft bin ist auch der Schwindel weg oder die augenprobleme weg.aber wenn ich mich konzentriere dann hab ich das permanent.die pa's sind nicht schlimm allerdings denke ich den moment jetzt werd ich verrückt.wenn ich dann eine Weile abgelenkt bin ist wieder alles gut.und ich erkenne das ich es in der hand hab.meine Angst ist zu sterben,verrückt oder krank zu werden. heute war der Himmel bedeckt.es regnete und es war einstellt und leicht schwüle.solche Machtverhältnisse erinnern mich stark an die Dr.Und dann denk ich darüber nach.was das soll keine Ahnung.auch kann ich das wort Stress nicht mehr hören.rs nervt.ich weiss auch nicht wie ich zur ruhe komme.ich fang jetzt wieder an mit Sport und so wie ich mich kenne...grübe ich ùber alles nach....ob ich jetzt Sport machen kann,das ich ausgeschlafen bin weil falls nicht,nicht das ich mich übetanstrenge und umkippe ....so einen Müll.umd wenn ich mich konzentriere um das Gefühl zu spüren dann kommt nichts.meine Angst ist jetzt wenn ich wieder pa's habe dann kommt die Dr auch bald wieder inklusive alles Gedanken und eckelhaft Gefühle ....und am schlimmsten ist alles fremd zufinden.

    liebe grüsse

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  84. Hi!
    Mich würde interessieren von welchem "benzoähnliches Schlafmittel" du gschrieben hast!
    thx und grüé

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  85. Hallo

    schlafmittel ,ich nehme garnichts.hatte zum.Anfang mirtazapin genommen.aus Erfahrung kann ich sagen das dp/Dr schubweise kommt.das Problem.ist das wenn es dir lange gut geht Ind du merkst es ist wieder in anmarsch denkt man es wird schlimmer denn je,aber eigentlich ist es immer das gleiche.der Grundstein ist Angst davor,wenn du das Prinzip verstehst dann geht es wieder weg.ich habe seit Juni 2013 eine gute Phase,zwischendurch immer mal.wieder etwas schlecht,aber ich komme gut wieder raus.und selbst wenn die Gefühle stärker werden daf man sich nicht reinsteigern ,es kommt und geht.meistens habe ich es nach emotionalen Stress.ich kann da wohl nichts machen.man muss weiter machen so wie sonst auch.du kannst darüber nachdenken nur nicht negatives.irgendwann kennt man das und dann macht es nicht mehr soviel Angst.schlimm ist eher meine Angst vor Krankheiten.ist mir auch schon.peinlich zum Arzt zugehen.so war ich früher nicht.ist ja auch klar.lieben.Gruss

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  91. Hi zusammen. Auch ich leide unter DR. Chronisch, ohne fühlbare Pause seid 3 Jahren. Anders als bei einigen hier nicht durch Drogen induziert sondern durch eine große körperliche und seelische Belastung. Ich habe eine Frage bezüglich der Symptomatik:
    Ich habe einpaar mal täglich so eine Art millisekunde in der sich wie eine art Druck im Kopf löst und ich Schwindelkeit verspüre. Man könnte es fast mit einen Flash Back beschreiben. Ist das normal? Ist das ne Millisekunde in der ich klar bin? Das macht mir manchmal einbisschen Angst. Panikattacken habe ich jedenfalls nicht nur eine konstante DR, die manchmal stärker manchmal schwächer ist.
    LG

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  92. diese seite ist super- auch bei mir war die DR durch meinen ersten ( und letzten^^ )- pilztrip verursacht und dauerte ca. 1-2 jahre an. Ich habe es selber geschafft da rauszukommen aber sie hat einige tiefe "gedankenschluchten" hinterlassen, die manchmal noch beachtet werden wollen. Aber wenn man sich klar wird das so ein gehirn auch nur ein organ ist,welches mechanisch funktioniert und unser verhalten aufgrund dieses auf gewohnheiten basierenden "geräts" verusacht- weiß man dass es tatsächlich nur eine art "übliches spiel" /Fehlreaktion im kopf ist was da stattfindet- und dass man selber großen einfluss darauf hat. Mir hat meditation, intuitives suchen nah antworten ( danke an alle drogi´s die ihre stories und statement mit dem world wide web geteilt haben :) und letztendlich der befreiende meskalin.-trip am besten geholfen ! Vllt euch ja auch ?

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  93. Hallo ich leider seit ca 3 Monaten an DR. bei mir trat es nach einer Panikattacke auf und ist seitdem mal mehr, mal weniger da. Die Angst dadurch verrückt zu werden ist ebenfalls immer da.. Ich habe jetzt mal eine Frage weil ich dringend Rat brauche von Menschen, die auch betroffen sind. Ich möchte seit Monaten unbedingt ins Ausland und gehe voraussichtlich im September für 3 Monate nach Ghana. Ich war letztlich das erste mal beim Psychater. Der sagte, dass er eigentlich nicht viel von Medikamenten hält, aber es nicht möglich ist jetzt noch eine Therapie anzufangen, was ich natürlich einsehe. Glaubt ihr es ist möglich die 3 Monate zu überwinden trotz angststörung und DP/DR. ich wollte diesen Auslandsaufenthalt unbedingt, aber seit ich betroffen bin mache ich mir natürlich meine Gedanken. Einerseits gibt es Tage, da denke ich, niemals wie soll ich das durchstehen? Und dann gibt es wieder Tage wo ich sage, du schaffst das, danach wirst du umso stolzer sein! Ich weiß die Entscheidung muss ich alleine treffen aber hat vielleicht jemand einen Rat? Würdet ihr es mit Medikamenten versuchen oder gar ohne? Oder hier bleiben und eine Therapie machen? Ich würde mich über Hilfe freuen!!!

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